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Atemberaubende Kulissen

Diese Drehorte wählte Christopher Nolan für seinen Film „Die Odyssee“

Von Griechenland bis Island – die wichtigsten Drehorte von Christopher Nolans Odyssee beeindrucken mit Küsten, Burgen und Mythenwelten
Von Griechenland bis Island – die wichtigsten Drehorte von Christopher Nolans Odyssee beeindrucken mit Küsten, Burgen und Mythenwelten Foto: Getty Images
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29. Juli 2026, 17:43 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Bei den Filmkulissen von Christopher Nolans „Odyssee“ (2026) kommt man zwischen wilden Küsten, gigantischen Festungen und mystischen Inseln kaum aus dem Staunen raus. Man könnte meinen, die Drehorte sind fast zu spektakulär, um echt zu sein. Dennoch setzt der oscarprämierte Regisseur erneut auf echte und realistische Filmsets. Für die Verfilmung von Homers Epos entstanden die Aufnahmen an einigen der beeindruckendsten Orte Europas und Nordafrikas.

Griechenland

Kaum ein anderes Land ist so eng mit der Geschichte des Odysseus verbunden wie Griechenland. Nach dem Trojanischen Krieg will der Held nach Hause, zu seiner Frau Penelope und seinem Sohn Telemachos auf die Insel Ithaka. Sie gilt als Heimat des Odysseus und als Ziel seiner langen Irrfahrt, die Homer in der „Odyssee“ beschreibt.

Auf Ithaka selbst drehte man zwar nicht, dafür aber in den griechischen Regionen Messenien und Lakonien auf der Halbinsel Peloponnes. Einige Schlüsselszenen entstanden rund um den Strand von Voidokilia (großes Bild oben), der mit seiner nahezu perfekten Rundung an den griechischen Buchstaben Omega erinnert. Oberhalb des Strandes liegt die Nestorhöhle, die die Begegnung mit dem einäugigen Zyklopen Polyphem darstellt. Für die Dreharbeiten transportierten Cast und Crew die bis zu 150 Kilogramm schweren IMAX-Kameras sowie eine rund 18 Meter hohe Polyphem-Figur den steilen Felshang hinauf. Beide Orte sind für Besucher frei zugänglich und über Wanderwege erreichbar.

Auch die Burgen Methoni und Akrokorinth dienten als Filmkulisse. Eine weitere wichtige Rolle spielten Pylos und die Lagune von Gialova. Der Hafen von Pylos war einer der wichtigsten logistischen Standorte der Produktion. Dort kam auch eine nachgebaute antike Triere mit einer Länge von rund 37 Metern zum Einsatz.

Sizilien

Auch Sizilien spielte bei den Dreharbeiten zu „Die Odyssee“ eine wichtige Rolle. Als zentraler Drehort diente die Insel Favignana vor der Westküste Siziliens, die zu den Ägadischen Inseln gehört. Forschende vermuten, dass Homer sich bei seiner Beschreibung der sagenumwobenen Sireneninseln von dieser Inselgruppe inspirieren ließ. Deshalb wählte Regisseur Christopher Nolan Favignana bewusst als Kulisse für mehrere Schlüsselszenen aus.

Im Film beeindrucken unter anderem die Buchten Cala Rotonda, Cala Bue Marino und Cala Rossa mit türkisfarbenem Wasser, imposanten Felsformationen und naturbelassenen Küstenlandschaften. Viele dieser Orte sind bis heute kaum bebaut und vermitteln noch immer den Eindruck einer ursprünglichen Mittelmeerlandschaft. Auch die auf einem Hügel gelegene Festung Castello di Santa Caterina diente als Filmkulisse für Panoramaaufnahmen.

Eine wichtige Rolle spielte zudem die ehemalige Thunfischfabrik Tonnara di Favignana, die während der Dreharbeiten als Produktionszentrum genutzt wurde. Am Fischereihafen der Insel entstanden außerdem Szenen, für die man das Gebiet in einen antiken griechischen Hafen verwandelte. Heute können Besucher viele der Drehorte erkunden und dabei einige der schönsten Küstenlandschaften Siziliens entdecken.

