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Viele Reiseziele sind Risikogebiete

Was Urlauber bei einem Erdbeben tun sollten!

Einige beliebte Reiseziele sind gleichzeitig Erdbeben-Risikogebiete. Urlauber sollten einige Verhaltensregeln kennen, wenn sie in solche Regionen reisen.
Einige beliebte Reiseziele sind gleichzeitig Erdbeben-Risikogebiete. Urlauber sollten einige Verhaltensregeln kennen, wenn sie in solche Regionen reisen.Foto: Getty Images

Nicht nur an Fernzielen wie Japan oder Kalifornien drohen Erdbeben, auch in Italien oder der Türkei kann es dazu kommen. Was Urlauber für einen solchen Fall wissen sollten.

Erdbeben sind in vielen Erdteilen, etwa in Japan oder Kalifornien, eine ständig drohende Gefahr: In Europa ist besonders Italien gefährdet, aber auch der Balkan oder die Türkei sind Risikogebiete.

Einheimische lernen, wie sie mit der Bedrohung umgehen sollen und sich bei einem Beben schützen. Aber auch Urlauber, die in Risiko-Regionen reisen, sollten wissen, was zu tun ist, wenn die Erde plötzlich bebt. Aus den Tipps des Deutsches Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam für Bewohner solcher Gebiete können sich Touristen einige Tipps ableiten. Zum Beispiel sollte man sich fragen: Wo sind im Hotelzimmer oder der Ferienwohnung geeignete Zufluchtsorte?

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Wo man Schutz suchen sollte

Das kann unter einem stabilen Tisch oder Bett sein. Bebt die Erde, sucht man darunter Schutz und hält sich so lange daran fest, wie die Erschütterung andauert – auch, wenn sich das Möbelstück bewegt.

Ein weiterer Fluchtort kann ein stabiler Türrahmen sein, oder aber man legt sich auf den Boden neben einer tragenden Innenwand und abseits von Außenwänden, Fenstern, Spiegeln, Bildern, schweren Möbeln, Bücherregalen und Kronleuchtern, die eine potentielle Gefahr darstellen können. Dabei sollte man Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen.

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Treffpunkt mit Familie und Reisebegleitung vereinbaren

Das GFZ rät zudem, einen Kommunikationsplan festzulegen, damit alle Familienmitglieder bzw. gemeinsam Reisenden im Notfall wissen, wo sie sich wiedertreffen können, falls sie während des Bebens voneinander getrennt waren und wurden. Idealerweise vereinbart man einen Treffpunkt außerhalb des Katastrophengebietes. Bedenken sollte man, dass die Kommunikation via Internet und Telefon durch Schäden beeinträchtigt sein kann.

Wichtig ist jedoch, im Gebäude zu bleiben, bis die Erschütterungen vorbei sind, auch wenn dies mitunter schwer zu beurteilen ist. Am gefährlichsten sei es, das Gebäude während des Bebens zu verlassen, betonen die Experten. Herabfallende Gegenstände oder Glassplitter sind dann eine Verletzungsgefahr.

Es gibt aber eine Ausnahme: Ist man zum Anfang des Bebens im Erdgeschoss und in der Nähe einer Außentür, die direkt in den Garten oder auf einen offenen Platz führt, dann sollte man hinausgehen. Allerdings darf man wiederum nicht in eine enge Gasse flüchten. Am besten sind Orte, wo die Gefahr durch herabfallende Gegenstände nicht gegeben ist.

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