2. Oktober 2025, 17:39 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Vor sechs Jahren war es bereits einmal so weit, nun passiert es erneut: Die USA stehen still. Weil sich Republikaner und Demokraten im Streit um den Bundeshaushalt nicht einigen konnten und auch eine Übergangsfinanzierung nicht rechtzeitig beschlossen wurde, ist der sogenannte „Shutdown“ in Kraft getreten. TRAVELBOOK erklärt, welche Auswirkungen der Regierungsstillstand für Reisende mit sich bringt.
Seit der Nacht zum 1. Oktober herrscht in den USA der Shutdown. Da sich die Regierung nicht auf einen gemeinsamen Haushalt einigen konnte, sind die Bundesausgaben stark eingeschränkt – mit der Folge, dass Teile der US-Regierung stillstehen. Auch viele Bundesbehörden sind davon betroffen und arbeiten nur eingeschränkt oder gar nicht. Wie lange der Shutdown in den USA noch anhält, ist bislang unklar. Für Reisende bedeutet das: Sperrungen, längere Wartezeiten an Flughäfen und Einschränkungen in weiteren öffentlichen Einrichtungen.
Übersicht
Die Folgen des Shutdowns für Reisende
Einschränkungen an Flughäfen
Durch den Shutdown kann es an Flughäfen zu deutlichen Einschränkungen kommen. Wie das US-Nachrichtenportal „CNN“ berichtet, müssen sich sowohl Inlandsreisende als auch internationale Gäste auf längere Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen, Flugverspätungen und mögliche Ausfälle einstellen. Der Grund: Zwar zählt das Flugpersonal größtenteils zu den „essentiellen“ Berufsgruppen und muss daher weiterarbeiten – doch ohne Bezahlung. Das führt schnell zu Personalmangel und kann die Abläufe an den Flughäfen erheblich beeinträchtigen.
Einreise in die USA
Eine Ein- und Ausreise in die USA ist auch während des Shutdowns grundsätzlich möglich, allerdings müssen Reisende mit Einschränkungen rechnen. Sicherheits-, Pass- und Zollkontrollen laufen zwar weiter, können jedoch deutlich länger dauern. Auch bei Visa- und ESTA-Anträgen kann es durch die Minimalbesetzung in den zuständigen Behörden zu Verzögerungen kommen.
Züge & Kreuzfahrtschiffe
Züge (Amtrak) sowie der öffentliche Nahverkehr laufen auch während des Shutdowns wie gewohnt weiter, da sie unabhängig vom Bundeshaushalt betrieben werden. Auch Kreuzfahrtschiffe dürften durch den Regierungsstillstand kaum beeinträchtigt werden, da Küstenwache und Hafenmitarbeiter nach wie vor im Einsatz sind, heißt es in „USA Today Travel“.
Nationalparks mit Minimalbesetzung
Auch die Nationalparks sind vom Shutdown betroffen. Laut „Politico“ sollen die meisten Parks zwar, ähnlich wie schon beim letzten Shutdown unter Präsident Trump, geöffnet bleiben, jedoch nur mit stark reduziertem Personal. Besucherzentren bleiben geschlossen. Schon in der Vergangenheit führte der Betrieb mit Notbesetzung und fehlenden Rangern immer wieder zu Problemen. Von Vandalismus bis hin zu vermüllten, öffentlich zugänglichen Flächen. Ein Teil der Einnahmen soll deshalb zur Finanzierung der Müllbeseitigung und Überwachung der Parks genutzt werden.
Museen & Zoos
In Washington, D.C. werden die meisten großen Museen, darunter das National Air and Space Museum und das National Museum of Natural History, sowie auch der National Zoo vom Smithsonian Institution betrieben. Diese wird überwiegend durch Bundesmittel finanziert. Da diese Gelder während des Shutdowns ausbleiben, müssen die Einrichtungen in der Regel schließen. Laut offizieller Website bleiben sie jedoch noch bis zum 6. Oktober geöffnet, weil der Betrieb bis dahin aus vorhandenen Mitteln gedeckt werden kann.