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Castel Gandolfo

Diese italienische Stadt ist der Urlaubsort der Päpste

In Castel Gandolfo verbringen die Päpste ihren Urlaub
In Castel Gandolfo verbringen die Päpste ihren Urlaub Foto: Getty Images
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Sarah Bachmann
Volontärin

15. August 2025, 14:01 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Wer seinen Urlaub einmal ganz in der Nähe des Papstes verbringen möchte, hat in Castel Gandolfo gute Chancen. Über vier Jahrhunderte lang war die italienische Stadt der klassische Urlaubsort der Päpste – und ist es auch 2025 wieder. TRAVELBOOK stellt die schönsten Orte der italienischen Stadt vor.

Erst in dieser Woche hat Papst Leo XIV. angekündigt, sich eine Auszeit in der päpstlichen Sommerresidenz zu gönnen. Direkt am Ufer des Albaner Sees und nur unweit der italienischen Hauptstadt gelegen, ist der 8.500-Einwohner-Ort Castel Gandolfo nicht nur bei religiösen Besuchern ein beliebtes Ziel.

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Castel de Gandolfo als Sommerresidenz der Päpste

Castel Gandolfo hat als Urlaubsort der Päpste bereits eine lange Geschichte. So verbrachte bereits im 17. Jahrhundert der erste Papst, Urban VIII., seine sommerliche Auszeit in der italienischen Stadt. Dabei wurde der Ort vor allem für seine Lage zwischen den Albaner Bergen und dem Albaner See geschätzt. Zugleich muss der Pontifex keine weite Reise auf sich nehmen: Der Ort liegt nur rund 25 Minuten von Rom entfernt.

Ursprünglich diente Castel Gandolfo während der Antike als römische Kaiserresidenz und wurde im Mittelalter zur Burg zweier Adelsfamilien. 1596 fiel das Anwesen wegen unbezahlter Schulden an den Vatikan. Knapp drei Jahrzehnte später ließ Papst Urban VIII. es zu einem barocken Palast ausbauen und nutzte diesen fortan als Sommerresidenz. Nach einer Pause unter Papst Franziskus kehrt Papst Leo XIV. im Jahr 2025 wieder dorthin zurück.

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Apostolischer Palast

Der Apostolische Palast liegt im historischen Zentrum von Castel Gandolfo, direkt an der Piazza della Libertà, und gilt traditionell als offizielle Sommerresidenz des Papstes. Hier befanden sich einst sowohl Wohn- als auch verschiedene Arbeitsräume des katholischen Kirchenoberhaupts. Seit 2016 lässt sich der zuvor für die Öffentlichkeit geschlossene Palast allerdings auch besuchen. So wurden einige der ehemaligen Gemächer während der Amtszeit von Papst Franziskus für Besucher geöffnet. Neben den Schlafzimmern können laut dem Portal „Walks inside Rome“ auch die Privatkapelle des Papstes und die Galerie der Papstporträts besichtigt werden. Papst Leo XIV. selbst wird diesen Sommer nicht im Apostolischen Palast wohnen, sondern sich in der nahegelegenen Villa Barberini auf dem Gelände aufhalten, wie „Vatican News“ berichtet.

Castel de Gandolfo
Die Sommerresidenz des Papstes liegt im Zentrum von Castel Gandolfo Foto: picture alliance / Hans Lucas

Lago Albano

Ein weiterer Ort, der in Castel Gandolfo nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist der Albaner See, auch Lago Albano genannt. Der rund 170 Meter tiefe See entstand in dem Krater eines erloschenen Vulkans der Albaner Berge. Am Ufer des etwa drei Kilometer langen Gewässers finden sich nicht nur kleine Badestellen, sondern auch verschiedene Aussichtspunkte in den umliegenden Hängen, die einen tollen Blick auf den See bieten. Auch einige Restaurants und Cafés liegen direkt am Wasser. Über einen kleinen Uferweg unterhalb der Altstadt gelangt man zudem zu weniger frequentierten Badestellen und Angelplätzen. Allerdings ist der See nicht immer uneingeschränkt zum Baden geeignet: Da er laut ADAC keinen natürlichen Zufluss besitzt, kann sich seine Wasserqualität saisonal verändern.

Castel de Gandolfo
Das Ufer des Lago Albano bietet die Gelegenheit zum Wandern, Baden oder Entspannen Foto: Getty Images

Barberini-Gärten

Wer eine Vorliebe für botanische Gärten hat, kann den Barberini-Gärten (Giardini di Villa Barberini) einen Besuch abstatten. Sie sind Teil der päpstlichen Sommerresidenz und im Rahmen geführter Touren über das Gelände zugänglich. Auf rund 55 Hektar Fläche finden sich hier laut der Website „Musei Vaticani“ verschiedene Themenbereiche wie der Magnoliengarten, der Rosenweg, der Weg der aromatischen Kräuter, der Nymphenweg, der Eichenplatz und der Belvedere-Garten. Zugleich gibt es in den Gärten nicht nur Pflanzen, sondern auch zahlreiche archäologische Ruinenreste, darunter ein antikes Theater und den Kryptoportikus, einen unterirdischen Gewölbegang.

Castel de Gandolfo
Die Barberini-Gärten sind Teil des weitläufigen Geländes der päpstlichen Sommerresidenz Foto: picture alliance / Hans Lucas

Anreise nach Castel de Gandolfo

Von Deutschland aus gelangt man am einfachsten per Flugzeug nach Rom-Fiumicino oder Rom-Ciampino. Vom Flughafen aus sind es mit dem Auto rund 25 Minuten bis nach Castel Gandolfo. Alternativ fährt man mit dem Zug zunächst ins Zentrum Roms, meist zum Bahnhof Roma Termini, und von dort mit einem Regionalzug weiter nach Castel Gandolfo.

Man kann auch gut mehrere Tage in Castel Gandolfo verbringen; es gibt dort diverse Hotels und Ferienunterkünfte unterschiedlicher Preisklassen.

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