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Nahe der Ostsee

So schön ist die polnische Hafenstadt Danzig

Blick über das historische Zentrum von Danzig am Ufer der Mottlau
Blick über das historische Zentrum von Danzig am Ufer der Mottlau Foto: Getty Images/pawel.gaul
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Angelika Pickardt
Co-Redaktionsleiterin

30. Oktober 2025, 17:28 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Die polnische Stadt Danzig beeindruckt mit Backsteingotik, prunkvoll verzierten Fassaden, prächtigen Stadtpalästen und einer der größten Kirchen Europas. TRAVELBOOK hat die besten Tipps für die Hafenstadt nahe der Ostsee.

Zentraler Treffpunkt von Danzig ist der Lange Markt mit dem Neptunbrunnen. Die prächtigsten Häuser Danzigs stehen dort. Hier trifft man sich im Sommer zu vielen Festen und vor Weihnachten zum symbolischen Mahl unter der Tanne. Um den Platz gruppieren sich die schönsten Gebäude der Stadt, darunter der Artushof mit seiner leuchtend weißen Fassade. Davor darf Neptun sich seit fast 400 Jahren im Wasser vergnügen. Der zweistöckige Ziegelbau des Altstädtischen Rathauses stammt aus dem Jahr 1587. Im historischen Zentrum befindet sich mit der Marienkirche auch die größte gotische Backsteinkirche der Welt.

Marienkirche Danzig
Die Marienkirche gilt als die größte Backsteinkirche der Welt Foto: Getty Images

Auf dem Königsweg durchs historische Zentrum

Herzstück der sogenannten Rechtstadt ist der Königsweg, der vom Hohen Tor zum Ufer der Mottlau mit dem Krantor führt. Verweilen sollte man in der sogenannten Langen Gasse. Im Erdgeschoss der prächtigen Häuser hatten die reichen Kaufleute ihre Kontore, darüber wohnten die Familien. Im Uphagenhaus beispielsweise fühlt man sich um einige Jahrhunderte zurückversetzt. Neben den originellen Cafés und üblichen Andenkenläden gibt es auch normale kleine Tante-Emma-Läden, in denen man noch das ursprüngliche polnische Lebensgefühl erleben kann. Durch das palastartige Grüne Tor gelangt man vom Langen Markt zum Ufer der Mottlau.

Charakteristisch für die benachbarte Frauengasse sind die Beischläge, terrassenartige Vorbauten, auf denen Bernsteinverkäufer ihre Waren anbieten. Danzig ist der bedeutendste Handelsplatz für das „Gold der Ostsee“. Im Bernsteinmuseum, gelegen im Vortor der Langen Gasse am Kohlenmarkt, erfährt man, wie Bernstein entsteht, wie er gewonnen wird und wie man ihn verarbeitet. Einige atemberaubende Steine mit eingeschlossenen Tieren und Pflanzen sind dort zu sehen.

Danzig
Bernsteinverkäufer bieten Schmuck aus Bernstein zum Verkauf Foto: Getty Images

Wichtige Ereignisse der polnischen Geschichte sind mit Danzig verknüpft. Dazu gehört die Westerplatte, wo 1939 die ersten Schüsse des Zweiten Weltkrieges fielen und den Beginn des Überfalls Nazideutschlands auf Polen markierten. Die Gründung der Gewerkschaft Solidarnosc durch die Arbeiter der Lenin-Werft beendete wiederum die Epoche des real existierenden Sozialismus im ehemaligen Ostblock.

Auf den Spuren von Günter Grass kann man sich durch den Stadtteil Langfuhr bewegen. Das Geburtshaus des Literatur-Nobelpreisträgers findet sich dort ebenso wie eine Skulptur für seinen Blechtrommler Oskar Matzerath. Dörflich wirkt auch der zehn Kilometer entfernte Vorort Oliwa. Dort zieht die gotische Kathedrale die Besucher an. Beliebtes Mitbringsel aus Danzig sind neben Bernstein unter anderem der Gewürzlikör „Danziger Goldwasser“, auf dem kleine Blattgoldflocken schwimmen.

Ausflug an die Ostsee

An Danzig schließt sich das mondäne Seebad Sopot an, das schon in den 1920er Jahren als Rimini des Nordens galt und heute an seine Glanzzeiten anknüpft. Zu beiden Seiten der rund einen halben Kilometer langen hölzernen Seebrücke erstrecken sich goldgelbe Sandstrände, die Promenade säumen schmucke Villen im Stil der Bäderarchitektur. In der Hafenstadt Gdingen, heute Gdynia, finden Architekturbegeisterte zahlreiche funktionalistische Bauten in der Tradition des Bauhauses.

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