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Warum Zelten bei Gewitter so gefährlich ist

Zelten Gewitter
Mini-Heim fauf Reisen und Open Airs – aber die Schutzfunktionen eines Zelts sind begrenzt Foto: Getty Images
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TRAVELBOOK Redaktion

31. Juli 2025, 13:13 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Auf dem Musikfestival Wacken sollten Metalfans wegen eines Gewitters ihre Zelte sicherheitshalber verlassen. Warum kann es darin dann so gefährlich werden?

Wenn der Zeltplatz durch Regen eher Matsch statt Platz ist und Blitz und Donner dazukommen, ist das Zelt kein sicherer Ort. Zumal, wenn die Unwetterwarnung schon „Gefahr für Leib und Leben“ bedeutet.

Tatsächlich besteht bei einem Gewitter in einem Zelt kein Schutz vor direktem Blitzeinschlag, so das Fachgremium Blitzschutz und Blitzforschung des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik. 

Zelten bei Gewitter – was Experten raten

Man sollte daher bereits vor dem Gewitter das Zelt verlassen und – wenn möglich – sich in ein Fahrzeug oder ein Gebäude begeben, rät der ADAC in seinem „PinCamp“-Magazin. Sollte das nicht möglich sein, gilt:

  • Zeltwand und Zeltgestänge nicht berühren, auch wenn der Sturm noch so tobt
  • sich in der Zeltmitte – möglichst entfernt vom Zeltgestänge – in Kauerstellung hinhocken
  • auf keinen Fall auf den blanken Boden, sondern möglichst auf die trockene Luftmatratze oder eine Campingliege mit Metallgestänge setzen und dabei das Metall und den Boden nicht berühren
  • „Isomatten“ bieten laut VDE keinen Schutz vor Blitzschlag
  • in das Zelt führende Stromkabel und andere Kabel entfernen
  • Plastikteller oder Gummikapsel an den Gestängefüßen zur besseren Erdung entfernen
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Warum ist Zelten so gefährlich bei Gewitter?

Der Blitz schlägt in das Metallgestänge ein, kann isolierte Bereiche – etwa den Zeltboden – überspringen oder durchdringen und fließt in der Regel ungleichmäßig über die Zeltstangen in den Boden ab. Dabei entstehen im Erdreich rund um die Zeltstangen sogenannte Spannungstrichter, die ein Risiko für Schrittspannung darstellen. 

Zusätzlich besteht für Personen in der Nähe des blitzstromführenden Gestänges Gefahr: Ist der menschliche Körper besser geerdet als die angrenzende Zeltstange, kann ein Funken überspringen und ein Stromfluss durch den Körper ausgelöst werden.

Zelte nie an exponierten Stellen aufschlagen

Die Blitzschutz-Experten des VDE empfehlen Campern außerdem vorbeugend:

  • Zelte, Caravans und Wohnwagen nie an exponierten Stellen aufstellen, zum Beispiel auf Anhöhen, direkt neben Stangen und Masten, am Waldrand oder unter einzeln stehenden Bäumen
  • mindestens drei Meter Abstand zu benachbarten Zelten und Campingwagen halten
  • niemals zwischen Zelten oder Campingwagen metallene Spanndrähte ziehen

Mit Material von dpa

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