7. September 2025, 14:58 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Das Sandwich ist ein echter Klassiker unter den Snacks. Doch woher hat das belegte Brot eigentlich seinen Namen und wer hat es erfunden? Um das zu erklären, müssen wir zurück ins 18. Jahrhundert nach Südengland reisen.
König ernannte den Earl of Sandwich
Wie bei so vielen anderen Innovationen trägt auch das Sandwich den Namen seines Erfinders. Doch gehen wir zunächst einmal zurück ins Jahr 1660. Denn viele Jahre, bevor das belegte Brot überhaupt erfunden wurde, ist etwas passiert, was später dazu führte, dass das Sandwich seinen Namen erhielt.
Der englische Admiral und Politiker Edward Montagu holte damals König Charles II. aus dem niederländischen Exil zurück nach England. Der König war ihm dafür sehr dankbar und verlieh ihm den Titel „Earl of Sandwich“. Der britische Adelstitel wurde nach der Stadt Sandwich im Süden Englands benannt. Eigentlich, so heißt es, hatte Edward Montagu als Earl of Portsmouth geadelt werden sollen, doch der König entschied sich kurzfristig um.
Damit war zwar der Grundstein für den Namen des Sandwichs gelegt, doch erfunden wurde es erst viele Jahre später vom 4. Earl of Sandwich, John Montagu.
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Ein schneller Snack für zwischendurch
Doch wie wurde der berühmte Snack nun erfunden? Das passierte etwa in der Mitte des 18. Jahrhunderts, wie etwa der WDR berichtet. Der 4. Earl of Sandwich soll ein fanatischer Kartenspieler gewesen sein. Es heißt, dass er so versessen war, dass er sein Spiel nicht für eine Mahlzeit habe unterbrechen wollen. Daher soll er angeordnet haben, dass man ihm sein Essen einfach zwischen zwei Scheiben Brot legen solle. So konnte er sein Spiel fortführen und währenddessen den Snack in der Hand halten und essen.
Seinen Namen erhielt das belegte Brot Berichten zufolge schließlich, weil seine Mitspieler den Snack auch haben wollten. Sie bestellten dann ein Brot „wie Sandwich“. Wie viel Wahrheit in der Geschichte steckt, ist umstritten. So gibt es auch eine Version, in der es heißt, dass der 4. Earl of Sandwich nicht wegen des Kartenspiels, sondern aufgrund seiner vielen Arbeit nach einem belegten Brot verlangt habe.
Sandwich im Südosten Englands
Doch egal, wie der Snack erfunden wurde – die Stadt Sandwich im Südosten Englands ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Denn sie ist laut dem örtlichen Tourismusbüro die am besten erhaltene mittelalterliche Stadt Englands. Sie liegt direkt am Ufer des Flusses Stour, hat viele verwinkelte Gassen und gut erhaltene, jahrhundertealte Gemäuer.
Außerdem verfügt die Stadt über zahlreiche Kirchen, die bekannteste ist die St. Peter’s Church. Wer den Turm hinaufsteigt, wird mit einem tollen Ausblick über die Dächer der Stadt belohnt. Für einen Snack sollte man einen der zahlreichen Pubs aufsuchen – in denen natürlich auch das weltberühmte Sandwich serviert wird.

