23. Januar 2026, 17:15 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Weltweit gibt es zahlreiche Reiseziele, die viele Touristen auf ihrer Bucket List haben. Doch welche Länder verzeichnen tatsächlich immer mehr Urlauber? Die Welttourismusorganisation hat ein Ranking mit den am schnellsten wachsenden Reisezielen in Europa und weltweit veröffentlicht. TRAVELBOOK stellt den Bericht vor.
Weltweit machen immer mehr Menschen Urlaub. Das zeigt der aktuelle Bericht der Welttourismusorganisation. Demnach stieg die Zahl der internationalen Touristenankünfte (gemeint sind Übernachtungsgäste) im Jahr 2025 um vier Prozent. Demnach wurden im vergangenen Jahr weltweit etwa 1,52 Milliarden internationale Touristen gezählt – fast 60 Millionen mehr als noch 2024.
Die Top Ten der am schnellsten wachsenden Reiseziele
Doch welche Reiseziele wachsen jetzt am schnellsten bzw. verzeichnen das größte Plus bei Touristen? Die folgende Liste zeigt die Top Ten der Reiseziele mit dem größten Zuwachs bei internationalen Ankünften 2025 im Vergleich zu 2024:
- Brasilien, + 37 Prozent
- Bhutan, + 30 Prozent
- Island, + 29 Prozent
- Guyana, + 24 Prozent
- Ägypten, + 20 Prozent
- Südafrika, + 19 Prozent
- Japan und Sri Lanka, + 17 Prozent
- Südkorea, + 15 Prozent
- Marokko, + 14 Prozent
- Curaçao, + 13 Prozent
Auffällig: Island ist das einzige Land in Europa in der Top-Ten-Liste, das einen deutlichen Zuwachs verzeichnet.
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Mehr Touristen in Europa
Im Bericht der Welttourismusorganisation wird auch weltweit nach Kontinenten und Regionen unterteilt. Europa, als weltweit größte Reisezielregion, verzeichnete demnach 2025 rund 793 Millionen internationale Besucher – ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach Amerika zog es im vergangenen Jahr mit einem Wachstum von einem Prozent etwa genauso viele Touristen wie 2024. Allerdings fielen die Ergebnisse je nach Region recht unterschiedlich aus, heißt es.
Afrika kann dagegen eine deutliche Steigerung von rund acht Prozent verzeichnen, mit starken Werten in Nordafrika. Asien und die Pazifik-Region werden im Bericht zusammengefasst. Im Vergleich zu 2024 gab es insgesamt rund sechs Prozent mehr internationale Ankünfte. Im Mittleren Osten waren es rund drei Prozent.
Spannungen und Konflikte könnten Reisen belasten
Dem Bericht zufolge rechnet man auch im aktuellen Jahr mit einem weltweiten Plus bei internationalen Ankünften von etwa drei bis vier Prozent – vorausgesetzt, die globalen wirtschaftlichen Bedingungen bleiben günstig. Doch die Welttourismusorganisation weist auch darauf hin, dass geopolitische Spannungen und andauernde Konflikte 2026 erhebliche Risiken für den Tourismus darstellen.
Während es für die Weltwirtschaft positive Aussichten gebe und niedrigere Ölpreise die Tourismusentwicklung in diesem Jahr begünstigen könnten, könnte es auch große Belastungen geben. Unsicherheiten aufgrund von Handelsspannungen, Klimaveränderungen oder die bereits erwähnten anhaltenden Konflikte könnten das Vertrauen ins Reisen belasten, heißt es.