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Die besten Reiseziele und Länder für die LGBTIQ-Community

Rainbow Europe Index und Gay Travel Index

Die LGBTIQ-freundlichsten Länder in Europa und weltweit

LGBTI-freundliche Länder
Gewinner des diesjährigen Rainbow Europe Index ist MaltaFoto: Getty Images

Leider ist es noch immer so, dass Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung vielerorts auf Vorurteile treffen und in manchen Ländern sogar verfolgt werden. Der Rainbow Europe Index und der Gay Travel Index geben Aufschluss, welche Länder in Europa und der Welt Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, Transsexuellen, Intersexuellen und queeren Menschen tolerant gegenüber stehen und welche nicht.

Mancherorts kann gleichgeschlechtliche Liebe jedoch auf Intoleranz stoßen. Die Folgen: mitunter verbale oder körperliche Gewalt oder auch Ärger mit den Behörden.

Wer zur LGBTIQ-Community (LGBTIQ steht für Lesbian, Gay, Bisexual, Trans, Intersexual, Queer) gehört und sich auf Reisen nicht verstecken möchte, wählt denn auch sein Ziel sehr genau und bevorzugt Orte, wo Offenheit und Toleranz gelebt werden – und wo normal ist, was normal sein sollte.

TRAVELBOOK listet in den folgenden Abschnitten die LGBTIQ-freundlichsten Länder nach dem Rainbow Europe Index 2022 und dem Gay Travel Index 2021 auf:

Die LGBTI-freundlichsten Länder in Europa

Nach einem aktuellen Ranking der ILGA-Europe, einer Interessenvertretung, die sich europaweit für die Interessen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen einsetzt, ist Malta das LGBTI-freundlichste Land in Europa. Mit einer Gesamtbewertung von 92 Prozent belegt der südeuropäische Inselstaat 2022 zum siebten Mal in Folge den ersten Platz auf der sogenannten von der ILGA-Europe herausgegebenen Rainbow Europe Map. Auf Platz zwei landet mit knapp 74 Prozent Dänemark, gefolgt von Belgien mit 71,5 Prozent. Deutschland belegt den 15. Platz im aktuellen Ranking um die LGBTI-freundlichsten Länder in Europa.

Die Rainbow Europe Map bewertet die rechtliche und politische Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen in 49 europäischen Ländern. Dabei reicht die Skala von 0 Prozent (grobe Menschenrechtsverletzungen, Diskriminierung) bis 100 Prozent (Achtung der Menschenrechte, volle Gleichberechtigung). Die Karte wird seit 2009 jedes Jahr im Mai anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie, Transphobie, Biphobie und Intersexphobie veröffentlicht. Die diesjährigen Ergebnisse seien „ein willkommener Kontrast zu denen der Karte von 2021, die eine völlige Stagnation bei LGBTI-Rechten und -Gleichstellung in ganz Europa festgestellt hat“, heißt es auf der Webseite der ILGA-Europe.

Die Aufsteiger

Zu den Ländern, die sich im Vergleich zum Vorjahr teilweise deutlich verbessern konnten, zählen Dänemark (2022: Platz 3, 2021: Platz 9), Island (2022: Platz 9, 2021: Platz 14), Frankreich (2022: Platz 7, 2021: Platz 13), Griechenland (2022: Platz 17, 2021: Platz 18) und Lettland (2022: Platz: 36, 2021: Platz 41). Island etwa habe laut der ILGA-Europe sein Kindergesetz geändert, um eine geschlechtsneutrale Registrierung für Eltern zu ermöglichen. Zudem habe das Land in der diesjährig neu eingeführten Kategorie „intersexuelle körperliche Unversehrtheit“ punkten können. Positive gesetzgeberische Bewegungen habe es „nach Jahren des Stillstands“ auch in Griechenland, Lettland, Litauen, Serbien, der Slowakei und Slowenien gegeben, heißt es weiter.

Die LGBTI-unfreundlichsten Länder in Europa

Verlierer im diesjährigen Ranking sind Aserbaidschan (2 Prozent), die Türkei (4 Prozent) und Armenien (8 Prozent).

Die 10 LGBTI-tolerantesten Länder in Europa laut Rainbow Europe Index 2022

  1. Malta (92,02 Prozent)
  2. Dänemark (73,78 Prozent)
  3. Belgien (71,51 Prozent)
  4. Norwegen (68,30 Prozent)
  5. Luxemburg (68,03 Prozent)
  6. Schweden (67,97 Prozent)
  7. Frankreich (64,18 Prozent)
  8. Montenegro (63,43 Prozent)
  9. Island (62,88 Prozent)
  10. Portugal (62,03 Prozent)

Die 10 LGBTI-unfreundlichsten Länder in Europa

49. Aserbaidschan (2,41 Prozent)
48. Türkei (4 Prozent)
47. Armenien (7,5 Prozent)
46. Russland (8,45 Prozent)
45. Belarus (12,06 Prozent)
44. Polen (13,07 Prozent)
43. Monaco (13,18 Prozent)
42. San Marino (13,77 Prozent)
41. Rumänien (18,11 Prozent)
40. Bulgarien (18,36 Prozent)

Die LGBTIQ-tolerantesten Länder weltweit

Für diejenigen, die ihren Urlaub in Ländern verbringen wollen, in denen Homo-, Bi- und Transsexualität akzeptiert und/oder toleriert werden, hat Spartacus Travel, ein Portal für schwules Reisen, den Gay Travel Index 2021 erstellt. Dabei gab es positive und negative Punkte, die in die Beurteilung mit einflossen: Positiv wurde unter anderem bewertet, wie das Land mit Diskriminierung umgeht und ob homosexuelle Paare heiraten oder Kinder adoptieren dürfen. Entsprechend negativ wirkte es sich aus, wenn ein Staat Homosexualität unter Strafe stellt oder etwa Pride-Paraden verboten sind.

Ein gleichgeschlechtliches Paar küsst sich auf einer Hochzeit
Ob homosexuelle Paare in einem Land heiraten dürfen, kann ein guter Hinweis darauf sein, wie groß die Akzeptanz von Homosexualität in der Gesellschaft ist.Foto: Getty Images

Dem Ranking von 2021 zufolge gilt Kanada als das LGBTIQ-freundlichste Reiseland der Welt, gefolgt von Malta, Portugal und Spanien (alle Platz 2). Deutschland landete wie schon im Vorjahr auch im Gay Travel Index 2021 wieder auf Rang 10 und teilt sich diesen mit Australien, Island und Taiwan.

Die LGBTIQ-freundlichsten Länder der Welt laut Gay Travel Index 2021

1: Kanada
2: Malta, Portugal, Spanien
5: Österreich, Dänemark, Schweden, Großbritannien, Uruguay
10: Australien, Deutschland, Island, Taiwan
14: Kolumbien, Niederlande, Neuseeland, Schweiz
18: Belgien, Griechenland, Irland, Norwegen

Auch interessant: Die besten Reiseländer der Welt 

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Die LGBTIQ-unfreundlichsten Länder der Welt

Als das LGBTIQ-unfreundlichste Reiseland der Welt gilt Tschetschenien (Platz 202), gefolgt von Somalia und Saudi-Arabien (Platz 200), dem Iran (Platz 199) und dem Jemen (Platz 198).

Die letzten Plätze im Gay Travel Index 2021

202: Tschetschenien
200: Somalia, Saudi-Arabien
199: Iran
198: Jemen

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