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Crime Index von Numbeo

Die 10 gefährlichsten Städte in Europa

Gefährlichste Städte Europa
Die Stadt Bradford in England gilt als gefährlichste Stadt in EuropaFoto: Getty Images

In welchen Städten Europas fühlen sich die Menschen besonders unsicher? Wo besteht die größte Angst, überfallen zu werden? Und wo verlassen die Bewohner nachts nur ungern ihr Haus? All diesen Fragen ist die Datenbank „Numbeo“ in einer großen Umfrage nachgegangen und hat daraus einen Crime Index erstellt, der die gefährlichsten Städte Europas abbildet. Das Ranking im Überblick.

Laut Numbeo, einer auf User-Informationen basierenden globalen Datenbank, haben sich mehr als 100.000 Menschen in 6273 Städten weltweit an der Umfrage zu ihrem persönlichen Sicherheitsempfinden beteiligt. Dabei kam heraus, dass Caracas die weltweit gefährlichste Stadt ist. Der errechnete Kriminalitätsindex liegt in der Hauptstadt Venezuelas bei knapp 85, so hoch wie nirgendwo anders.

Aber wie sieht es in Europa aus? Welche Städte werden hier als besonders gefährlich empfunden? TRAVELBOOK zeigt die laut dem Ranking von Numbeo zehn gefährlichsten Städte in Europa.

Wie wurden die 10 gefährlichsten Städte Europas ermittelt?

Das Ranking wurde anhand mehrerer Kriterien erstellt und basiert ausschließlich auf den subjektiven Wahrnehmungen der Umfrageteilnehmer. Insofern sollten die Ergebnisse mit Vorsicht betrachtet werden – dazu unten mehr. So hat Numbeo zum Beispiel nach der Sorge vor Überfällen und Einbrüchen gefragt, ebenso wie nach Drogenproblemen und Rassismus in der Stadt. Auch die Wahrnehmung von Problemen mit Korruption und Bestechung wurden mit berücksichtigt. Nach eigenen Angaben werden nur jene Städte mit in das Ranking aufgenommen, für die es genügend Umfrageteilnehmer gibt.

Auf Platz 1 der gefährlichsten Städte in Europa landete Bradford in der englischen Grafschaft Yorkshire. Der Kriminalitätsindex von Bradford liegt laut Numbeo bei 70,33, was als hoch gilt. Vor allem die Probleme im Zusammenhang mit Drogenkonsum und -handel in der Stadt haben die Umfrageteilnehmer als sehr hoch bewertet. Aber auch bei anderen Punkten, etwa der Sorge vor Eigentumsdelikten, hat Bradford schlecht abgeschnitten.

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Foto: Johnny Houser / TRAVELBOOK-Collage

Die zweitgefährlichste Stadt liegt ebenfalls in England: Es handelt sich um Coventry in der Mitte des Landes. Auch dort spielen Drogendelikte eine Rolle, aber auch Einbrüche und Gewaltdelikte. Platz 3 in dem unrühmlichen Ranking geht an die französische Küstenstadt Nizza. Dort wird die Sicherheit, sich nachts alleine draußen aufzuhalten, als eher gering eingeschätzt. Beklagt wird auch die generell zunehmende Kriminalität in den vergangenen Jahren.

Ranking: Die 10 gefährlichsten Städte in Europa

  1. Bradford, England
  2. Coventry, England
  3. Nizza, Frankreich
  4. Catania, Italien
  5. Minsk, Belarus
  6. Birmingham, England
  7. Marseille, Frankreich
  8. Neapel, Italien
  9. Montpellier, Frankreich
  10. Manchester, England

Kritik an der Methodik von Numbeo

Die Daten von Numbeo sind mit Vorsicht zu genießen. Weltweit kann jeder die Datenbank mit Informationen füllen. Zwar gibt Numbeo an, die Umfragen zu filtern, um potenziellen Missbrauch zu verhindern, z. B. Personen, die eine große Menge an Daten eingeben, die sich vom Mittelwert unterscheiden. Dennoch sind die Daten insgesamt nicht überprüfbar.

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Zudem stellt sich die Frage, warum in den Kriminalitätsindex nicht auch offizielle Daten zu Verbrechensfällen in den jeweiligen Städten abgefragt wurden. Hierzu schreibt Numbeo: „In einigen Ländern haben die Regierungen eine detaillierte Statistik, die auf der Anzahl der gemeldeten Verbrechen pro Kopf basiert. Diese Erhebungen sind besonders gut geeignet, um die Kriminalität zwischen zwei Städten in diesem Land zu vergleichen, sind aber aus folgenden Gründen nicht so gut für einen länderübergreifenden Vergleich geeignet: In einigen Ländern ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen ein Verbrechen melden, viel größer als in anderen Ländern. Daten könnten von staatlichen Institutionen gefälscht werden, und Daten sind für den größten Teil der Welt nicht verfügbar.“