21. Mai 2026, 14:50 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Erdnussbutter, Sambal Oelek, Mayonnaise und Pommes: Was zunächst nach einem wilden Küchenexperiment klingt, ist in den Niederlanden längst ein Imbiss-Klassiker. Hinter „Patatje Oorlog“ steckt eine Kombination, die überraschend gut funktioniert – vor allem, wenn die Soße die richtige Balance bekommt.
Wenn in den Niederlanden an einer Pommesbude jemand „Patatje Oorlog“ bestellt, könnte man als Deutscher zunächst nur „Ohrloch“ verstehen und sich wundern. Gemeint ist jedoch eine besondere Variante der frittierten Kartoffelstäbchen, die bei unseren Nachbarn fest zur Imbisskultur gehört.
„Dabei handelt es sich um frisch frittierte Pommes, die mit einer Kombination aus Erdnusssoße, Mayonnaise und rohen Zwiebeln serviert werden“, erklärt Nick Slagter vom fahrenden Imbissstand „Der fliegende Holländer“ in Winschoten.
Schlachtfeld auf den Pommes
Der Name „Patatje Oorlog“ bedeutet ins Deutsche übersetzt etwa „Pommes-Krieg“ oder „Fritten-Krieg“. Laut Slagter bezieht er sich auf das „Schlachtfeld“ der verschiedenen Soßen, die auf den Pommes zusammenkommen.
Ganz so süß, wie es zunächst klingen mag, ist die Erdnusssoße allerdings nicht. Es handelt sich eher um eine süß-scharfe Saté-Soße, die durch Sambal Oelek eine deutliche Schärfe erhält. Wie bei vielen Imbissklassikern hat dabei jeder Stand und jeder niederländische Hobbykoch seine eigene Variante.
- 250 ml Kokosmilch
- 150 g Erdnussbutter
- 2 EL Ketjap Manis
- Saft einer 1/2 Limette
- 1 EL brauner Zucker
- 1 TL Ingwer geraspelt
- 2-3 TL Sambal Oelek
Alle Zutaten kommen in den Mixer. Anschließend kann die Soße kalt oder warm über die Pommes gegeben werden. Wer den „Krieg“ mit der Mayonnaise besonders deutlich ausfallen lassen möchte, kann die Erdnusssoße zusätzlich mit einem Schuss Sojasoße und etwas Honig abrunden. Herzhafter wird sie mit einer Knoblauchzehe. Wie die Kombi aus rohen und Zwiebeln und Knoblauch nach dem Verzehr bei den Mitmenschen ankommt, sollte einem dann allerdings besser egal sein.
Mit Material von dpa