West-Nil-Fieber

Gefährliches Virus breitet sich in Italien und Griechenland aus!

Eine Culex-Mücke sticht in einen Arm
Das West-Nil-Virus wird durch die Culex-Mücke, die Gemeine Stechmücke, übertragen
Foto: Getty Images

In Südosteuropa breitet sich derzeit das West-Nil-Virus aus. Betroffen sind hauptsächlich Italien, Griechenland und Serbien. In Italien starben in diesem Sommer bereits zwei Menschen infolge einer Infektion. Serbien verzeichnete einen Todesfall. Einer der Hauptgründe für die Ausbreitung des Virus ist die anhaltende Hitze.

Aufgrund der Hitzewelle verzeichnen einige südosteuropäische Länder wieder vermehrt Infektionen durch das durch Mücken übertragene West-Nil-Virus. Wie die Karte (siehe unten) des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zeigt, verzeichnen u. a. Gebiete im Nordosten Italiens, im Südosten Griechenlands und in Serbien Infektionen durch das Virus. Dem ECDC wurden zwischen dem 27. Juli und dem 2. August 2018 aus Ländern der Europäischen Union insgesamt 55 Fälle von West-Nil-Fieber gemeldet. In Italien waren es 27 Fälle, darunter zwei Todesfälle, in Griechenland 21, in Ungarn fünf und Rumänien zwei Fälle. Das EU-Nachbarland Serbien meldete 29 Fälle, einschließlich eines Todesfalls.

Karte West-Nil-Virus

In diesen Ländern und Regionen wurden Infektionen durch das West-Nil-Virus gemeldet   Quelle: ECDC

Das Virus wird durch die Gemeine Stechmücke übertragen

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Grippeähnliche Symptome mit Fieber

„Für die meisten Menschen ist eine Infektion durch das Virus weitgehend ungefährlich. Der Großteil merkt gar nichts davon“, sagt Schmidt-Chanasit. Bei einem geringeren Teil können durch eine Infektion grippeähnliche Symptome mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. „Das Fieber klingt in der Regel nach einigen Tagen von selbst wieder ab“, sagt Schmidt-Chanasit. In einigen Fällen kann es durch eine Infektion aber auch zu lebensgefährlichen Krankheiten wie beispielsweise Gehirnentzündung (Enzephalitis) kommen. „Vor allem für ältere Menschen ab 60 Jahren und Personen mit Erkrankungen wie Diabetes oder Krebs können Infektionen durch das West-Nil-Virus gefährlich werden“, so Schmidt-Chanasit.

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Noch keine Impfstoffe

Wie kann man sich am besten vor dem West-Nil-Fieber schützen? Da es laut Schmidt-Chanasit derzeit noch keine Impfstoffe gegen das Virus gebe, sollte man sich mit Mückenschutzmitteln und entsprechender Kleidung wie langen Hosen oder langärmeligen Shirts gegen Stiche schützen.

Usutu-Virus in Deutschland

Nach Aussage von Schmidt-Chanasit können Infektionen durch das West-Nil-Virus auch in Deutschland und anderen Ländern Europas auftreten. „Eng verwandt“ mit dem West-Nil-Virus sei das sogenannte Usutu-Virus, das ebenfalls durch Mücken übertragen wird und seit einigen Jahren in mitteleuropäischen Ländern wie Deutschland, aber auch in den Niederlanden und Belgien verbreitet sei. Neben Vögeln, vorrangig Amseln, können sich auch Menschen infizieren. „Die Symptome sind die gleichen wie bei einer Infektion durch das West-Nil-Virus“, sagt Schmidt-Chanasit.