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Wo der Herbsturlaub jetzt noch günstig ist – und wo nicht

Ostsee Reisetipps Swinemünde: Strandkörbe am Ostseestrand
Über insgesamt 44 Inseln erstreckt sich die polnische Stadt Swinemünde. Eine Übernachtung ist dort in den Herbstferien noch vergleichsweise günstig. Foto: Getty Images
Silke Hümmer Redakteurin

10. September 2026, 14:27 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Die Sommerferien sind vorbei, doch viele planen bereits die nächste Auszeit. Wer in den Herbstferien verreisen möchte, sollte bei der Wahl des Reiseziels besonders genau rechnen. Denn nicht die Ferienzeit allein entscheidet über die Kosten, sondern vor allem der Ort. Eine aktuelle Auswertung zeigt teils enorme Preisunterschiede bei Ferienunterkünften.

Für die Analyse hat das Ferienhausportal „Holidu“ die Unterkunftspreise in den 50 beliebtesten europäischen Reisezielen untersucht. Das Ergebnis: Vor allem große Städte lassen die Urlaubskasse schnell schrumpfen.

Städte treiben die Preise nach oben

An der Spitze steht Paris. Dort kostet eine Ferienwohnung im Durchschnitt 386 Euro pro Nacht. Dahinter folgt Amsterdam mit durchschnittlich 337 Euro. Deutlich günstiger fällt ein Aufenthalt im spanischen Málaga aus, wo Reisende im Schnitt 164 Euro pro Nacht zahlen.

Während klassische Urlaubsregionen in den Herbstferien vielerorts vergleichsweise erschwinglich bleiben, verlangen europäische Metropolen die höchsten Übernachtungspreise. Wer auf Sonne und milde Temperaturen setzt, findet in Südeuropa häufig deutlich günstigere Alternativen.

Mallorca in den Herbstferien deutlich teurer

Mit durchschnittlich 248 Euro pro Nacht belegt Mallorca Rang drei der teuersten Reiseziele im Vergleich. Andere beliebte Mittelmeer- und Atlantikinseln liegen zum Teil erheblich darunter.

Auf Sizilien werden im Schnitt 116 Euro pro Nacht fällig. Fuerteventura kommt auf 123 Euro, Sardinien auf 124 Euro, Teneriffa auf 135 Euro, Kreta auf 140 Euro und Rhodos auf 159 Euro. Damit kostet eine Unterkunft auf Sizilien weniger als halb so viel wie auf Mallorca.

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Nordseeinseln kosten mehr als das Festland

An den deutschen Küstenregionen auf dem Festland unterscheiden sich die Unterkunftspreise nur geringfügig. In Büsum liegt der Durchschnittspreis bei 113 Euro pro Nacht, in Cuxhaven bei 117 Euro. Für Norddeich werden 122 Euro verlangt, für Kühlungsborn 127 Euro, für Grömitz 128 Euro und für St. Peter-Ording 138 Euro.

Spürbar teurer wird der Urlaub dagegen auf den Nordseeinseln. Auf Sylt kostet eine Unterkunft durchschnittlich 180 Euro pro Nacht. Für Norderney und Borkum werden jeweils 162 Euro fällig.

Die Ostseeinseln bewegen sich dagegen auf dem Preisniveau vieler Festlandsregionen. Rügen kommt auf 129 Euro pro Nacht, Fehmarn auf 128 Euro und Usedom auf 121 Euro.

So lässt sich beim Herbsturlaub sparen

Wer die Reisekosten senken möchte, findet auch innerhalb Deutschlands günstigere Alternativen. Im Bayerischen Wald kostet eine Unterkunft durchschnittlich 106 Euro pro Nacht. Im Harz werden 111 Euro verlangt. Sauerland und Mosel liegen jeweils bei 118 Euro, der Schwarzwald bei 121 Euro.

Auch ein Blick in die Nachbarländer kann sich lohnen. An der polnischen Ostseeküste kostet eine Unterkunft in den Herbstferien durchschnittlich 97 Euro pro Nacht. Im Badeort Swinemünde liegt der Durchschnitt sogar bei lediglich 84 Euro. Zum Vergleich: An der deutschen Ostsee werden durchschnittlich 127 Euro fällig.

Ebenso preiswert zeigt sich die dänische Nordseeküste. Dort zahlen Urlauber durchschnittlich 109 Euro pro Nacht, während deutsche Nordseeregionen bei durchschnittlich 134 Euro liegen.

Zusätzlich sparen können Reisende, wenn sie statt einer Insel eine Unterkunft auf dem Festland buchen. Orte wie Büsum, Cuxhaven oder Norddeich kosten mit 113 bis 122 Euro pro Nacht deutlich weniger als Sylt.

Ein weiterer Vorteil von Ferienhäusern und Ferienwohnungen: Die genannten Preise gelten jeweils für die gesamte Unterkunft. Pro Person und Nacht sind das im Schnitt nur 36,15 Euro. Vor allem für Familien und Gruppen lohnt sich das.

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