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Sonnen hinter Plexiglas

Irre Vorschläge zur Rettung der Strandsaison in Italien

Italien leerer Strand
Ein leerer Badestrand in Jesolo an der Adria. Ob sich dieses Jahr hier noch Badegäste sonnen werden, ist unklar.Foto: dpa Picture Alliance

In Italien blühen die Ideen, wie in der Corona-Krise vielleicht die Strandsaison 2020 gerettet werden könnte. In Rimini erregte eine Firma mit der Idee transparenter Plastikbarrieren Aufsehen.

Der Sommer am Strand ist den Italienern heilig – nun fragen sich die Menschen, ob das Coronavirus auch ihren Sommerurlaub ruinieren wird. Gute Ideen sind daher besonders gefragt.

„Wir bekommen die absurdesten Vorschläge, wie die Saison zu retten ist“, sagt Mauro Vanni vom Verband der Badeanstalten in der Urlaubsstadt Rimini. „Einige Firmen wollen Plexiglas-Boxen um die Sonnenliegen bauen, andere Tunnels zum Strand graben, die wir mit Desinfektionsmittel abspritzen sollen.“

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Italien ist besonders stark von der Covid-19-Lungenkrankheit betroffen. Mehr als 21.000 Menschen starben bereits. Die strikten Ausgangssperren gelten noch bis mindestens 3. Mai. Was genau danach gelockert werden könnte, ist unklar.

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Plexiglass-Boxen nur ein PR-Gag?

Die Adriaküste der Region Emilia-Romagna, in der auch Rimini liegt, gehört zu den beliebtesten in Italien. Dort hatte ein Unternehmen mit transparenten Plastikbarrieren mit eingebauten Desinfektionsmittel-Spendern Schlagzeilen gemacht. „Wir werden alle fünf Minuten angerufen. Niemand kann erwarten, wiederzueröffnen und sie überlegen, wie das am sichersten wäre“, sagt der Gründer der Firma Nuova Neon Group, Claudio Ferrari.

Bademeister Vanni aus Rimini sieht darin nur PR. „Eines ist klar, niemand wird an den Strand gehen, wenn es keine Sicherheit gibt.“ Und das werde vermutlich erst geschehen, wenn es einen Impfstoff oder ein Medikament gegen Covid-19 gebe.

„Wir alle hoffen, im Sommer an den Strand gehen zu können. Aber die öffentliche Gesundheit kommt als erstes“, sagte Lorenza Bonaccorsi vom Tourismusministerium dem Sender Rai. „Einerseits ist der Tourismus am Boden. Andererseits dürfen wir uns keine Fehler erlauben.“

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