30. April 2026, 13:58 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Postkarten, Magneten, Souvenirs – es gibt viele Mitbringsel, die man gern aus dem Urlaub mit nach Hause nimmt. Andere hingegen möchte wirklich niemand im Gepäck haben: Bettwanzen. Ein bestimmter Geruch im Hotelzimmer kann ein erstes Warnsignal sein. TRAVELBOOK erklärt, worauf Sie achten sollten – und wann Sie Ihr Gepäck besser gar nicht erst auspacken.
Für viele Reisende sind sie der absolute Albtraum: Bettwanzen. Hat man die lästigen Schädlinge einmal mit nach Hause gebracht, steht der Alltag schnell Kopf. Umso wichtiger ist es, im Hotelzimmer nicht nur genau hinzusehen, sondern auch auf einen ganz bestimmten Geruch zu achten.
Woran Sie Bettwanzen im Hotelzimmer erkennen
Bettwanzen sind weltweit verbreitet und ihr Auftreten hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Meist werden sie eingeschleppt, etwa wenn man sich in befallenen Hotelzimmern oder Wohnungen aufhält. Die bis zu neun Millimeter großen Tiere verstecken sich in Kleidung, Koffern sowie in gebrauchten Möbeln oder Matratzen und reisen so unbemerkt mit.
Um das zu vermeiden, sollten Sie bei der Übernachtung im Hotel oder in einer Ferienunterkunft nicht nur die Augen, sondern auch die Nase einsetzen. Denn Bettwanzen können einen charakteristischen Geruch verursachen. Laut Umweltbundesamt kann ein süßlicher Duft auf einen Befall hindeuten. Häufig wird er auch als mandelartig oder leicht nach Cognac oder überreifen Himbeeren beschrieben. Verursacht wird dieser Geruch durch ein Sekret, das die Tiere zur Kommunikation absondern.
Aber Achtung: Der Geruch tritt in der Regel erst bei einem fortgeschrittenen Befall auf. Bei leichtem Befall fehlt er oft komplett, darauf sollten Sie sich also nicht verlassen. Umso wichtiger ist es, das Zimmer genau zu überprüfen, am besten noch bevor Sie Ihr Gepäck hineinbringen oder auspacken.
Dunkeln Sie den Raum möglichst ab und untersuchen Sie das Bett gezielt mit der Taschenlampe Ihres Handys. Ziehen Sie das Laken ab und leuchten Sie vor allem die Ecken und Nähte der Matratze gründlich aus. Auch Falten und Ritzen sollten Sie im Blick haben, denn dort verstecken sich die Tiere besonders gern. Ist ein Matratzenschoner vorhanden, sollte auch dieser abgenommen und kontrolliert werden. Selbst wenn keine Wanzen zu sehen sind, können kleine Blutflecken auf Bettwäsche oder Matratze ein Hinweis auf einen Befall sein.
Was tun, wenn Bettwanzen gefunden wurden?
Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Zimmer von Bettwanzen befallen ist, informieren Sie umgehend die Rezeption oder den Betreiber der Unterkunft. Auch mögliche Bissstellen sollten dokumentiert und im Zweifel ärztlich abgeklärt werden. Wichtig ist, den Mangel direkt vor Ort zu melden und dem Anbieter die Möglichkeit zur Abhilfe zu geben. Unter diesen Voraussetzungen kann ein Anspruch auf Minderung oder Entschädigung bestehen.
Wer befürchtet, die ungebetenen Gäste mit nach Hause gebracht zu haben, sollte seinen Koffer am besten in der Badewanne oder Dusche auspacken. Anschließend gilt es, den Koffer gründlich zu reinigen und die Kleidung bei mindestens 60 Grad zu waschen.