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T-Rex-Felsen

Illegales Bauprojekt an beliebtem Fotospot auf Bali wird wieder abgerissen

T-Rex Felsen Bali illegales Bauprojekt
Am T-Rex-Felsen sollte ein Glasaufzug gebaut werden – die illegalen Arbeiten wurden gestoppt und sollen nun rückgängig gemacht werden Foto: picture alliance/dpa | Putu Utami
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Sarah Bachmann
Volontärin

24. November 2025, 11:57 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Weltweit gibt es einige Naturreiseziele, die mit ihrem beeindruckenden Aussehen begeistern und zu den beliebtesten Fotospots zählen. Dazu gehört auch die markante Felsenformation am Kelingking Beach in Indonesien, die als „T-Rex-Felsen“ bekannt ist. Zuletzt sorgte ein illegales Bauprojekt für Ärger, das eigentlich den Besuchern zugutekommen sollte. Jetzt ist klar: Die Arbeiten werden wieder rückgängig gemacht! TRAVELBOOK erklärt die Hintergründe.

Einige dürften ihn kennen: Auf der indonesischen Insel Nusa Penida, rund 25 Kilometer von Bali entfernt, liegt am Kelingking Beach das sogenannte „Cap de T-Rex“. Die Felsenformation erinnert mit etwas Fantasie, besonders aus der Vogelperspektive, an den Kopf eines Urzeittiers. Obwohl die Insel nur per Boot erreichbar ist, gilt sie längst nicht mehr als Geheimtipp und zieht inzwischen täglich zahlreiche Besucher an. Wer derzeit einen Ausflug ins Paradies macht, wird jedoch schnell bemerken, dass neben dem berühmten Felsen plötzlich etwas Neues ins Auge fällt.

Baugerüst statt Naturidylle

Normalerweise führt der Weg zum angeblich schönsten Strand der Insel steil die Klippen hinunter. Rund 45 Minuten dauert der Abstieg über schmale Pfade, auf denen ein paar Äste und Seile als provisorische Halteseile dienen. Ohne festes Schuhwerk ist dieser Trip kaum zu schaffen. Doch genau das sollte sich ändern: Direkt neben dem berühmten Felsen steht aktuell ein Baugerüst für einen 182 Meter hohen Glaslift. Gebaut wurde er laut Angaben von „Travelnews“ von einem chinesischen Entwickler, der damit den Zugang zum Strand erleichtern wollte.

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Heftige Kritik an Bauprojekt

Doch das Bauprojekt an der berühmten Aussichtsklippe sorgte sowohl unter den Inselbewohnern als auch in den sozialen Medien für Aufruhr. Der verantwortlichen Baufirma wurde vorgeworfen, das Landschaftsbild zu beeinträchtigen und wenig Rücksicht auf die Natur zu nehmen. Ein Anwohner sagte gegenüber der „Bali Sun“: „Es ist schade, dass die schöne Aussicht auf den Kelingking Beach durch das Liftprojekt zerstört wurde.“ Auch in den sozialen Medien äußerten sich viele enttäuscht. Unter einem Instagram-Post, der den Aufzug zeigt, kommentierten Nutzer etwa: „Ich bin froh, dass ich vor zehn Jahren dort war und nicht mehr zurückkomme“ oder „Was denken die sich nur?“. In einem weiteren Beitrag hieß es: „Ich bin so untröstlich, das zu sehen“ und „Kämpfe niemals gegen die Natur […]“.

Auch der Umweltschutz spielte bei der Kritik eine große Rolle. Die Küste von Nusa Penida besteht größtenteils aus porösem Sandstein und ist daher besonders anfällig für Erosion und Felsabbrüche. Ein Bauprojekt wie der 182 Meter hohe Glaslift könnte die natürliche Stabilität der Klippen zusätzlich gefährden. Werden Fundamente oder Stützen in den Fels gebohrt, kann das Gestein weiter geschwächt werden, sodass die Erosionsgefahr weiter steigt.

Laut „BBC“ soll das rund 12 Millionen US-Dollar teure Projekt zudem ohne ausreichende Genehmigungen umgesetzt worden sein – ein wichtiges Dokument wurde demnach bislang nicht eingereicht. Auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung soll es bisher nicht geben.

Nach dem Baustopp folgt der Abriss

Nach Wochen hitziger Diskussionen und einem zwischenzeitlichen Baustopp ist nun klar: Das Bauprojekt wird nicht fertiggestellt, es wird keinen Glasaufzug geben, der Besucher direkt runter zum Strand bringt. Balis Gouverneur I Wayan Koster hat laut „Travelnews“ angeordnet, dass das halbfertige Projekt wieder abgerissen werden muss. Als Grund werden Verstöße gegen Umwelt- und Bauvorschriften genannt.

Etwa 70 Prozent des Stahlgerüsts standen zum Zeitpunkt des Baustopps bereits – jetzt hat die Betreiberfirma sechs Monate Zeit, um alles wieder zu entfernen. Anschließend soll dann innerhalb von drei Monaten das Gelände wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden. Sollte diese Frist nicht eingehalten werden, will die Provinzregierung selbst eingreifen. Der Gouverneur betonte nach der Verkündung der Entscheidung, dass das kein Zeichen für Investitionsfeindlichkeit sei. Vielmehr sei es Teil einer umfassenden Strategie zum Schutz der Natur und der kulturellen Werte Balis.

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