18. Dezember 2015, 10:05 Uhr |
Lesezeit: 2 Minuten
Hier sind Sport und Kunst die Religion: Eine Kirche im spanischen Llanera wurde zu einem Skatepark umgebaut. Statt Orgel, Altar und Sitzbänken findet man hier eine Halfpipe – und die wohl modernste Deckenmalerei, die man sich für ein Gotteshaus vorstellen kann.
Weihnachten steht vor der Tür – und mit dem Fest der (einmal jährliche) Gang in die Kirche. Dass die Gotteshäuser mit ihren zum Teil uralten Gemäuern, bemalten Fenstergläsern, großen Orgeln und aufwendig verzierten Kanzeln wunderschön sein können, steht außer Frage. Dass sie aber auch komplett anders als für einen Gottesdienst genutzt werden können, beweist die La Iglesia Skate (z. Dt. Skate-Kirche) in Asturien in Spanien.
Bunter können Kirchendecken und -wände kaum bemalt sein. Foto: Luis Vidales/Red Bull Content Pool
Inmitten der mehr als 100 Jahre alten Kirche Santa Barbara in Llanera, wo früher Sitzbänke und Altar standen, steht heute eine Halfpipe. Die Vereinigung Church Brigade hatte das ehemalige Gotteshaus gekauft und es für den neuen Zweck gestaltet.
Für die farbenfrohe Verzierung von Wänden, Wölbungen und Decke des „Kaos Temple“, wie der Ort auch genannt wird, war der spanische Streetart-Künstler Okuda San Miguel verantwortlich. Der sagt: „Es ist wie meine persönliche Sixtinische Kapelle.” Statt Fresken mit Heiligenfiguren findet man jetzt zum Beispiel einen Totenkopf und einen Bär aus bunten grafischen Formen an der Decke.
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Besonders schön wirken die Farben durch das durch die Fenster einfallende Licht – was dem Ort trotz seiner neuen Nutzung immer noch eine gewisse Mystik verleiht.
Licht scheint durch das Fenster auf die Halfpipe. Foto: Luis Vidales/Red Bull Content Pool
Der Umbau zum Skatepark fand schon vor vielen Wochen statt, wie Fotos auf Instagram zeigen. Neu sind allerdings die Deckenmalereien, die in Kooperation mit Red Bull entstanden. Am 9. Dezember wurde der kunterbunte Kirchen-Skatepark schließlich eröffnet.
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Etwas enttäuschend ist für alle Skate-Fans: Die umgenutzte Kirche ist nicht generell für die Öffentlichkeit zugänglich. Allerdings kann über die Webseite ein Besichtigungstermin vereinbart werden.
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