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Aktuelle Auswertung

Das sind die attraktivsten Städte der Welt

attraktivste Städte, Osaka
Diese Stadt liegt im Hinblick auf ihre Attraktivität im Ranking weit vorn Foto: Getty Images/ zetter
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Co-Redaktionsleiterin

6. August 2026, 13:56 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Was macht eine Stadt wirklich attraktiv? Sind es berühmte Sehenswürdigkeiten, spektakuläre Architektur oder besondere Erlebnisse vor Ort? Ein internationales Forscherteam ist dieser Frage nachgegangen und hat ein Ranking der attraktivsten Städte der Welt für das Jahr 2026 erstellt. Dabei landet eine Metropole an der Spitze, die seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Reisezielen überhaupt zählt.

Der Global Tourism City Attractiveness Index 2026, erstellt vom koreanischen Marktforschungsinstitut Yanolja Research gemeinsam mit der US-amerikanischen Purdue University und der Kyung Hee University in Seoul, wertete Online-Beiträge von Reisenden zu über 200 Städten weltweit aus. Dafür wurden Social-Media-Beiträge auf Plattformen wie Facebook, Instagram und X in 14 verschiedenen Sprachen analysiert. Die Bewertung basiert auf den Bereichen Landschaft, Kultur, Erlebnisse und Gastfreundschaft.

New York führt das Ranking an

Den ersten Platz belegt New York. Die US-Metropole punktet vor allem mit ihrer enormen internationalen Bekanntheit und der positiven Wahrnehmung vieler Besucher. Auf Rang zwei folgt Paris, das seit Jahren zu den meistbesuchten Städten der Welt zählt.

Japan konnte sich gleich mehrfach in den Top Ten platzieren: Osaka und Kyoto schaffen es auf die Plätze drei und vier. Dahinter folgen Seoul, London, Rom, Bangkok, Okinawa und Chicago.

attraktivste Städte
New York liegt auf Platz 1 des Rankings Foto: Getty Images

Bekanntheit und Beliebtheit fließen gleichermaßen ein

Für das Ranking wurden zwei Faktoren berücksichtigt. Zum einen die weltweite Bekanntheit einer Stadt, zum anderen die Stimmung und die Erfahrungen, die Reisende mit ihr verbinden. Beide Kategorien wurden gleich gewichtet. Nach Angaben der Studienautoren soll das Ranking damit weniger zeigen, welche Städte die meisten Besucher anziehen, sondern vielmehr, welche Reiseziele bei Touristen besonders positive Erinnerungen hinterlassen.

Interessant ist dabei, dass sich die Reihenfolge verändert, wenn ausschließlich die Attraktivität betrachtet wird. In dieser Wertung liegen Osaka (großes Foto oben) und Kyoto vor New York. Die beiden japanischen Städte erhalten besonders viele positive Bewertungen von Reisenden und schneiden damit sogar besser ab als die amerikanische Millionenmetropole.

Deutschland schneidet im Attraktivitäts-Ranking nicht sonderlich gut ab. Die einzige deutsche Stadt in den Top 50 ist Berlin (Platz 41). Auf Platz 60 liegt München, und weit abgeschlagen folgen Köln (111), Frankfurt (113) und Hamburg (117).

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Die Top 10 der attraktivsten Städte 2026

  1. New York, USA
  2. Paris, Frankreich
  3. Osaka, Japan
  4. Kyoto, Japan
  5. Seoul, Südkorea
  6. London, Großbritannien
  7. Rom, Italien
  8. Bangkok, Thailand
  9. Okinawa, Japan
  10. Chicago, USA

Kritik an der Methodik

Die Ergebnisse basieren ausschließlich auf der Auswertung von sozialen Netzwerken und Online-Plattformen. Reisende, die wenig oder gar keine Inhalte im Internet veröffentlichen, werden dadurch kaum berücksichtigt.

Zudem können besonders bekannte Städte von ihrer starken Online-Präsenz profitieren. Metropolen wie New York, Paris oder London werden deutlich häufiger erwähnt als kleinere Reiseziele, was ihre Sichtbarkeit im Ranking erhöhen kann. Auch die Nutzerstruktur sozialer Netzwerke unterscheidet sich regional erheblich. In manchen Ländern werden Plattformen wie Instagram oder X deutlich intensiver genutzt als in anderen.

Hinzu kommt, dass positive Beiträge in sozialen Medien nicht zwangsläufig die tatsächliche Qualität eines Reiseziels widerspiegeln. Nutzer teilen häufig besonders schöne oder außergewöhnliche Erlebnisse, während negative Erfahrungen seltener veröffentlicht werden. Das Ranking misst daher vor allem die öffentliche Wahrnehmung und die digitale Begeisterung für eine Stadt, weniger jedoch objektive Faktoren wie Sicherheit, Preisniveau, Infrastruktur oder Nachhaltigkeit.

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