Aktuelle Reisehinweise

Wie gefährlich sind die Philippinen für Urlauber?

Strand auf Palawan, Philippinen
Palawan wurde gerade erst zur schönsten Insel der Welt gewählt – aber wie gefährlich ist es dort?
Foto: Getty Images

Wer eine Reise auf die Philippinen plant, sollte aktuell extrem vorsichtig sein. Denn nicht nur ist es in vielen Regionen des Landes zurzeit nicht sicher, auch ist weiterhin fraglich, wie sich die Coronakrise weiterhin entwicklen wird. Außerdem gilt in manchen Regionen Kriegsrecht, es besteht Entführungsgefahr durch islamistische Terroristen.

Aktuell sind Reisen auf die Philippinen für Urlauber aus Deutschland nicht möglich. Das Auswärtige Amt schreibt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für die Philippinen: „Aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach in die Philippinen weiterhin gewarnt. .“

Gefährliche Regionen der Philippinen

Und wer aktuell eine Reise auf die Philippinen plant, der sollte wissen, welche Regionen gefährlich sind. Nach Angaben des Auswärtigen Amts sind das die folgenden:

  • Zamboanga Peninsula (Region IX)
  • Northern Mindanao (Region X)
  • Davao-Region (Region XI) mit Ausnahme des Stadtgebietes von Davao City
  • Soccsksargen (Region XII)
  • Bangsamoro Autonomous Region in Muslim Mindanao (BARMM)
  • Inseln des Sulu-Archipels
  • Süd-Palawan mit Ausnahme von Puerto Princesa

„Von nicht erforderlichen Reisen in andere Regionen von Mindanao und in der Mindanao-See wird abgeraten“, heißt es auf der Website.

Hinzu kommt eine sehr hohe Kriminalitätsrate. „Es kommt zu Taschendiebstählen, Handtaschenraub z.B. durch Motorradfahrer und verschiedene Betrugsmaschen. Von schweren Gewaltverbrechen sind vor allem Einheimische bedroht, jedoch steigt auch die Zahl von Überfällen auf Ausländer durch organisierte Banden, aber auch durch Einzeltäter. Hiervon ist auch der Autoverkehr und z.B. wartende Fahrzeuge an Ampeln betroffen.“

Erhöhe Kriminalitätsrate und Korruption

Reise-Sicherheitsexperte Sven Leidel hält die Gefährdungs- und Bedrohungslage auf den Philippinen bereits seit geraumer Zeit für hoch. „Neben den vorgenannten Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit einem derzeit hohen Entführungsrisiko zählen des weiteren eine erhöhte Kriminalitätsrate und überdurchschnittlich ausgeprägte Korruption sowie mögliche Demonstrationen, Unruhen und Anschläge von Terrororganisationen und Rebellengruppierungen (z.B. Moro Islamic Liberation Front/MILF, Bangsamoro Islamic Freedom Fighters/BIFF) zum Risikopotential der Philippinen“, sagt Leidel zu TRAVELBOOK.

Der Autor des „Handbuchs Reisesicherheit“ verweist darauf, dass in der Vergangenheit vor allem „weiche Ziele“, die nur schwierig oder gar nicht zu schützen seien, von Anschlägen betroffen gewesen seien. Gemeint sind damit etwa Einkaufszentren, Marktplätze, Sehenswürdigkeiten, Flughäfen und der öffentliche Personennahverkehr sowie Regierungs- und Polizeigebäude.

Sven Leidels Fazit: , wenngleich es in der Tat wunderschön ist und seinen (landschaftlichen) Reiz hat.“

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Gefahr durch aktive Vulkane

Ein weiterer Gefahrenfaktor auf den Philippinen sind die aktiven Vulkane auf den Inseln. Noch im Januar 2018 spuckte der nordwestlich der Stadt Legazpi gelegene Vulkan Mount Mayon tagelang Lava. Wegen der darauf folgenden Aschewolke war der Flugverkehr über den Inseln stark eingeschränkt. Laut dem Auswärtigen Amt ist die Aktivität des Vulkans zwar leicht gesunken, dennoch „kann es jederzeit zu einer Eruption und Ascheregen kommen, die auch im Flugverkehr erneut zu Ausfällen und Sperrungen führen können“.