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Stadt der Kontraste

Die besten Reisetipps für Seoul

Seoul Tipps
Der Bongeunsa-Tempel vor der Skyline von Seoul: In der Metropole vereinen sich Tradition und Moderne wie Yin und YangFoto: Getty Images

Eine Mega-Metropole, in der moderne Wolkenkratzer auf buddhistische Tempel treffen. Dazu Pop-Kultur, Nachtmärkte, Streetfood – mit oft für Europäer viel zu scharfem Essen. Seoul ist durch und durch eine Stadt der Kontraste. Einige persönliche Reisetipps von TRAVELBOOK-Autorin Susanne Resch.

In Seoul trifft Tradition auf Moderne. Die Metropole ist sowohl weltweit führendes technologisches Zentrum als auch Heimat vieler Sehenswürdigkeiten, die eine jahrtausendealte Geschichte erzählen. Das Nachtleben pulsiert, die Kunstszene hat sich längst etabliert und neben Märkten oder Einkaufszentren locken traditionelle Dörfer, Paläste und Zeremonien. Shoppen, schlemmen, staunen zwischen Kultur und Moderne: Hier kommen die besten Reisetipps für Seoul, die bunte Hauptstadt Südkoreas.

Alle Tipps und Inspirationen aus diesem Artikel gibt es in der folgenden Podcast-Folge von In 5 Minuten um die Welt auch zum Hören:

Sich in Seoul treiben lassen

Seoul ist riesig. Daher muss man zwar wissen, wohin man will, sollte sich dann aber auch einfach treiben lassen. Einer meiner wichtigsten Reisetipps für Seoul: Man sollte mindestens einen Tag pro Viertel oder Palast einplanen, damit man nicht sinnlos hin- und herfährt.

Sehen muss man Hongdae, das Studentenviertel mit Karaoke-Bars und Kunstszene, aber auch das noble Gangnam. Fast jeder kennt, liebt oder hasst den Song Gangnam-Style. Gangnam bedeutet „südlich des Flusses“ und ist im vom Hang-Fluss getrennten Seoul das Shoppingviertel schlechthin. Überall gibt es einzigartige Stücke, Korean Skincare und skurrile Gadgets – dagegen wirken die Läden in Deutschland wirklich langweilig.

Gangnam Seoul
Gangnam ist eine der geschäftigsten Gegenden in Seoul – Wolkenkratzer säumen die Straßen, in denen man Mode, Trends und Innovation (vor)findetFoto: Getty Images

Natürlich MUSS man als Kontrastprogramm auch die Paläste und Tempel besuchen. Und man sollte durch das traditionelle Dorf Bukchon bummeln, das noch immer bewohnt ist. Nach dieser Zeitreise kann man von der Spitze des „N Seoul Towers“ die Panorama-Stadtansicht vom Namsan-Berg im gleichnamigen Park genießen.

Meine Reisetipps für Seoul bei Regen: Ab in einen Indoor-Markt, ins Seoul Museum of Art oder ins National Museum für moderne und zeitgenössische Kunst.

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Schlemmen in Seoul

Eins meiner Highlights in Seoul ist definitiv das Essen. Überall gibt es Streetfood und Restaurants. Für Koreaner hat das Essen und Beisammensein Tradition: Alles wird geteilt und das schafft ein total schönes Gemeinschaftsgefühl. Unbedingt ausprobieren muss man Korean Barbecue. Fleisch, unzählige Beilagen und Dips kommen dabei auf den Tisch, in dem ein Grill integriert ist. Je nach Vorliebe bastelt man sich eine Art Mini-Wrap. Heißt, die gewünschten Zutaten werden im Sesamblatt eingewickelt – dann noch mal dippen und schmecken lassen.

Bibimbap, Japchae, Kimchi, Korean Barbecue – ehrlich gesagt, wusste ich anfangs nicht immer, was ich auf dem Teller hatte. Alles war super lecker, nur oft echt zu scharf, auch wenn ich „gar nicht scharf“ bestellt habe.  Aber aufgepasst: Da Essen in Korea ein sozialer Akt ist, sind viele Gerichte auf der Karte auf Paare oder Gruppen ausgelegt und nicht immer gibt es englische Übersetzungen der Karten.

Soju trinken, sollte man natürlich auch mindestens einmal. Das alkoholische Getränk auf Reis-Basis gehört überall dazu. Passt am besten zum Korean Barbecue oder abends, wenn man sich mal ins Nachtleben stürzt.

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Gewusst, dass…

  • …es in Seoul buddhistische Tempel gibt, die selbst Wolkenkratzer überragen?
  • …Seoul als eine der sichersten Städte der Welt gilt?
  • …man in Korea kaum ein „Nein“ zu hören bekommt? Jemandem eine Bitte auszuschlagen oder ihm nicht weiterzuhelfen, gilt als unhöflich.
  • …koreanische Sonnencreme oft Bleichmittel enthält, da es ein Schönheitsideal ist, weiß zu sein?
  • …die Stadt nur 87 Meter über dem Meeresspiegel liegt?

Dont’s für Seoul

Machen Sie auf keinen Fall den Fehler, Trinkgeld in Restaurants zu geben. Das gilt in Südkorea als Almosen und man würde das Personal mehr beleidigen als würdigen. Außerdem ist es nicht üblich, am Tisch zu zahlen. Dafür geht man zum Kellner. In Restaurants, in denen man auf dem Boden sitzt, muss man unbedingt die Schuhe ausziehen. Beim Soju trinken bitte nicht sich selbst einschenken – das wäre unhöflich: Jeder schenkt jemand anderen ein und dann wird angestoßen.

Wenn man Probleme mit Menschenmassen hat, sollte man am Wochenende das Shoppingviertel Myeongdong meiden, da sich Touristen und Locals hier wie Ölsardinen durch die Straßen schieben. Beim Karaoke sollte man nie nur Zuhörer sein: Die Landessitte sagt, wer sich einer Einladung zum Singen entzieht, verliert mehr Ansehen als der, der nur krächzen kann.

Nase-Schnauben und Küssen in der Öffentlichkeit sind absolute NoGos. Und zuletzt, ganz wichtig: Man sollte sein Toilettenpapier wirklich in die Mülleimer und nicht in die Toiletten werfen – die alten Rohre sind oft zu schmal und verstopfen leicht.

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