20. Februar 2026, 12:56 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Alarm an Teneriffas Stränden! Vor der beliebten Urlaubsinsel breiten sich aktuell Portugiesische Galeeren aus. Ein Schwimmer musste nach Kontakt sogar ins Krankenhaus.
Portugiesische Galeeren, auch Floating Terror genannt, treiben gerade vor den Kanarischen Inseln ihr Unwesen. Betroffen ist vor allem Teneriffa, wie das Online-Magazin „Teneriffa News“ berichtet. An der Nordküste der Insel wurden gleich mehrere der giftigen Tiere gesichtet. Die Behörden warnen deshalb jetzt an einigen Stränden und mahnen zur Vorsicht.
Nordküste von Teneriffa betroffen
Gleich an mehreren Stränden wurden die bläulichen Tiere entdeckt. Betroffen sind der Strand der Gemeinde Garachico sowie die beliebte Playa de la Teresitas im Gemeindegebiet von Santa Cruz de Tenerife. Am Teresitas-Strand ist das Wasser laut „Teneriffa News“ dank Wellenbrecher zwar seicht, dafür bleiben auch Quallen und andere Lebewesen länger vor Ort, da sie nicht durch eine natürliche Strömung wieder fortgespült werden.
Urlauber sollen daher unbedingt die Anweisungen der Rettungsschwimmer beachten. Das Rathaus von Garachico rät Strandbesuchern, vorübergehend auf das Baden zu verzichten. Am Teresitas-Strand ist eine Person bereits in Kontakt mit den giftigen Portugiesischen Galeeren gekommen. Sie musste ins Krankenhaus.
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Bis zu 50 Meter lange Tentakeln
Portugiesische Galeeren erinnern an Quallen, sind auch verwandt, bilden aber tatsächlich eine eigene Spezies. Und kommt man mit den Nesseltieren in Berührung, ist das teils noch schmerzhafter als bei normalen Quallen. Das Tückische bei den Galeeren ist, dass sie eine bläuliche Färbung haben, aber insgesamt eher durchsichtig sind. So kann man sie im Wasser meist gar nicht oder nur zu spät entdecken.
Ihr Körper kommt auf eine Größe von etwa 10 bis 30 Zentimetern, der aus einer mit Gas gefüllten Schwimmblase besteht. Die Tentakel können sogar bis zu 50 Meter lang werden.
Kommt man mit den Tentakeln der Portugiesischen Galeere in Kontakt, entstehen rote Striemen auf der Haut, die große Schmerzen verursachen, wie es auf mehreren Websites von Arztpraxen heißt. Schlimmer wird es, wenn das Gift auch mit den Lymphknoten in Berührung kommt. Gesunde Erwachsene haben aber keine weiteren gesundheitlichen Gefahren zu befürchten. Menschen mit angeschlagenem Immunsystem oder Allergiker können dagegen eine Schockwirkung erleiden, die im schlimmsten Fall bis zum Tod führen kann.
Wunde mit Essig neutralisieren
Kommt man mit den Nesseltieren in Berührung, sollten zunächst die Reste vorsichtig entfernt werden, heißt es auf der Website einer Hautarztpraxis. Die Reste sollte man aber weder anfassen noch abrubbeln, damit nicht weitere Giftentladungen zu befürchten sind. Weiter heißt es, dass man im Gegensatz zu anderen Quallenarten die Wunde nicht mit Meerwasser direkt reinigen sollte. Denn auch dabei könnte das Gift durch bzw. in die Haut geschossen werden. Stattdessen wird zur Neutralisation Essig empfohlen. Ist die Wunde sauber, sollte man zunächst etwas warten und sie dann mit mindestens 45 Grad warmem Wasser ausspülen, um das Gift unschädlich zu machen.