12. März 2026, 13:48 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Müllprobleme gehören auf Bali seit geraumer Zeit dazu. Gerade zur Monsunzeit verschlimmert sich das Problem auf der indonesischen Insel zusehends. Ein Ort, der besonders vom Abfall betroffen ist, ist der Kedonganan Beach im Südwesten der Insel.
Plastikwellen und Müllberge so weit das Auge reicht. Der balinesische Kedonganan Beach ist zu dieser Jahreszeit kaum wiederzuerkennen. Statt der gewohnten feinen Sandmengen am badewannenwarmen Wasser des Indischen Ozeans tummeln sich tonnenweise Plastikflaschen, Tüten, Verpackungsmaterialien und anderer Unrat an dem beliebten Strand der Urlaubsregion Kuta im Südwesten Balis.
Müllmassen an beliebten Badeorten
Während der Monsunzeit zwischen November und April/ Mai spülen hohe Wellen den Unrat mithilfe von Strömungen und Winden an die Küsten Balis. Zwischen 30 und 60 Tonnen Müll kommen so täglich an den Stränden an, wie der Schweizer „Blick“ schreibt, der sich auf die lokalen Umweltbehörden beruft. Die „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“ berichtet von „immer heftigeren ‚Plastikwellen’“, die die Müllmassen an den Strand tragen.
Von den riesigen Mengen an Abfall betroffen sind neben der flughafennahen Jimbaran Bay und ihrem Kedonganan Beach auch die Strände vieler anderer beliebter Badeorte, wie etwa die nördlicher gelegenen Strände Kutas, Seminyaks und Legians. Der Müll stammt von der Insel selbst, aus anderen Teilen Indonesiens sowie Südostasiens. Die Gründe liegen neben den hohen Mengen an Plastikmüll auch in der fehlenden Infrastruktur und einem fehlenden Umweltbewusstsein in der Bevölkerung. Laut einem Bericht der Wissenschaftsmagazins Scinexx von 2024 ist Indonesien der drittgrößte Plastikverschmutzer der Welt (nach Indien und Nigeria) mit 3,4 Millionen Tonnen Makroplastik jährlich.
Initiativen gegen den Müll
Die balinesischen Behörden wie auch private Initiativen finden sich regelmäßig zusammen, um die Strände zu reinigen. Mitunter beteiligen sich Tausende an dem Kampf gegen den Müll, der jedoch kaum zu gewinnen ist.
Neben den aktiven Strandreinigungen vor Ort setzt sich die indonesische Regierung auch seit geraumer Zeit mit strengeren Vorgaben gegen die Flut an Plastikmüll zur Wehr. So ist etwa seit 2019 Einwegplastik, wie zum Beispiel Plastiktüten und -strohhalme, auf Bali verboten. Auch Umweltinitiativen, die etwa zum Recycling und zur Mülltrennung anregen, sind auf der Insel aktiv. So soll der Müll insgesamt auf Dauer reduziert und Balis Strände vor derartigen Müllbergen geschützt werden.