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Reisepass vor Auslesen schützen? Darum ist Alufolie nicht nötig

Wie kann man den Reisepass vor Datenklau schützen?
Wie kann man den Reisepass vor Datenklau schützen? Foto: Getty Images
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TRAVELBOOK Redaktion

11. Oktober 2026, 8:14 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Im Reisepass stecken zahlreiche persönliche Informationen – nicht nur sichtbar auf der Dokumentenseite, sondern auch digital auf einem Chip. Manche Reisende fürchten deshalb, dass Kriminelle die Daten heimlich auslesen könnten, und greifen sogar zu Alufolie. Doch nach Einschätzung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik ist ein solcher zusätzlicher Schutz nicht erforderlich.

Chip im Reisepass ist gegen heimliches Auslesen geschützt

Name, Geburtsdatum, Passbild und weitere persönliche Daten sind bei Reisepässen und Personalausweisen auch auf einem Chip hinterlegt. Die maschinelle Lesbarkeit der Dokumente kann beispielsweise dafür sorgen, dass Grenzkontrollen schneller ablaufen.

Dass die Informationen per Funk ausgelesen werden können, sorgt bei einigen Reisenden dennoch für Bedenken. Im Internet findet sich deshalb immer wieder die Empfehlung, den Reisepass in Alufolie einzuwickeln. Die Folie soll die elektromagnetischen Signale abschirmen, die zwischen dem Chip und einem Lesegerät ausgetauscht werden.

Nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist das jedoch nicht notwendig. Die Behörde verweist auf die Sicherheitsmechanismen PACE und BAC, die verhindern sollen, dass sich die Chips ohne direkten Zugriff auslesen lassen. Alle Reisepässe und Personalausweise verwenden laut BSI das sogenannte Password Authenticated Connection Establishment (PACE). Das ältere Verfahren Basic Access Control (BAC) wird bei älteren Reisepässen demnach lediglich „aus historischen Kompatibilitätsgründen“ unterstützt.

Beide Sicherheitsmechanismen sorgen laut BSI dafür, dass sich ein Reisepass oder Personalausweis beispielsweise nicht einfach durch eine Jackentasche hindurch auslesen lässt.

RFID-Schutzhülle als Alternative zur Alufolie

Wer sich mit einer zusätzlichen Abschirmung wohler fühlt, muss dafür nicht zur Alufolie aus der Küche greifen. Spezielle RFID-Schutzhüllen sind eine praktischere und langlebigere Möglichkeit, den Pass abzuschirmen.

Einen umfassenden Schutz vor Identitätsdiebstahl bieten allerdings auch solche Hüllen nicht. Das Telekommunikationsportal Teltarif.de weist auf weitere Gefahren hin: „Andere Risiken – etwa der Verlust des Dokuments, ein abfotografierter Pass oder Phishing-Angriffe – werden dadurch nicht beseitigt.“

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