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Warum Cassis an der Côte d’Azur unbedingt einen Besuch wert ist

Cassis Hafen
Der alte Hafen dient heutzutage als antikes Prunkstück aus der Zeit der Fischerei und wird kaum noch genutzt Foto: Getty Images
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17. April 2026, 13:38 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Zwischen Kalkgestein und dem türkisen Meer der Côte d’Azur, geziert von pastellfarbenen Häusern und dem Geruch nach Salz und Rosmarin, befindet sich das charmante Cassis – eine zum Verwaltungsbezirk Marseille gehörende, eigene kleine Welt. Die Stadt brilliert mit ihrem eindrucksvollen mediterranen Flair und ihrem malerischen Hafen, welcher anlässlich der Fischerei von traditioneller Bedeutung für die Einheimischen ist. TRAVELBOOK zeigt, was die „schwarze Johannisbeere der Côte d’Azur“ zu bieten hat.

Cassis ist die angenehme Kombination aus Natur, Wein und mediterranem Lebensstil. Der Eigenname „Cassis“ bedeutet, übersetzt aus dem Französischen, „schwarze Johannisbeere“ und wird häufig mit dem bekannten Johannisbeerlikör „Crème de Cassis“ aus Burgund verwechselt. Cassis, die Hafenstadt, hat jedoch nichts mit der Frucht zu tun und zeichnet sich vielmehr durch seine versteckte Lage zwischen den Städten La Ciotat (ca. 12 Kilometer entfernt) und Marseille (ca. 35 Kilometer entfernt) sowie durch die unmittelbare Nähe zum Meer aus.

Der alte Hafen, welcher jährlich etwa zwei Millionen Touristen anlockt, dient heutzutage mehr als antikes Prunkstück aus der Zeit der Fischerei und wird kaum noch genutzt. Er ist umgeben von fulminanten, engen Gassen und charismatischen Restaurants, bestückt mit kulinarischen Köstlichkeiten und Spezialitäten.

Cassis Fête son Vin

Wer auf der Suche nach vorzüglichem Wein ist, landet mit Cassis einen echten Volltreffer! Das Weinfest „Cassis Fête son Vin“ feiert 2026 sein 90-jähriges Bestehen und präsentiert lokalen AOC-Weißwein und Rosé auf der Esplanade Aristide Briand. Die Bezeichnung AOC steht für „Appellation d’Origine Contrôlée“ und garantiert die Qualität des Weins. Üblicherweise wird das Fest an einem Wochenende im Mai ausgetragen, da es den Start der Sommersaison in der Provence kennzeichnet. Alle Infos zu den Festlichkeiten finden Sie auf der offiziellen Tourismus-Website der Region.

Weißwein für das Weinfest "Cassis Fête son Vin"
Cassis Weinfest feiert 2026 sein 90-jähriges Bestehen Foto: Getty Images

Und was darf bei solchen Bedingungen nicht fehlen? Genau – eine Weinverkostung unter freiem Himmel. Genießen Sie Südfrankreichs echten Weingeschmack oder besuchen Sie im September das mit „Cassis Fête son Vin“ in Kombination stehende Weinfest „Les Vendanges Étoilées“ zur Lese der Rebsorten. Beide Feste werden von Tänzen, regionalen Spezialitäten und Wein-Workshops begleitet.

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Die Calanques

Ganz in der Nähe von Cassis befindet sich ein großartiges Naturwunder: Der Nationalpark Calanques zieht jährlich etwa zwei bis drei Millionen Menschen mit seinem atemberaubend hohen Kalkgestein, seinen Pinien und dem klaren Wasser an. Er lebt vor allem von den berühmten fjordähnlichen Buchten und ist daher nur über Wanderwege vom Festland oder über den Wasserweg erreichbar, wie u.a. „Geo.de“ berichtet. Cassis bietet die direkte Verbindung zu den Calanques durch Bootstouren ab dem Hafen. Insgesamt kann man bis zu 27 Buchten vorfinden; jede hebt sich auf ihre eigene Art von den anderen ab und verzaubert die Touristen mit ihrer magischen Stimmung. Am bekanntesten sind die Buchten Sormiou, Port-Miou, Port-Pin und En-Vau

Der Nationalpark Calanques in der Nähe von Cassis
Der Nationalpark Calanques zieht jährlich etwa zwei bis drei Millionen Menschen an Foto: Getty Images

In den letzten Sommern mussten die Calanques aufgrund von Waldbränden des Öfteren für Besucher und Touristen geschlossen werden, was auf das trockene Klima im Hochsommer zurückzuführen ist. Daher sind Rauchen und offenes Feuer strengstens untersagt, damit die Natur dort noch lange bestehen bleiben kann. Die Buchten sind ideal zum Baden, Schnorcheln und Kajakfahren geeignet und erinnern optisch an den Disney-Film „Vaiana“. Wenn man also Cassis besucht, kann man die Calanques nur wärmstens als Attraktion empfehlen.

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Cap Canaille

Keine sieben Kilometer von Cassis entfernt befindet sich die Klippe Cap Canaille. Sie ist mit ihrer Höhe von fast 400 Metern – mit der Grande Tête – eine der größten Klippen im französischen Mittelmeerraum, perfekt geeignet für alle, die sich am Klettern erfreuen und Lust auf einen umwerfenden Blick auf das Meer haben. Während für manche die Klippe rötlich schimmernd erscheint, sehen andere ein typisches Beige. Welche Farbe hat also das Gestein? Das Cap Canaille besteht aus drei grundlegenden Gesteinsarten: Sandstein, Kalkstein und Poudingue-Gestein (Konglomerat). Sie sind alle stark vom Licht abhängig, und besonders bei Sonnenuntergang strahlt das Cap Canaille in einem goldenen, rötlichen Ton.

Die Klippe Cap Canaille in der Nähe von Cassis
Die Klippe ist mit ihrer Höhe von 394 Metern eine der größten Klippen im französischen Mittelmeerraum Foto: Getty Images

Die Route des Crêtes ist eine rund 15 Kilometer lange Panoramastraße, die auch an der Klippe des Cap Canaille entlangführt und so gleichzeitig die Orte Cassis und La Ciotat verbindet. Die Straße ist besonders bei Fotografen und Sportlern beliebt, da sie zahlreiche Aussichtspunkte sowie Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren bietet. Aber auch für erkundungsfreudige Touristen lockt sie mit spektakulären Panoramablicken und einzigartigen Naturerlebnissen entlang der Küste.

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