Zum Inhalt springen
logo Deutschlands größtes Online-Reisemagazin
Frankreich News Portugal Alle Themen
In Portugal und Frankreich

Giftquallen-Alarm! Wie Sie sich vor der Portugiesischen Galeere schützen

Die Portugiesische Galeere kann für große Schmerzen beim Menschen sorgen
Die Portugiesische Galeere kann für große Schmerzen beim Menschen sorgen Foto: Getty Images
Artikel teilen
Katharina Regenthal
Redakteurin TRAVELBOOK

5. August 2026, 14:26 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wer in diesen Tagen an den Atlantik reist, sollte vor dem Sprung ins Wasser besonders aufmerksam sein. An mehreren Küstenabschnitten in Portugal und Frankreich sorgen derzeit Sichtungen eines gefährlichen Meeresbewohners für Warnungen und Badeverbote. Wir erklären, warum Behörden zur Vorsicht raten, welche Regionen betroffen sind und was man bei einem Kontakt mit der Portugiesischen Galeere tun sollte.giesischen Galeere tun sollte.

An der französischen Atlantikküste sind laut einem Bericht von „Geo“ in den vergangenen Tagen zahlreiche Portugiesische Galeeren entdeckt worden. Betroffen sind vor allem Küstenabschnitte in der Bretagne, im Baskenland sowie im Département Landes. Als Vorsichtsmaßnahme wurden mehrere Strände mit roten Flaggen gesperrt.

Auch in Portugal haben die Behörden an einigen Küstenorten Badeverbote verhängt. Hintergrund ist die vermehrte Anspülung von Physalia physalis, der Portugiesischen Galeere.

Die zuständigen Stellen warnen eindringlich davor, die Tiere zu berühren. Das gilt sowohl für Exemplare im Wasser als auch für scheinbar tote Portugiesische Galeeren, die am Strand liegen. Urlauber sollen Warnhinweise beachten und insbesondere Kinder im Blick behalten.

Bis zu 50 Meter lange Tentakeln

Portugiesische Galeeren erinnern an Quallen, sind auch verwandt, bilden aber tatsächlich eine eigene Spezies. Und kommt man mit den Nesseltieren in Berührung, ist das teils noch schmerzhafter als bei normalen Quallen. Das Tückische bei den Galeeren ist, dass sie eine bläuliche Färbung haben, aber insgesamt eher durchsichtig sind. So kann man sie im Wasser meist gar nicht oder nur zu spät entdecken.

Ihr Körper, der aus einer mit Gas gefüllten Schwimmblase besteht, kommt auf eine Größe von etwa 10 bis 30 Zentimetern. Die Tentakel können sogar bis zu 50 Meter lang werden.

Kommt man mit den Tentakeln der Portugiesischen Galeere in Kontakt, entstehen rote Striemen auf der Haut, die große Schmerzen verursachen, wie es auf mehreren Websites von Arztpraxen heißt. Schlimmer wird es, wenn das Gift auch mit den Lymphknoten in Berührung kommt. Gesunde Erwachsene haben aber keine weiteren gesundheitlichen Gefahren zu befürchten. Menschen mit angeschlagenem Immunsystem oder Allergiker können dagegen eine Schockwirkung erleiden, die im schlimmsten Fall bis zum Tod führen kann.  

Wunde mit Essig neutralisieren

Kommt man mit den Nesseltieren in Berührung, sollten zunächst die Reste vorsichtig entfernt werden, heißt es auf der Website einer Hautarztpraxis. Die Reste sollte man aber weder anfassen noch abrubbeln, damit nicht weitere Giftentladungen zu befürchten sind. Weiter heißt es, dass man im Gegensatz zu anderen Quallenarten die Wunde nicht mit Meerwasser direkt reinigen sollte. Denn auch dabei könnte das Gift durch bzw. in die Haut geschossen werden. Stattdessen wird zur Neutralisation Essig empfohlen. Ist die Wunde sauber, sollte man zunächst etwas warten und sie dann mit mindestens 45 Grad warmem Wasser ausspülen, um das Gift unschädlich zu machen.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.