21. Juni 2026, 7:19 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Gemeinsames Reisen mit dem Hund gehören für viele Tierhalter längst zum Sommer dazu. Ob Strandurlaub, Wanderreise oder Ferienhausaufenthalt – damit die Auszeit für Mensch und Vierbeiner gleichermaßen gelingt, kommt es auf eine sorgfältige Planung an. Denn nicht jedes Reiseziel, jede Unterkunft oder jede Transportart eignet sich für jeden Hund.
Das passende Reiseziel für den Vierbeiner wählen
Für viele Hundebesitzer steht fest, dass ihr Tier auch im Urlaub dabei sein soll. „Das ist grundsätzlich erstmal etwas Gutes, denn er gehört einfach zur Familie mit dazu“, sagt Beate Kluth, die seit 26 Jahren hundefreundliche Unterkünfte vermittelt und Gruppenreisen für Hundehalter organisiert.
Damit die Reise für alle Beteiligten angenehm wird, sei jedoch eine gründliche Vorbereitung entscheidend. Bereits bei der Wahl des Urlaubsortes sollten die Bedürfnisse des Hundes im Mittelpunkt stehen. „Ich sollte nicht nur schauen, was mir gut gefällt, sondern es muss auch zu meinem Hund passen“, sagt sie.
Dabei spielen Rasse, Alter und körperliche Verfassung eine wichtige Rolle. Auch gesundheitliche Einschränkungen müssen berücksichtigt werden. Wer mit älteren oder körperlich eingeschränkten Hunden reist, sollte zudem prüfen, ob die geplanten Aktivitäten tatsächlich geeignet sind.
Strand-Regeln vor der Buchung prüfen
Ein Urlaubsort am Meer bedeutet nicht automatisch ideale Bedingungen für Hunde. „Strand in Dänemark oder Holland ist nicht automatisch für einen Hundeurlaub gut geeignet“, so Kluth.
An vielen Küsten gelten unterschiedliche Vorschriften. „Es gibt Strände, da sind Hunde nur bis 10 Uhr morgens oder ab 20 Uhr abends erlaubt“, sagt Kluth. „Und an manchen Orten dürfen die Hunde vielleicht noch an den Strand, aber keinesfalls ins Wasser. Dann ist die Enttäuschung natürlich groß.“
Zusätzliche Einschränkungen können mit Umweltauflagen verbunden sein. „Gemeinden werben oft mit der Auszeichnung der „blauen Flagge“ dafür, dass ihr Wasser besonders sauber ist“, so die Hunde-Reiseexpertin. Das könne jedoch bedeuten, dass Hunde einen Mindestabstand von 200 Metern zum Wasser einhalten müssen.
Die Regelungen unterscheiden sich teilweise erheblich. „Das variiert manchmal von Gemeinde zu Gemeinde oder auch der Jahreszeit“, sagt Kluth.
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Wie hundefreundlich ist die Unterkunft wirklich?
Auch bei Ferienhäusern, Hotels oder Ferienwohnungen lohnt sich ein genauer Blick auf die Details. Die Bezeichnung „hundefreundlich“ kann sehr unterschiedlich ausgelegt werden.
Ein eingezäuntes Grundstück bietet beispielsweise nicht automatisch Sicherheit. Ebenso sollten Halter prüfen, ob Terrassen oder Außenbereiche von benachbarten Unterkünften getrennt sind. Das kann besonders wichtig sein, wenn der eigene Hund gegenüber fremden Menschen oder anderen Tieren empfindlich reagiert.
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Dokumente, Medikamente und Notfallplanung
Bei Reisen ins Ausland sollten Hundehalter die jeweiligen Einreisebestimmungen frühzeitig prüfen. Dazu gehören unter anderem Impfanforderungen, mögliche Maulkorbpflichten sowie Regelungen für die Mitnahme von Hunden in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Darüber hinaus empfiehlt sich eine gut ausgestattete Reiseapotheke.
Zur Grundausstattung zählen unter anderem Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial, ein Fieberthermometer sowie die regelmäßig benötigten Medikamente des Hundes. Zusätzlich empfiehlt die Tierärztin eine Augenspüllösung, Schmerzmittel, ein Mittel gegen Schwellungen nach Insektenstichen und ein pflanzliches Präparat gegen Durchfall.
Auto, Bahn oder Flugzeug
Auch die Wahl des Transportmittels beeinflusst das Wohlbefinden des Hundes erheblich. Beim Fliegen sieht Tierärztin Ursula von Einem die größten Belastungen für das Tier. „Auf Flugreisen sollten Sie nach Möglichkeit kein Tier mitnehmen“, sagt sie.
Bei Fahrten mit Auto oder Bahn seien ausreichend Pausen einzuplanen, damit der Hund die Reise gut übersteht. Kommt es dennoch zu starkem Stress während der Fahrt, könne in Ausnahmefällen eine medikamentöse Beruhigung helfen.
Mit Material der dpa