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Galt als ausgerottet!

Taucher machen überraschende Tier-Entdeckung im Gardasee

Umweltschützer haben im Gardasee eine nahezu ausgerottete Krabbenart wiederentdeckt
Umweltschützer haben im Gardasee eine nahezu ausgerottete Krabbenart wiederentdeckt Foto: Getty Images
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Katharina Regenthal
Redakteurin TRAVELBOOK

9. Juli 2026, 13:27 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Am Gardasee haben Taucher eine überraschende Entdeckung gemacht! Eine in Italien als fast ausgestorben geltende Krabbenart kehrt offenbar in den See zurück. Warum das so besonders ist und was das über den Zustand des Gardasees aussagt, erfahren Sie hier.

Der Gardasee gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen in Europa. Doch die Massen an Menschen machen der Natur zu schaffen. Umso besonderer ist die Entdeckung der Italienischen Flusskrabbe (Potamon fluviatile) in dem Gewässer. Der WWF Bergamo Brescia schreibt auf seiner Facebook-Seite, dass die Rückkehr der Flusskrabbe in den Gardasee ein Zeichen der Hoffnung sei. Wenn sich die Natur ihre Räume zurückerobere, bedeute dies, dass Schutz möglich sei.

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Süßwasserkrabbe wurde zufällig wiederentdeckt

Taucher der Umweltschutzorganisation hatten die Tiere zufällig entdeckt. Eigentlich waren sie auf der Suche nach invasiven Arten. Am Veronese-Ufer bei Brenzone machten sie dann zwischen Felsen die besondere Entdeckung. Bei der Flusskrabbe handelt es sich um Italiens einzige heimische Süßwasserkrabbe. Allerdings wurde sie schon seit den 90er Jahren kaum noch gesichtet.

Und die noch bessere Nachricht: Es handelt sich nicht nur um einen Einzelfund. Die Taucher konnten eine ganze Population feststellen, wie die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ berichtet. Demnach bestätigen zahlreiche Sichtungen und Filmaufnahmen die Rückkehr der Tiere.

Der WWF-Referent Paolo Zanollo erklärt der Tageszeitung, dass die Aufnahmen Jungtiere und ausgewachsene Exemplare zeigen und sich demnach die Krabben erfolgreich fortpflanzen.

Was die Rückkehr für den Gardasee bedeutet

Die Umweltschützer freuen sich nicht nur über die Rückkehr der Krabbe am Gardasee – sondern auch über einen weiteren Fakt. Denn die Tiere fressen offenbar die invasive Zebramuschel. Die Muschelart breitet sich seit den 1980er-Jahren explosionsartig im Gardasee aus und belastet das Gewässer. Mit der Rückkehr der Italienischen Flusskrabbe könnte dieses Problem zukünftig eingedämmt werden.

Das Vorkommen der Krabbe bedeutet außerdem, dass die Wasserqualität des Gardasees hervorragend ist. Der WWF schreibt auf Facebook, dass die einheimische Art ein wichtiger Indikator für die Wasserqualität und die Gesundheit des Ökosystems sei.

Um die Krabbe weiter zu schützen, werden Urlauber gebeten, die Tiere in Ruhe zu lassen und Fotos oder Videos weiterzugeben, damit das Monitoring der Art weitergeführt werden kann.

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