Marokko

Marokkom Odyssee Christopher Nolan
Die historische Lehmsiedlung Aït Benhaddou in Marokko diente Christopher Nolan als Kulisse für das antike Troja in seiner Verfilmung der „Odyssee“ Foto: Getty Images/imageBROKER RF

Auch Marokko zählte zu den wichtigsten Drehorten von „Die Odyssee“. Gedreht wurde unter anderem in der historischen Lehmsiedlung Aït Benhaddou nahe Ouarzazate, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und bereits als Kulisse für Filme und Serien wie „Gladiator“ und „Game of Thrones“ diente. Für den Film verwandelte sich die jahrhundertealte Festungsstadt in das antike Troja und bildete die Kulisse für einige der spektakulärsten Szenen.

Eine wichtige Rolle spielte außerdem die Küstenstadt Essaouira am Atlantik. Mit ihren mächtigen Stadtmauern, dem historischen Hafen und den oft kräftigen Winden bot sie die perfekte Kulisse für die Seefahrtszenen des Films. Dort errichtete die Produktion sogar ein großes Trojanisches Pferd für mehrere Aufnahmen.

Weitere Szenen entstanden an der Weißen Düne (Dune Blanche) bei Dakhla im Süden Marokkos. Die abgelegene Dünenlandschaft zwischen Atlantik und Lagune stellte die Insel Ogygia dar, auf der Odysseus der Legende nach von der Nymphe Kalypso festgehalten wurde. Wie viele andere Drehorte in Marokko überzeugte die Region vor allem durch ihre weitgehend unberührten Landschaften, das besondere Licht und die Möglichkeit, antike Schauplätze ohne moderne Bebauung darzustellen.

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Island

Für die düstersten Szenen von „Die Odyssee“ reiste Christopher Nolan nach Island. Im Süden der Insel wurde rund um den Küstenort Vík gedreht. Dessen schwarze Lavastrände, bizarre Felsformationen und moosbewachsene Vulkanlandschaften boten eine perfekte Kulisse für die Unterwelt des Hades. Im Film steigt Odysseus dorthin hinab, um die Geister der Verstorbenen nach dem Weg in seine Heimat zu befragen.

Die Dreharbeiten fanden unter dem Licht der Mitternachtssonne statt, das den Szenen eine besonders mystische Atmosphäre verleiht. Heute zählt die Region zu den bekanntesten Reisezielen Islands. Neben dem berühmten schwarzen Strand von Reynisfjara liegen auch Naturattraktionen wie die Wasserfälle Skógafoss und Seljalandsfoss in unmittelbarer Nähe.

Schottland

Auch Schottlands Nordosten wurde Teil von Nolans filmischer Odyssee. Gedreht wurde in der Region Moray, sowie an der Küste von Banffshire. Zerklüftete Klippen, weite Sandstrände und historische Burgruinen bilden eine Szenerie, die einen beim Anschauen stocken lässt.

Zu den markantesten Drehorten zählt die Ruine von Findlater Castle, die auf einem Felsen über der Nordsee thront. Weitere Szenen entstanden im Küstenort Portsoy und im Hafen von Buckie, in dem historische Holzschiffe der Produktion lagen. Vor den weitläufigen Dünen der Culbin Sands wurden Szenen von Odysseus und seinen Männern auf der Flucht gedreht. Und auch der benachbarte Culbin Forest diente als Kulisse für Szenen durch die dichten Wälder. Die Region gilt bis heute als eher unbekannter Teil Schottlands und bietet viel ursprüngliche Küstenlandschaft abseits der bekannten Highlands.

Wenn man sich die spektakulären Kulissen also nicht nur auf der Leinwand anschauen möchte, lohnt sich ein Ausflug an die Drehorte.

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