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Kurioses Naturschauspiel in Argentinien

Tausende „Penisfische“ sorgen an Stränden für Aufsehen

Bei diesem Foto lässt sich erahnen, warum der Beiname des Igelwurms auch „Penisfisch“ ist
Bei diesem Foto lässt sich erahnen, warum der Beiname des Igelwurms auch „Penisfisch“ ist Foto: Getty Images
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Sarah Bachmann
Volontärin

22. Mai 2026, 15:34 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

An Stränden in Argentinien sind Tausende Exemplare des „Urechis caupo“ angespült worden. Sowohl vor Ort als auch in den sozialen Netzwerken sorgen die Tiere derzeit für Aufsehen. Der Grund ist ihre auffällige Form. TRAVELBOOK verrät, was hinter dem ungewöhnlichen Naturschauspiel steckt.

An den Stränden Patagoniens bietet sich derzeit ein kurioser Anblick: In den vergangenen Wochen wurden an den Küsten rund um Comodoro Rivadavia und Puerto Madryn immer wieder Tausende sogenannte „Penisfische“ entdeckt. Zunächst hatten Anwohner und Fischer auf die ungewöhnlich vielen Tiere aufmerksam gemacht. Eigentlich leben die wurmartigen Meeresbewohner verborgen im sandigen Meeresboden vor der Küste, wurden nach Einschätzung von Forschern jedoch durch starken Wellengang und raue See an die Strände gespült.

Das Besondere an den Tieren ist ihr auffälliges Aussehen, das ihnen ihren anzüglichen Spitznamen eingebracht hat: Der „Penisfisch“ erinnert in seiner Form an das männliche Genital. Tatsächlich handelt es sich jedoch nicht um Fische, sondern um marine Würmer. Laut dem CONICET-Forscher José Fernández Alfaya kommen sie entlang der Küste Patagoniens häufig vor, bleiben normalerweise aber unsichtbar, da sie eingegraben unter dem Sand leben.

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Weniger außergewöhnlich dürften die „Penisfische“ für Menschen in Japan, China oder Südkorea sein. Dort gelten die Igelwürmer als Delikatesse und werden häufig auch auf Straßenmärkten verkauft. In Südkorea kennt man sie unter dem Namen „Gaebul“, was sich etwa mit „Meeres-Penis“ übersetzen lässt. Ihr Fleisch soll zäh sein und zugleich süßlich schmecken.

In Argentinien stehen die Tiere zwar nicht auf dem Speiseplan. Vielen Menschen sind sie dennoch bekannt: Fischer nutzen die Würmer dort seit Jahrzehnten als Köder.

Bereits 2023 wurden Tausende „Penisfische“ angespült

Obwohl die „Penisfische“ in den Ozeanen weit verbreitet sind, gelangen sie nur selten in großer Zahl an Strände. Bereits 2023 sorgte ein ähnliches Ereignis nahe Río Grande im Süden Argentiniens für Aufmerksamkeit: Nach heftigen Stürmen spülte die raue See Tausende der Tiere an Land. Weltweite Schlagzeilen machte vor allem eine Strandung im Jahr 2019 am Drakes Beach, rund 80 Kilometer von San Francisco entfernt. Auch dort lagen plötzlich massenhaft die wurmartigen Meeresbewohner am Strand.

Die „Penisfische“ wurden allerdings nicht entfernt. Stattdessen dienten die angespülten Tiere anderen Meeresbewohnern als Nahrung. Für Menschen sind sie ebenfalls ungefährlich, da sie weder Stacheln noch Giftstoffe besitzen.

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