Wunderschöne Buchten, ein berühmtes Weinbau-Gebiet und malerische Ruinen: Kaum jemand kennt die Rías Baixas, die Buchten an der spanischen Westküste, die sich vom Kap Finisterre bis fast hinunter nach Portugal erstrecken. Wer nach einer Alternative zum überlaufenen Oslofjord sucht, der findet sie in Galicien. Gerade der Herbst eignet sich hervorragend, um die spanischen Fjorde auf ausgedehnten Wander- oder Kajaktouren touren zu erkunden.
Fjorde, das verbindet man mit den kargen Landschaften des eisigen Nordens. Doch wem es dort zu kalt ist, der kann auch getrost ein Ticket nach Spanien buchen: Denn dort gibt es die „Rias” zu erkunden: So werden im spanischen Galicien Meeresarme genannt, die sich tief ins Landesinnere vorschieben und einst von reißenden Flüssen statt von Gletschern geschaffen wurden. Diese Buchten sind genauso schön wie in Skandinavien: Im Gegensatz zu den norwegischen Exemplaren herrscht an den spanischen Fjorden jedoch ein gemäßigtes Klima. Daher bekommt man in der Region der Rías Baixas neben spektakulärer Natur auch köstlichen Weißwein geboten. Auch für die Muschelzucht und köstliche Empanadas ist die Baixas-Region bekannt.
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Die spanischen Fjorde teilen sich auf in die Rías Altas, die oberen Fjorde, die vom Kap Finisterre bis zur Grenze nach Asturien ziehen und die Rías Baixas, die von der portugiesischen Grenze bis zum Kap Finisterre verlaufen.
Ría Pontevedra
Pontevedra bietet nicht nur eine schönste Aussicht auf die Fjorde, sondern ist auch Teil des berühmten Jakobsweges.Foto: Getty Images Foto: Getty Images
Idealer Ausgangspunkt für eine Tour an den Fjorden an der spanischen Westküste entlang ist die Stadt Pontevedra im Herzen der Rías Baixas. Von der kleinen mittelaltelrichen Hafenstadt aus kann man auf Mountainbikes und Kajaks die zerklüftete Felslandschaft der Fjorde und die kilometerlangen Sandstrände erkunden. Auch fürs Tauchen, Segeln, Windsurfen und Kitesurfen eignet sich die gleichnamige Bucht Ría Poentevedra. Dabei bildet die Leuchtturminsel einen beliebten Anlaufpunkt.
Ría de Muros
Die wunderschöne Riesendüne von CorrubedoFoto: Getty Images Foto: Getty Images
An der Ría de Muros gibt es viele historische Schätze zu entdecken: Felszeichnungen aus der Steinzeit, uralte Kathedralen und Ruinen keltischer Siedlungen kann man hier besichtigen. Das Highlight ist jedoch die Riesendüne von Corrubedo mit ihrem wunderschönen Strand und einem gewaltigen Naturschutzgebiet.
Die Rías Altas sind schroffer, aber auch majestätischer als ihre kleinen Schwestern Rías Baixas.Foto: DPA Picture Alliance Foto: DPA Picture Alliance
Der längste Fjord der Rías ist die Ría de Arousa, die 37 Kilometer lang ist und eine Tiefe von immerhin 69 Metern erreicht. Insbesondere die Insel A Toxa direkt vor der Küste beherbergt ein gern besuchtes Strandbad und mehrere Hotels. Auch Wasserfälle und dichte Wälder lassen sich auf der Insel erkunden.
Ría de Vigo und die Cies-Inseln
An den Süd-Ufern der Ría de Vigo erstreckt sich die hübsche Stadt Vigo. An ihren Nordufern erstrecken sich die Cies-Inseln, die die spanische Küste vor Sturmwinden beschützen. Die drei Inseln Monteagudo, Faro und San Martiño liegen meist in dichtem Nebel und lassen mit ihren rauen Berglandschaften und Seevögel-Kolonien eher an Schottland als an Spanien denken. Vor allem befinden sich hier aber ebenfalls herrliche Sandstrände. Zum Beispiel der Playa de Rodas, der vom Guardian zu einem der besten Strände der Welt gewählt wurde. In der Sommersaison verkehren täglich Fähren zur Nordinsel der Islas Cies, wo sich die Playa de Rodas befindet.
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