Einheimischen-Insel, Schnellboot, Nebensaison

6 Tipps, wie der Urlaub auf den Malediven auch günstig(er) geht

Die Malediven gelten als das Inselparadies schlechthin – eine Reise dorthin kann muss nicht immer so teuer sein, wie in manchen Reisekatalogen angegeben
Die Malediven gelten als das Inselparadies schlechthin – eine Reise dorthin kann muss nicht immer so teuer sein, wie in manchen Reisekatalogen angegeben
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Türkisfarbenes Meer und kleine Inseln, die man in wenigen Minuten umrunden kann: Die Malediven gehören zu den Sehnsuchtszielen der Deutschen – eine Reise dorthin muss aber nicht unbedingt teuer sein. Wir verraten sechs Spar-Tipps und -Tricks.

Es war eine italienische Reisegruppe, die die Malediven in den 1970er-Jahren als Tauchrevier entdeckte und damit weltweit berühmt machte. In den 1980ern kamen die ersten Touristen, es folgte der Ausbau von weiteren Eilanden, die Vergrößerung des internationalen Flughafens. Was als rustikales Urlaubsziel für Taucher begann, entwickelte sich zu einem Inselparadies im Indischen Ozean – zunächst mit 3- und 4-Sterne-Hotels, schließlich mit 5- und 5-Sterne-Plus-Hotels. 

Bis heute überbieten sich die Resorts mit jeder Neueröffnung, bauen noch gigantischere Villen und Wasser-Bungalows als ihre Nachbarn. Fotos von kunterbunten Unterwasserwelten, Sonnenuntergängen und Meerestieren fluten Magazine, Webseiten, Kataloge, Blogs und soziale Netzwerke.

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Sonnenuntergang auf den Malediven

Sonnenuntergang auf den Malediven

Die Malediven haben auch ihre Schattenseiten

Dem idyllischen Bild der Malediven steht jedoch auch ein weniger positives gegenüber: So gilt im islamischen Inselstaat die Scharia, die politische Lage wird vom Auswärtigen Amt als anhaltend instabil eingeschätzt, hinzu kommen die Bedrohung durch den Klimawandel und die Schwierigkeiten bei der Müllentsorgung. Dennoch: Die Lust der Urlauber, an einem der vielen Puderzuckerstränden zu liegen, ist groß. Rund 730.000 Besucher aus aller Welt kamen zwischen Januar und Juli dieses Jahres auf die Malediven, knapp 60.000 davon aus Deutschland.

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1. Guesthouse statt Luxushotel

Luxushotels, die vierstellige Übernachtungspreise aufrufen, sind zumindest in der Hauptsaison keine Seltenheit. Und selbst bei 4-Sterne-Hotels muss man mit einigen Hundert Euro pro Nacht rechnen – bei einem einwöchigen Aufenthalt läppert sich da schnell eine ordentliche Summe zusammen. Die wohl günstigste Alternative ist der Aufenthalt in einem Gästehaus, einer einfachen Unterkunft mit einer Besonderheit: Sie liegt auf einer der Inseln der Einheimischen, zum Beispiel auf Maafushi oder dem Thoddoo-Atoll.

Zwar sind die Zimmer wesentlich schlichter gehalten, Strand, Meer und Palmen hat man als Besucher aber genauso vor der Tür. Der größte Vorteil hierbei ist, dass man Einheimische und ihre Kultur kennenlernen kann – samt traditionellem Essen und Spaziergängen über lokale Märkte. Dinge, die einem als Hotelgast oft verwehrt bleiben.

Gästehäuser: kein Luxus, dafür lernt man das echte Leben auf den Malediven kennen

Gästehäuser: kein Luxus, dafür lernt man das echte Leben auf den Malediven kennen
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Weil sich die Malediven wieder mehr Budget-Urlaubern öffnen wollen, unterstützen sie den Ausbau von Gästehäusern – zum Beispiel auf Baresdhoo Island sowie auf der künstlichen geschaffenen Insel Hulhumalésoll.

