13. Oktober 2025, 11:36 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Auf einem Kreuzfahrtschiff kommen viele Menschen zusammen. Damit nicht gleich alle Passagiere in heller Aufruhr sind, sollte es mal einen medizinischen Notfall oder Ähnliches geben, verwendet die Crew eine Art Geheimsprache.
Panik und Aufruhr sollen vermieden werden
An der Reling stehen, aufs Meer blicken und den Urlaub genießen – und plötzlich kommt eine Durchsage wie etwa „Mann über Bord“! Unter Umständen kann das für Panik unter den Passagieren sorgen. Aus diesem Grund gibt es Geheimcodes, über die sich die Kreuzfahrt-Crew miteinander verständigt. So soll verhindert werden, dass die Gäste alles mitbekommen und unnötig für Aufregung gesorgt wird. Eine frühere Kreuzfahrtschiff-Mitarbeiterin bestätigt TRAVELBOOK, dass es genau solche Codewörter gibt. So kann sich die Crew untereinander verständigen.
Die Geheimcodes der Kreuzfahrtschiff-Crew
Damit sich die Mitarbeiter eines Kreuzfahrtschiffes schnell und einfach verständigen können – egal, welche Sprache sie sprechen –, gibt es Geheimcodes. Diese können sich je nach Reederei unterscheiden. Folgende Wörter sind allerdings die gängigsten:
Alpha: Wird das Codewort Alpha durchgesagt, dann gibt es in der Regel einen medizinischen Notfall. Die Crew weiß bei der Durchsage, was dann zu tun ist.
Bravo: Hört man den Geheimcode Bravo, dann wird die Kreuzfahrtschiff-Crew darüber informiert, dass an Bord ein Feuer ausgebrochen ist.
Echo: Bei diesem Code gibt es ein Problem mit dem Schiff. Denn er bedeutet, dass das Schiff abtreibt oder es eine Kollision geben könnte.
Kilo: Dieses geheime Codewort ist für die Crew das Signal, dass sie sich bei den Notfallstellen melden muss, um etwa eine mögliche Evakuierung vorzubereiten.
Oscar: Für den Fall, dass ein Passagier über Bord geht, gibt es verschiedene Codewörter. Eines davon ist Oscar.
Operation Bright Star: Traurig, aber auch auf einer Kreuzfahrt durchaus möglich: Diese Durchsage bedeutet, dass es an Bord einen Todesfall gibt.
30-30: Weniger dramatisch, aber natürlich dennoch wichtig für das Kreuzfahrt-Personal, ist diese Ansage. Sie bedeutet, dass das Reinigungsteam einmal anrücken soll, um Dreck zu beseitigen.
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Bei den Codewörtern handelt es sich um die Buchstabierhilfen des NATO-Alphabets. Das ist die internationale Variante, in Deutschland kennt man vor allem das nationale Buchstabieralphabet, in dem Anton für den Buchstaben A steht, Berta für B und so weiter. Beim NATO-Alphabet steht das A für Alpha, das B für Bravo und so weiter. Die Erklärung, warum auf Kreuzfahrtschiffen ausgerechnet diese Codes verwendet werden, ist einfach: Die Crewmitglieder kommen meist aus vielen verschiedenen Nationen – und so können sie sich am besten verständigen.