Mehr als 100 Strände betroffen!

Ölpest verschmutzt 2000 Kilometer Küste in Brasilien

Ölteppich im Ozean
Der Ölteppich in Brasilien breitet sich immer weiter aus (Symbolbild)
Foto: Getty Images

Seit Anfang September werden an der gesamten Nordostküste Brasiliens große Ölklumpen angespült: Seitdem wird der Ölteppich immer dichter. Die Ursache für die Umweltkatastrophe ist bisher ungeklärt. Etwa 2000 Meter Küste und 130 Strände sind betroffen.

Am berühmtesten Strand der Stadt Fortaleza, der Praia du Futuro, ist ein offizielles Schwimmverbot ausgesprochen worden. Ebenso sind alle Strände an der Grenze zwischen den beiden Bundesstaaten Bahia und Sergipe für Schwimmer gesperrt. Sergipe rief außerdem den Notstand aus.

Ursache bislang ungeklärt

Woher genau das Öl stammt, ist bislang nicht geklärt. Das ausgetretene Öl ist laut der Nachrichtenagentur Reuters  von der nationalen Umweltbehörde untersucht worden. Dabei habe man festgestellt, dass es sich um im Ausland gefördertes Öl handeln soll. Woher genau das Öl stamme, könne man jedoch nicht sagen. Das gesamte Öl stamme laut der Untersuchung jedoch aus derselben Quelle.

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Brasilianische Regierung bestreitet jede Verantwortung

Der nationale Ölkonzern „Petrobras SA“ streitet bisher jede Verantwortung für die Ölpest ab. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro verkündete laut der brasilianischen Tageszeitung „Folha de São Paulo“, dass „Kriminelle“ oder ein ausländisches Schiff für den Ölteppich verantwortlich seien könnten. Die Regierung beginnt heute mit einer gemeinsamen Großuntersuchung der brasilianischen Marine, der Polizei und des Umweltministeriums, anhand derer die Ursache für den Ölteppich identifiziert werden soll.

Umweltschützer und mehrere brasilianische Experten kritisierten die Regierung dafür, nicht genug getan zu haben, um die Verbreitung des Öls zu stoppen. Seit Jair Bolsonaro an der Macht sei, sei das Budget der nationalen Umweltschutzbehörde „Ibama“ drastisch gekürzt geworden.

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