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Mailand: Die besten Reisetipps für Italiens heimliche Hauptstadt

Metropole im Norden

Mailand – die besten Reisetipps für Italiens heimliche Hauptstadt

Der Blick auf die Piazza Del Duomo in Mailand
Der Blick auf die Piazza Del Duomo in MailandFoto: Getty Images

Viele kommen wegen der Kultur nach Mailand – schließlich ist das Opernhaus, die Mailänder Scala, weltberühmt. Manche ziehen Bauwerke wie der Dom magisch an. Andere wiederum stürzen sich in die luxuriösen Einkaufspassagen und -straßen, um nach Mode der Edel-Labels zu suchen. Und dann gibt es noch jene, die sich vom Fußball anlocken lassen: Schließlich hat Mailand mit dem AC und Inter gleich zwei Vereine von Weltrang. Genug Gründe also, die italienische Metropole zu besuchen. TRAVELBOOK hat alle Tipps.

Die zweitgrößte Stadt des Landes mit 1,35 Millionen Einwohnern ist ein Wirtschafts-, Mode- und Medienzentrum, und das ist auch der Grund dafür, dass sich die Mailänder im Geheimen als Hauptstädter fühlen. Am besten verbindet man bei einem Besuch Kultur, Mode und Sport miteinander und nimmt noch eine gute Dosis Architektur und Geschichte dazu.

Alle Tipps und Inspirationen aus diesem Artikel gibt es in der folgenden Podcast-Folge von „In 5 Minuten um die Welt“ auch zum Hören

Mailand, dessen Gebiet schon seit 400 v. Chr. besiedelt ist und unter den Römern Mediolanum hieß, ist der Ort, an dem im Jahre 313 die Mailänder Konvention den Christen Glaubensfreiheit zusicherte. Zahllose Kriege und ebenso viele Herrscher hatte die Stadt zu erdulden. Von Mailand aus begann Benito Mussolini 1922 seinen Marsch auf Rom. Doch auch für alle, die kein Interesse an Historie haben, gibt es einiges zu sehen und erleben.

Sehenswürdigkeiten in Mailand

Der Mailänder Dom ist die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt
Der Mailänder Dom ist die bekannteste Sehenswürdigkeit der StadtFoto: Getty Images

Das alles hinderte die Stadt aber nicht daran, im 20. Jahrhundert zum bedeutenden Wirtschaftsstandort zu werden. Ein kulturelles Zentrum ist Mailand geblieben, obwohl es im Zweiten Weltkrieg schwere Zerstörungen erlitten hat. Gewaltige Bauwerke wie der Mailänder Dom – ein 1572 geweihtes Meisterwerk der italienischen Gotik –, die auf der Unesco-Weltkulturerbeliste stehende Kirche Santa Maria delle Grazie mit Leonardo da Vincis Wandgemälde „Das Abendmahl“ oder das 1300 gegründete Castello Sforzesco locken viele Besucher an.

Museen wie die Pinacoteca di Brera mit weltberühmten Gemälden von Tizian, Rubens, Raffael oder Caravaggio, der eindrucksvolle Friedhof Cimitero Monumentale mit pompösen Grabanlagen oder die Stadttore Porta Garibaldi, Porta Romana, Porta Venezia oder Porta Sempione gehören zu den Attraktionen der Stadt. Ebenso das Teatro alla Scala, das eines der bedeutendsten Opernhäuser der Welt ist. 1778 wurde das klassizistische Gebäude eröffnet, zur Premiere gab es Antonio Salieris Oper „L’Europa riconosciuta“. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude komplett zerstört, aber schon im Mai 1946 wiedereröffnet.

TRAVELBOOK-Tipp: Karten und Tickets für viele Sehenswürdigkeiten, vor allem für den Mailänder Dom, sollte man vorab online buchen. Bei der Buchung sollte man zudem einen möglichst frühen Timeslot wählen, da man teilweise selbst mit Ticket lange ansteht. Außerdem: Wer früh da ist, kann die Sehenswürdigkeiten in Mailand viel ungestörter erkunden und schönere Fotos machen.

Shoppen in Mailand

Einkaufspassage mit Nobel-Geschäften: die Galleria Vittorio Emanuele IIF
Einkaufspassage mit Nobel-Geschäften: die Galleria Vittorio Emanuele IIFFoto: Getty Images

Viele Menschen kommen nach Mailand, um zu shoppen. Lieblings-Ziel für sie ist die Galleria Vittorio Emanuele II, eine überaus prunkvolle Einkaufspassage aus dem 19. Jahrhundert. Stuck und Fresken, Marmor, Mosaiken und eine hohe Glaskuppel schmücken die 1867 eröffnete Passage, in der vor allem Edelboutiquen und Restaurants zu finden sind – und eins der wenigen 7-Sterne-Hotels der Welt. Mode-Fans kommen besonders gern im Frühjahr und im Herbst, wenn Mailand Schauplatz vieler Modemessen ist. Weltberühmte Designer stellen ihre neuen Kollektionen vor.

Auch wer außerhalb der Messezeiten kommt, kann sich ausgiebig der Mode widmen. Etwa im Viertel Quadrilatero della moda zwischen Via Montenapoleone, Via Manzoni, Via della Spiga und Corso Venezia, wo sich exklusive Designerboutiquen aneinanderreihen.

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Weitere Tipps für einen Urlaub in Mailand

Welche Viertel sollte man sehen?

Das Viertel Navigli in Mailand
Das Viertel Navigli in MailandFoto: Getty Images

Navigli, denn in dem Stadtteil, der auch das „Party-Viertel“ der Stadt ist, kann man nicht nur lecker essen oder ausgehen, sondern auch wunderschön am Kanal entlanglaufen. Außerdem ist der Stadtteil Brera ist einen Besuch wert, denn das historische Viertel überzeugt durch seine traumhafte Architektur. Wer richtig italienischen Flair spüren möchte, ist in Brera genau richtig.

Und welche Gegend sollte man meiden?

Den Platz vor dem Dom um die Mittags-/Nachmittagszeit. Dann ist es dort so überfüllt, dass man den Anblick gar nicht richtig genießen kann. Außerdem treiben hier dann auch Taschendiebe ihr Unwesen.

Welche Gegend ist ideal für die Unterkunft?:

Da Mailand nicht besonders groß ist, kann man die meisten Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß oder mit der Bahn erreichen – egal, in welchem Stadtteil das Hotel liegt. Prinzipiell empfiehlt es sich etwas abseits des Zentrums, da es dort weniger touristisch ist. Zudem sind die Preise im Zentrum am höchsten. Günstig und relativ zentrumsnah übernachtet man im Viertel Porta Romana, in Navigli sollte man nur übernachten, wenn man nicht lärmempfindlich ist.

(Text: Silke Böttcher)

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