26. März 2026, 12:07 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wandern wird oft als langweiliges Hobby von Rentnern verschrien. Dabei kann es richtig riskant werden, wenn man achtlos durch die Natur geht. Steile Böschungen, giftige Pflanzen oder gefährliche Tiere sind durchaus reale Risiken. Doch keine Sorge, man kann sie natürlich umgehen – wenn man weiß, wie. Ein Warnzeichen, das alle Wanderer kennen sollten, ist der Maggi-Geruch.
Auch jetzt, wenn es noch kalt ist und mitunter schneit, zieht es viele Deutsche in die heimischen Wälder. Doch egal, ob auf der mehrtägigen Wanderung oder schlicht beim Sonntagsspaziergang in der Natur: Sobald Sie einen Maggi-Geruch wahrnehmen, sollten Sie schnellstmöglich umkehren, sonst könnte Ihnen eine unangenehme Begegnung bevorstehen. Denn viele wissen nicht, dass Wildschweine nach Maggi riechen!
„Der typische Geruch der Wildschweine nach Maggi wird oft mit dem Verzehr von Kräutern wie Liebstöckel in Verbindung gebracht, hat aber nichts mit der Nahrung der Tiere zu tun“, erklärt Derk Ehlert, Wildtier- und Jagdreferent der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin im Gespräch mit TRAVELBOOK. „Der spezielle Geruch entsteht durch körpereigene Duftstoffe, die nur zufällig dem Geruch von Maggi ähneln. Gerade zur Fortpflanzungszeit (Rauschzeit) der Wildschweine kann der Geruch noch mehrere Stunden nach dem Passieren der Tiere zu riechen sein.“
Mit Maggi könnte man auch Wildschweine anlocken
Ein weiteres Kuriosum: Die Wildschweine riechen nicht nur nach Maggi, auch interessieren sie sich besonders für die weltbekannte Gewürz-Soße. Denn scheinbar lassen sich Wildschweine mit Maggi auch anlocken, verrät Wildbiologe Konstantin Börner gegenüber „infranken.de“ – mutmaßlich aufgrund des enthaltenen Glutamats. Doch vom Anlocken sollte man in jedem Fall absehen. Gerade im Frühjahr können Wildschweine nämlich sehr aggressiv werden.
Wie verhält man sich richtig bei einer Wildschwein-Begegnung?
Umso wichtiger ist das richtige Verhalten bei einer Wildschwein-Begegnung. Lässt sich diese nicht mehr vermeiden, sollte man laut der Tierschutzorganisation PETA auf Folgendes achten:
- Wenn man beim Wandern in der Natur zufällig auf Wildschweine trifft, sollte man unbedingt Abstand einhalten, vor allem dann, wenn es sich um eine Bache, eine Wildschweinmutter mit ihrem Jungtier, handelt.
- Zudem sollte man Warnsignale beachten. Fühlen sich Wildschweine bedroht, schnauben sie, stellen die Schwänzchen auf oder klappern mit den Zähnen. In diesen Fällen ist besondere Vorsicht geboten und man sollte sich langsam und ruhig zurückziehen. Hektische Bewegungen oder laute Geräusche sollten vermieden werden, sie könnten die Tiere provozieren.
- Kommt es dennoch zu einem Angriff, sollten Sie laut in die Hände klatschen und eine große bedrohliche Haltung einnehmen – nicht wegrennen! Diese Einschüchterungstaktik sollte, so PETA, das Wildschwein zum Rückzug bewegen.