14. November 2025, 15:38 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Wer Lust auf einen Caesar Salad hat, wird in der Regel in Restaurants mit US-amerikanischer Küche, manchmal auch in Steakhäusern oder gehobenen Brasserien fündig. Alternativ lässt sich der Römersalat mit seinem speziellen Dressing, den Croûtons und Parmesan auch ganz einfach selbst zubereiten – am besten nach amerikanischem Rezept. Bei diesen Eckdaten dürfte es Sie allerdings überraschen, wo der Salat-Klassiker einst erfunden wurde. Mehr dazu bei TRAVELBOOK.
Römersalat, Eier, Parmesan, Croutons, Worcestershiresauce – übrigens eine Erfindung aus England –, Zitronensaft und Olivenöl: Das sind die Basiszutaten, die man für einen Caesar Salad benötigt. Klassischerweise gehören auch noch Knoblauch, Senf und Sardellen in die Soße. Dazu wird häufig gegrilltes oder kurz gebratenes Fleisch serviert, meist Geflügel, oder nach Geschmack reicht man dazu Garnelen. Caesar Salad gilt heute als Klassiker der amerikanischen Küche. Doch erfunden wurde er woanders: in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana.
Die Entstehungsgeschichte des Caesar Salad
Betrachten Sie die Zutaten noch ein Mal. Eigentlich eine eher ungewöhnliche Zusammensetzung für einen Salat, oder? Dies ist bereits Teil der inzwischen mehr als 100-jährigen Geschichte des Caesar Salad. Der Legende nach, auf die auch das Deutsche Bundeszentrum für Ernährung (BZFE) eingeht, geht die heute beliebte Kreation auf den Italo-Amerikaner Cesare Cardini zurück.
Wir schreiben das Jahr 1924 und in den USA herrscht Prohibition: Der Verkauf und Ausschank von Alkohol ist strengstens verboten. Viele Amerikaner reisen deshalb nach Mexiko, um legal trinken und feiern zu können. Speziell Tijuana steht dabei aufgrund seiner Nähe zu Kalifornien besonders hoch im Kurs – und dort auch das Restaurant von Cardini. Am 4. Juli 1924, dem Unabhängigkeitstag der USA, ist es besonders gut besucht von Landsleuten in festlicher Stimmung. Cardini gehen, so die Überlieferung, die Vorräte aus. Er will seine Gäste dennoch verköstigen und im besten Fall soll es etwas Besonderes sein. Der berühmte Caesar Salad entsteht somit aus verbliebenen Zutaten, die der Koch sinnvoll zusammenfügen kann. Deshalb trägt er seinen Namen. Das Restaurant gibt es übrigens immer noch. Es serviert den Caesar Salad bis heute nach dem Originalrezept von 1924 – gegen Aufpreis direkt am Tisch, vor den Augen der Gäste; und übrigens als Beilage zum Teilen oder als Vorspeise.
Endlich hat Caesar Salad für mich einen „Sinn“
„Fettig, ölig, ziemlich salzig und voller Käse – auch wenn Caesar Salad ganz nett schmeckt, hat er für mich als Gericht nie wirklich Sinn gemacht. Soll er eine Mahlzeit darstellen, muss man schon eine recht üppige Menge davon essen, um satt zu werden. Mir zumindest wird das schnell zu intensiv. Jetzt weiß ich: Caesar Salad ist eigentlich gar nicht als Hauptgang gedacht, sondern soll eine Vorspeise oder Beilage sein. So leuchtet mir das viel eher ein als die Art, wie er in Deutschland in Restaurants häufig serviert wird.“
So bereiten Sie selbst Caesar Salad zu
Bei der improvisierten Entstehungsgeschichte des Caesar Salad sehe man es Ihnen nach, wenn Sie sich nicht starr an das Originalrezept halten, beziehungsweise Zutaten weglassen, die Sie vielleicht nicht mögen. Knoblauch etwa vertragen viele nicht gut und auch Sardellen sind vielleicht nicht jedermanns Sache. Die folgende Zutatenliste wäre jedenfalls vollständig.
- 2 Köpfe Romanasalat
- 1 Ei (L), 1 Minute gekocht – Sie verwenden das Eigelb und etwa ein Drittel vom Eiweiß
- 1 Knoblauchzehe (optional)
- Salz, schwarzer Pfeffer
- 1 TL Dijonsenf
- 1 TL Sardellenpüree oder 1 gehacktes Sardellenfilet (optional)
- 1 TL Worcestershiresoße
- Saft einer halben Limette (alternativ Zitrone)
- 80 Milliliter Olivenöl + etwas Öl für die Croutons
- 30 g frisch geriebener Parmesan (+ etwas mehr zum Bestreuen)
- 4 Scheiben italienisches Weißbrot
Für den klassischen Caesar Salad sollen es 20 schöne Blätter des gewaschenen und getrockneten Romanasalats sein. Für die Soße den zerdrückten Knoblauch, Senf, das Ei, Worcestershiresauce, Sardellen und Pfeffer verrühren. Unter ständigem Rühren das Olivenöl nach und nach einlaufen lassen, bis eine cremige Soße entsteht. Den Parmesan untermischen und abschmecken. Nun das Weißbrot in Würfel schneiden und in Olivenöl hellbraun rösten, um die Croûtons herzustellen. Die Salatblätter in der Schüssel mit dem Dressing gründlich wenden, bis sie rundum überzogen sind. Mit den Croûtons und etwas zusätzlichem, gehobeltem Parmesan servieren.