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Japans Wahrzeichen

Wann der Mount Fuji sichtbar ist – und wann nicht

Besonders während der Kirschblüte ist Mount Fuji ein beliebtes Fotomotiv – aber auch sonst versuchen Urlauber immer einen Blick auf ihn zu erhaschen, was gar nicht so einfach ist
Besonders während der Kirschblüte ist Mount Fuji ein beliebtes Fotomotiv – aber auch sonst versuchen Urlauber immer einen Blick auf ihn zu erhaschen, was gar nicht so einfach ist Foto: Getty Images
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Katharina Regenthal
Redakteurin TRAVELBOOK

23. Februar 2026, 7:22 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Wer eine Reise nach Japan plant, will meist auch den Mount Fuji sehen. Japans höchster Berg ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Doch wer den Berg sehen will, muss auch ein wenig Glück haben – denn er zeigt sich nicht an allen Tagen im Jahr.

Japans höchster Berg entstand vor etwa 100.000 Jahren durch mehrfache vulkanische Eruptionen. Die letzte war im Jahr 1707 und dauerte 16 Tage, heißt es auf der Website der Japanischen Fremdenverkehrszentrale. Damals landete die Vulkanasche teils sogar in Tokio. Mount Fuji befindet sich auf der japanischen Hauptinsel Honshū etwa 100 Kilometer südwestlich von Tokio. Heute zieht der Berg Jahr für Jahr unzählige Touristen an, die einen Blick auf ihn erhaschen wollen. Mit einer Höhe von 3776 Metern ist der Mount Fuji zwar eigentlich kaum zu übersehen – doch viele Reisende werden auch gerne mal eines Besseren belehrt.

Wie oft ist Mount Fuji wirklich zu sehen?

Immer wieder sieht man in den sozialen Medien Videos, in denen Touristen sich auf den Weg machen, um den Mount Fuji zu fotografieren. Vor Ort dann die nüchterne Erkenntnis: Man sieht nichts! Angeblich kann man den Berg nur an 70 bis 80 Tagen im Jahr sehen, heißt es. Aber stimmt das auch? Jein! Mount Fuji ist nicht immer gut zu sehen, aber ganz so dramatisch ist es nicht. Der Berg zeigt sich durchaus häufiger als nur an 80 Tagen im Jahr.

Es kommt vor allem auf die Tageszeit und den Ort an, von dem aus man auf den Berg blickt. Und wer ganz sicher gehen will, der kann vorab online checken, wie die aktuelle Lage ist. Und da gibt es nicht nur eine Website, die Auskunft gibt. Zahlreiche Plattformen geben teils in Echtzeit an, ob der Mount Fuji sichtbar ist oder nicht.

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Websites wie „isfujivisible.com“ dokumentieren auch Jahr für Jahr, wie gut man den Berg von bestimmten Punkten aus sehen konnte. Und auch die Stadt Fuji selbst hat etwa für das Jahr 2023 eine Statistik herausgegeben. Diese basiert auf täglichen Messungen um 8, 12 und 16 Uhr vom achten Stock des Rathauses aus, wo der Berg visuell und mit einer fest installierten Kamera beobachtet wird. Für 2023 kam folgendes Ergebnis:

  • 154 Tage „vollständig sichtbar“
  • 90 Tage „teilweise sichtbar“
  • 121 Tage „nicht sichtbar“
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Wann man Mount Fuji sehen kann – und wann nicht

Aber wann kann man Mount Fuji jetzt wirklich am besten sehen? Anhand der Dokumentationen kommt man zu dieser Schlussfolgerung:

  • Im Winter ist die Wahrscheinlichkeit, Mount Fuji vollständig zu sehen, am höchsten. Die Luft ist klar und es gibt wenig Dunst.
  • Im Frühjahr kann man den Berg weiter gut sehen, vor allem zu Beginn, etwa im März.
  • Im Sommer sieht man Mount Fuji nicht mehr ganz so häufig oder zumindest nicht im vollen Ausmaß. Gründe dafür sind die Regenzeit und die hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Im Herbst wird es langsam besser, besonders im Spätherbst ist die Wahrscheinlichkeit wieder höher.

Auf der Website der Japanischen Fremdenverkehrszentrale heißt es, dass man Mount Fuji von Nahem am besten am frühen Morgen oder am späten Nachmittag sehen kann. Aus der Ferne ist er dagegen am besten an knackig-kalten und klaren Wintertagen zu sehen.

Ein besonderes Phänomen: „Diamanten-Fuji“
Ein besonderes Phänomen: „Diamanten-Fuji“ Foto: Getty Images

Dann gibt es noch das Phänomen „Diamanten-Fuji“. Das beschreibt den Moment, wenn die Sonne genau über dem Kegel des Berges auf- oder untergeht. Es tritt Ende Januar und Mitte November auf.

Es kommt also vor allem auf die Jahreszeit an, um die besten Chancen zu haben, Mount Fuji zu sehen. Und ganz so dramatisch, wie es in manchen Online-Foren oder auf Social-Media-Plattformen klingt, ist es nicht. Denn Japans höchster Berg ist deutlich häufiger als nur 80 Tage im Jahr zu sehen.

Beste Aussichten auf Mount Fuji

An den meisten Tagen, vor allem in der kälteren Jahreszeit, hat man also gute Chancen, Mount Fuji zu sehen. Um dann auch wirklich den perfekten Blick zu erhaschen, gibt es einige Aussichtspunkte, von denen das in jedem Fall gelingt.

Chureito-Pagode

Mount Fuji zusammen mit der Chureito-Pagode
Mount Fuji zusammen mit der Chureito-Pagode Foto: Getty Images

Wer nicht nur Mount Fuji, sondern das Japan-Foto schlechthin haben möchte, sollte sein Bild an der fünfstöckigen Chureito-Pagode knipsen. Das i-Tüpfelchen gibt’s mit den rosa Kirschblüten im Frühling.

Tanuki-See

Der Blick ist vor allem während des Phänomens „Diamanten-Fuji“ beliebt
Der Blick ist vor allem während des Phänomens „Diamanten-Fuji“ beliebt Foto: Getty Images

Der Tanuki-See im Asagiri-Hochland hat so eine glatte Wasseroberfläche, dass sich der Berg bei guten Bedingungen darin spiegelt.

Tokyo Skytree

Eines der höchsten Gebäude der Welt: der Tokyo Skytree
Eines der höchsten Gebäude der Welt: der Tokyo Skytree Foto: Getty Images

Auch von Tokio aus kann man Mount Fuji bei klarem Wetter gut sehen. Ideal dafür ist eines der höchsten Gebäude der Welt, der Tokyo Skytree mit einer Höhe von 634 Metern. Von der Aussichtsplattform kann man nicht nur über Tokio blicken, sondern bis zum Berg.

Pinienhain Miho-no-Matsubara

Der perfekte Blick auf Mount Fuji
Der perfekte Blick auf Mount Fuji Foto: Getty Images

Eine der berühmtesten Ansichten des Berges findet man am Pinienhain Miho-no-Matsubara an der Küste. Laut der Japanischen Fremdenverkehrszentrale wurde diese mit Fuji im Hintergrund schon auf jahrhundertealten Kunstwerken verewigt.

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