29. April 2026, 10:24 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Seien wir mal ehrlich: Die Hälfte aller Dinge, die wir auf eine Reise mitnehmen, brauchen wir im Alltag auch nicht. Um Zeit und Nerven zu sparen, reist unsere Autorin mittlerweile fast ausschließlich mit Handgepäck. Anfangs wusste sie gar nicht, wohin mit all ihren Sachen, aber inzwischen ist ihr klar, wie sie effizient packt und was sie zu Hause lassen kann. Bei TRAVELBOOK verrät sie ihre Tipps.
Wenn man es gewohnt ist, immer viel mitzunehmen, scheint es erstmal schwierig, auf Handgepäck-Reisen umzusteigen. Aus meiner Erfahrung kann ich aber sagen, dass es mir meine Reisen um einiges vereinfacht, wenn ich keinen großen Koffer dabeihabe. Nicht nur spart man sich die Zeit an der Gepäckabgabe und -annahme, sondern muss auch weniger schleppen und hat mehr Platz im Hotelzimmer. Reisen mit dem Handgepäck ist deswegen mein absoluter Gamechanger auf kürzeren Reisen geworden. Hier meine Liste mit Dingen, die ich nie wieder einpacke.
„just-in-case Kleidungsstücke“
Das wohl sperrigste, was in Massen eingepackt wird, sind Klamotten. Natürlich braucht man eine kleine Auswahl und sollte den Reisekleiderschrank auch auf die geplanten Aktivitäten und das Wetter abstimmen. Trotzdem habe ich früher oft alles fünfmal mitgenommen, denn man muss ja auf alle Szenarien vorbereitet sein. Nein, muss man nicht. In den meisten Fällen komme ich mit hauptsächlich ungetragener Kleidung zurück und ärgere mich im Nachhinein, dass ich so viel eingepackt habe. Deswegen werden im Strandurlaub keine Wanderschuhe mehr eingepackt und bei strahlendem Sonnenschein keine Regenjacke. Im absoluten Notfall findet man bestimmt ein nahegelegenes Geschäft, welches einen für den plötzlichen Wetter- oder Aktivitätsumschwung ausrüstet.
Dicke Reiseführer
Vor jeder großen Reise kommt irgendwo ein entsprechender Reiseführer her. Entweder sehen es Freunde und Familie als das perfekte Geschenk oder man fühlt sich selbst unterbewusst dazu verpflichtet, einen Reiseführer zu kaufen. Prinzipiell ist es nicht falsch, sich Inspiration für die kommende Reise zu holen. Für den ersten Geschmack kann ein Reiseführer sinnvoll sein. Ich glaube jedoch, dass die wirklichen Geheimtipps nicht in einem dieser viel zu schweren Hefte zu finden sind. Und im Urlaub selbst braucht man ihn deswegen auch nicht. Vor allem nicht in unserer digitalen Welt. Ob Restaurants, Hotels, Sehenswürdigkeiten oder versteckte Strände – wenn man sie nicht direkt im Browser findet, dann auf Instagram, TikTok und Co. Wer wirklich versuchen möchte, nur noch mit Handgepäck zu reisen, sollte sich von seinem Reiseführer verabschieden und die Möglichkeiten des Internets besser ausnutzen. Eigentlich kauft man sich einen Reiseführer doch nur fürs gute Gewissen, stimmt’s?
„Mini-Alles“
Föhn, Duschgel, Body Lotion, oft sogar Steamer oder Bügelbrett sind eigentlich immer in Hotels oder Airbnbs verfügbar. Das alles kann also guten Gewissens zu Hause gelassen werden. Ja, den geliebten eigenen Föhn oder das besondere Shampoo hätte man gerne dabei, aber nötig ist es nicht. Solche Produkte nehmen nur unnötigen Platz ein, der für Wichtigeres genutzt werden kann. Außerdem darf man im Handgepäck im Flugzeug an den meisten Airports nur Flüssigkeiten von maximal 100 ml pro Behälter mitnehmen. Also kann man es auch gleich zu Hause lassen. Ich nehme mittlerweile nur noch die nötigsten Badartikel mit. So kommt man schon gar nicht in den Stress, alles in Reisegrößen umzufüllen. Und auch der nächste Drogeriemarkt ist bestimmt nicht allzu weit entfernt, falls etwas Wichtiges benötigt wird.
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Reiseapotheke
Zu guter Letzt: Ich nehme keine schwere, sperrige Reiseapotheke mehr mit in den Urlaub. Immer dabei habe ich eine Packung Paracetamol oder Ibuprofen, und den Rest lasse ich zu Hause. Natürlich kommt es ganz darauf an, in welches Land man reist und welche Aktivitäten geplant sind. Der ein oder andere mag vielleicht noch ein paar andere Dinge mitnehmen. Wenn man auf gewisse Medikamente angewiesen ist, muss man diese natürlich einpacken. Mein Tipp: nicht ganze Packungen mitnehmen, sondern nur einzelne Blister und diese in einen kleinen Beutel packen. So kann man Platz sparen und hat trotzdem alles Wichtige zusammen.
Ab jetzt nur noch Handgepäck
Natürlich gibt es Dinge, die auf keiner Reise fehlen dürfen. Wenn ich mir unsicher bin, hilft es mir, mich vor der Reise zu fragen, „habe ich das in den letzten 7 Tagen benutzt?“ Wenn nicht, bleibt es normalerweise zu Hause.
Neben den nötigen Klamotten und Badartikeln habe ich Must-Haves, die ich nicht missen möchte. Bei mir sind es zum Beispiel mein Tagebuch, mein Laptop und ein gutes Buch. Die wichtigsten Gegenstände müssen natürlich mit. Dabei lohnt es sich aber, sich auf drei bis vier wirklich wesentliche Dinge zu begrenzen und den Rest schlau zu packen.