Erstaunliches Naturphänomen

An diesen Orten sieht man das Meer blau leuchten

Gippsland Lakes, Biolumniszenz
Dieses Foto stammt aus den Lagunen bei Lakes Entrance an der Küste Australiens
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Es sind Bilder wie von einem anderen Planeten: Blau leuchtende Wellen brechen sich in der Dunkelheit am Strand, als würden sie von Innen leuchten. An verschiedenen Orten dieser Welt lässt sich dieses einzigartige Naturschauspiel beobachten. Doch was bringt eigentlich das Meer zum Leuchten?

Nachts einfach ins Meer springen – ein Adrenalinkick, und gleichzeitig ein wenig beunruhigend. Schließlich weiß man ja nie, was sich unter der dunklen Meeresoberfläche verbirgt. Wie praktisch, dass einige Strände auf der Welt dieses Problem auf ganz natürliche Art und Weise lösen: Sie beleuchten sich selbst. Silber-blau und beeindruckender als jede künstliche Skyline erstrahlt das Meer.

Biolumineszenz

Wenn man an der australischen Küste Steine ins Wasser wirft, sieht das so aus
Foto: Getty Images

Beobachten kann man das einzigartige Naturschauspiel an verschiedenen Stränden dieser Erde. Doch wie funktioniert das? Was muss geschehen, damit das Meer im Dunkeln leuchtet?

Biolumineszenz von Lebewesen

Zunächst muss das Salzwasser tief, reich an Nährstoffen und geschützt sein. Und dann ist es das Meeresplankton, das für die Beleuchtung sorgt. Chemische Prozesse führen dazu, dass die Organismen ruckartig Licht aussenden, welches das umliegende Wasser illuminiert.

In folgendem Video sieht man das Meer leuchten:

Und wie so vieles in der Natur, hat das Leuchten eine Funktion: Die Organismen erstrahlen zum Selbstschutz, um Fische und andere Raubtiere zu irritieren. Leuchtende Beute nämlich signalisiert etwas Gefährliches. Beim Verzehr ist Vorsicht geboten. Zudem soll das Funkeln größere Tiere anlocken, welche dann die natürlichen Feinde des Planktons verjagen. „Alarmanlageneffekt” nennt man das: Das Licht dient schlicht und einfach zur Sicherheit.

Wo kann ich das Meeresleuchten beobachten?

Laut „BBC Travel“ lässt sich das Phänomen der blau leuchtenden Strände besonders gut an folgenden drei Orten beobachten:

  • Malediven: Die beste Zeit zum Staunen ist von Juli bis Februar auf den Inseln Mudhdoo, Vaadhoo und Rangali. Wenn der Mond komplett verdeckt ist, wirkt das Leuchten intensiver.
  • Puerto Rico: Wegen des funkelnden Planktons wurde Mosquito Bay kurzerhand auf Bioluminezent Bay umgetauft. Momentan hat der Strand aber sein Licht verloren, denn der Wind hat die Organismen aus der Bucht gedrückt.
  • San Diego, USA: Hier gibt es alle paar Jahre ein riesiges Algenblühen. Dabei wird das Meer sogar tagsüber rot gefärbt.
Biolumineszenz, Matsu-Inseln in Taiwan

Diese Foto stammt von den Matsu-Inseln in Taiwan
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Aber auch auf den zu Taiwan gehörenden Matsu-Inseln, in Australien und in Teilen Japans lässt sich das Meeresleuchten beobachten. An vielen anderen Stränden, etwa in Europa, kann man auch dieses Glück haben – wenn auch das Meeresleuchten dann meist nicht ganz so intensiv ist wie an den oben genannten Orten.