Gut zu wissen: In dem islamischen Land gibt es einige Verbote, die Urlauber bei einem Aufenthalt auf Einheimischen-Inseln beachten sollten. Dazu zählt der Konsum von Alkohol, genauso wie das Tragen von Bikinis an bestimmten Stränden. Grundsätzlich sollten Frauen ihre Schultern und Knie bedecken.

Kleine Einkaufsstraße mit bunten Häusern auf der Einheimischen-Insel Maafushi

Kleine Einkaufsstraße mit bunten Häusern auf der Einheimischen-Insel Maafushi
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2. Auf die Entfernung kommt es an

1192 Inseln gehören zu den Malediven, 120 davon sind reine Resort-Inseln, die verstreut im Indischen Ozean liegen. Wer hier Urlaub machen will, muss erst zum Malé International Airport fliegen, anschließend geht es per Boot- oder Wasserflugzeug zum Hotel. Dementsprechend gilt: je näher das Hotel, desto günstiger der Transport.

Da die Fahrt mit dem Schnellboot günstiger ist, sollte man darauf achten, dass sein Resort nicht weiter als circa 45 Minuten Boot-Fahrzeit vom Flughafen entfernt liegt. Weiter entfernte Inseln erreicht man nämlich sonst nur mit dem (teureren) Wasser- oder sogar Verkehrsflugzeug.

Gut zu wissen: Der durchschnittliche Preis für einen Transfer mit einem Wasserflugzeug liegt bei rund 450 Euro. Die Preise für die Fahrt mit einem Schnellboot hängen vom Atoll ab, Reisen innerhalb des Malé-Atolls kosten rund 45 Euro.

Wer mit dem Boot zum Hotel fährt, kann mitunter viel Geld sparen

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3. Wasser-Transfer von Deutschland aus buchen

Neben der Entfernung gibt es beim Transfer einen weiteren Trick: ihn von Deutschland aus zu buchen. So hat man vielmehr Möglichkeiten, Preise zu vergleichen bzw. den Transfer als Teil eines Pakets zu kaufen. Vorsicht auch bei günstigen Hotelangeboten – hier ist der Transfer von der Flughafen-Insel Hulhumalé meist nicht in der Zimmerrate enthalten und muss separat dazugebucht werden.

Teuer: die Anreise mit dem Wasserflugzeug

Teuer: die Anreise mit dem Wasserflugzeug
Foto: Getty Images

4. In der Nebensaison verreisen

November bis einschließlich April ist die perfekte Zeit für einen Urlaub auf den Malediven – aber eben auch die teuerste. Die Temperaturen schwanken zwischen 22 und 30 Grad an Land, die Regenwahrscheinlichkeit ist sehr gering. Hinzu kommen Feierlichkeiten wie Weihnachten oder Silvester, das Chinesische Neujahrsfest im Januar oder Februar, zu denen die Besucher das Inselparadies ansteuern.

Geschickt Geld sparen kann man in der Nebensaison. Zwar herrscht von Juni bis Oktober Regenzeit, doch sind die heftigen Schauer meist nur kurz – und sind mehr erfrischend als störend. Hotels kosten hier dann teilweise nur die Hälfte.

5. Keine Angst vor Pauschalreisen

Selbst wenn man bislang nicht der klassische Pauschalurlauber war, lohnt es sich, sich im Reisebüro oder online nach Pauschalreisen zu erkundigen. Der Vorteil: Flug, Transfer, Hotel und meist auch die Verpflegung können als Paket gebucht werden. Das ist bei einem so speziellen Reiseziel wie den Malediven oftmals günstiger. Vor Ort erwarten einen dann nur noch Kosten für Ausflüge, Spa-Anwendungen und Mitbringsel für die Daheimgebliebenen.

6. Vollpension vs. Selbstverpflegung

Das Essen auf den Malediven ist teuer. Grund dafür ist unter anderem die Tatsache, dass alle Speisen und Getränke extra auf die Inseln geflogen werden müssen. Und man kann nicht mal eben in ein Stadtzentrum laufen, um dort essen zu gehen, sondern ist an sein Hotel gebunden.  Es lohnt sich also, vorab einmal auf die Preise der Speisekarten im Hotel zu schauen und ungefähr zu überschlagen, wie viel man am Tag pro Person ausgeben würde. Oft lohnt es sich, Vollpension zu buchen.

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