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Maó – die schöne Inselhauptstadt von Menorca

Maó
Aussicht vom Parc Rochina auf den Hafen von Menorcas Inselhauptstadt Maó Foto: picture alliance / imageBROKER | Martin Moxter
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Angelika Pickardt
Co-Redaktionsleiterin

22. Oktober 2025, 6:33 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Urlaub auf Menorca, der kleinen Schwester von Mallorca, bietet viel: wunderschöne Strände, Ruhe und Erholung. Und eine sehenswerte Inselhauptstadt namens Maó. TRAVELBOOK verrät, was es dort alles zu entdecken gibt.

Der spanische Name von Menorcas Hauptstadt lautet Mahón. Die Stadt erlebte Mauren, Spanier, Engländer und Franzosen. Das spiegelt sich in der Architektur der Altstadt wider, die sich an den Hügel über dem Hafen schmiegt. Darüber hinaus ist Maó eine moderne Stadt, die mit ihren Geschäften zum Schlendern einlädt.

Warum Maó so britisch wirkt

Gegründet wurde Maó von der Karthagern. Der Legende nach soll ein Bruder des berühmten Hannibal an der Ostküste die ersten Zelte aufgeschlagen haben. Nach dem Zerfall des Weströmischen Reiches eroberten die Mauren 903 die Insel. Erst Alfons III. sicherte die Insel im 13. Jahrhundert dann für die spanische Krone. 1708 hatten die Engländer ein Zwischenspiel auf Menorca. Nach ihnen die Franzosen. Erst 1783 wurde Menorca wieder spanisch.

Die Briten verlegten 1722 die Hauptstadt von Menorca nach Maó. Denn der Ort an der Ostküste verfügt über einen großen, natürlichen Hafen. Die Stadt mit ihren imposanten Bauten liegt auf einem Hügel direkt über dem Hafen. Steile Treppen verbinden die Altstadt mit dem Hafen. In der Altstadt mischen sich katalanische und britische Stilelemente.

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Sehenswürdigkeiten in Maó

Stadttor Pont de Sant Roc

Besonders sehenswert ist die Altstadt von Maó. Man sollte sie durch das alte Stadttor Pont de Sant Roc betreten. Entlang der Carrer Isabell II. kommen Spaziergänger an vielen schönen alten Gebäuden, vornehmlich aus dem 18. Jahrhundert, vorbei. Die Straße führt direkt zum Rathaus und zur Kathedrale.

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Die Kathedrale Santa Maria

Die einschiffige Hallenkirche wurde auf Fundamenten eines gotischen Gotteshauses aus dem 8. Jahrhundert errichtet. Erst im 18. Jahrhundert erhielt die Kathedrale ihre heutige Gestalt. Sehenswert ist vor allem die Orgel von 1809. Sie zählt mit 3120 Pfeifen zu den größten Europas. Von Juni bis Oktober gibt es täglich außer sonntags um 11 Uhr Orgelkonzerte.

Rathaus mit Londoner Uhr

Fast neben der Kathedrale befindet sich das Rathaus von Maó. Der heute noch erhaltene Teil stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist englisch angehaucht. Die Turmuhr stammt direkt aus London. Sehenswert sind im Rathaus einige Gemälde.

Einkaufen im ehemaligen Kloster

In der Nähe der Kirche Nuestra Senora des Carmen wurde ein ehemaliges Kloster zu einem Einkaufszentrum mit Supermarkt und zahlreichen Geschäften umfunktioniert. Im einstigen Kreuzgang liegen Geschäfte und Cafés. Über dem westlichen Kreuzgang befindet sich das stadtgeschichtliche Museum Colleccio Hernandez Mora.

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Der Hafen von Maó

Nicht verpassen sollte man eine Rundfahrt im Hafen von Maó. Er ist der größte Naturhafen des Mittelmeeres. Während der Sommersaison gibt es regelmäßig Hafenrundfahrten. Im Winterhalbjahr dagegen nur für Gruppen per Anmeldung.

Fort Marlborough

Die Festung Marlborough oberhalb des Ortes Cala de Sant Esteve auf der südlichen Seite von Maó besteht aus drei Teilen. Wie der Name schon andeutet, ist sie englischen Ursprungs. Als die Engländer auf Menorca herrschten, bauten Sir John Churchill, Duke of Malborough, zwischen 1710 und 1726 das Fort. Das Fort sitzt an einer strategisch wichtigen Stelle und diente der Kontrolle des wichtigen Hafens von Maó. Das Fort wurde fast vollständig aus dem Fels herausgeschlagen. Auf der Anlage sind Reste des Vorgängerbaus Castillo de Sant Felip zu sehen sowie vom Torre Stuart. Im Fort ist ein Museum untergebracht, das die Geschichte des Forts im 18. Jahrhundert darstellt.

Die Festung La Mola

Während das Fort Marlborough auf der südlichen Seite des Hafens liegt, erstreckt sich auf dem nördlichen Teil der Hafeneinfahrt die gewaltige Festungsanlage La Mola. Von Isabella II. Mitte des 19. Jahrhunderts in Auftrag gegeben, war die Festung technisch schon längst überholt, als sie 1875 fertiggestellt war. Die Festung am Hafen von Maó verfügt über ein unterirdisches Gangsystem, das bis in die 1960er-Jahre als Gefängnis diente. Die Anlage kann bei Führungen besichtigt werden. Inzwischen ist die Festung auch ein Platz, an dem Vogelkundler im Frühjahr und Herbst die Zugvögel beobachten.

Blick über die Festungsanlage La Mola
Blick über die Festungsanlage La Mola Foto: Getty Images

Der Maó Express

Eine kleine Bimmelbahn auf Rädern fährt zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt Maó. Abfahrt ist am Placa del Esplanada. Die Fahrt dauert etwa 50 Minuten. Karten kosten 6, ermäßigt 5 Euro.

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