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Thailand will Touristen-Steuer einführen

Thailands Regierung plant, eine Touristen-Steuer einzuführen – das müssen Reisende jetzt beachten
Thailands Regierung plant, eine Touristen-Steuer einzuführen – das müssen Reisende jetzt beachten Foto: Getty Images
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TRAVELBOOK Redaktion

6. Oktober 2025, 17:02 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Seit Jahren wurde sie geplant, verschoben und heftig diskutiert – jetzt schreitet Thailands Regierung zur Tat: Wie BILD berichtet, soll eine Touristen-Steuer für ausländische Besucher eingeführt werden. Was lange blockiert war, könnte bald Realität werden – mit spürbaren Folgen für Urlauber.

Tourismusminister will Gebühr durchsetzen

Der neue thailändische Minister für Tourismus und Sport, Atthakorn Sirilatthayakorn, hat angekündigt, die bereits seit Jahren diskutierte Touristen-Steuer in Höhe von 300 Baht (etwa 7,70 Euro) einzuführen. In einer Rede erklärte er, dass die Gebühr bei der Einreise ins Land erhoben werden soll – zunächst für alle ausländischen Reisenden, die per Flugzeug ankommen.

Für Urlauber, die Thailand auf dem Land- oder Seeweg betreten, könnte ein ermäßigter Satz von 150 Baht gelten. Diese Regelung ist jedoch bisher nicht final. TRAVELBOOK berichtete bereits über ein neu eingeführtes digitales Einreiseformular und die Ankündigung der Touristen-Steuer ab Ende des Jahres 2025.

Bereits 2020 erstmals auf dem Tisch

Die Idee einer Touristen-Gebühr ist nicht neu: Schon im Jahr 2020 schlug Thailands Regierung sie erstmals vor. Im Februar 2023 genehmigte das thailändische Kabinett den Antrag. Dennoch wurde die Einführung damals gestoppt. Grund waren laut Berichten Bedenken in der Reisebranche sowie die Sorge vor negativen Reaktionen in sozialen Medien.

Eine schlecht organisierte Umsetzung könnte zu langen Wartezeiten an Grenzstationen führen und Reisende durch komplizierte Bezahlvorgänge abschrecken. Besonders preisbewusste Zielgruppen wie Rucksackreisende oder Kurzurlauber wären betroffen. Fachleute sehen zudem die Gefahr, dass hohe Verwaltungskosten große Teile der Einnahmen verschlingen.

Einnahmen sollen touristischer Infrastruktur zugutekommen

Das Tourismusministerium möchte die Einnahmen gezielt investieren – etwa in den Ausbau von Infrastruktur, sanitäre Anlagen, sichere Wege, Sicherheitsdienste sowie Schutzmaßnahmen an stark besuchten Orten. Auch bisher weniger erschlossene Regionen sollen davon profitieren.

Die Regierung plant, einen Teil der Einnahmen in eine Versicherung zu investieren, die Urlauber im Notfall absichert: Im Todesfall zahlt sie bis zu 1,5 Millionen Baht (rund 39.500 Euro) aus, bei Verletzungen bis zu 500.000 Baht.

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Digitale Erhebung geplant

Die Gebühr soll über die digitale „Thailand Digital Arrival Card“ eingezogen werden. Dieses System ist seit dem 1. März dieses Jahres im Einsatz. Die Zahlung erfolgt entweder per App, über eine Website oder gemeinsam mit dem Flugticket.

Kinder unter zwei Jahren, Diplomaten und Transitpassagiere sollen von der Abgabe ausgenommen werden. Für Langzeitaufenthalte von Ausländern wird derzeit über mögliche Befreiungen diskutiert.

Letzter Schritt steht noch aus

Bevor die Abgabe tatsächlich eingeführt werden kann, fehlt allerdings noch ein formeller Schritt: die Veröffentlichung der neuen Regelung im „Royal Thai Government Gazette“, dem offiziellen Amtsblatt der thailändischen Regierung. Erst mit diesem Eintrag erhält die Touristen-Steuer ihre rechtliche Gültigkeit.





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