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Hier müssen Strandbesucher ihren Platz per App buchen

Für diesen Strand in Sardinien braucht man nun eine App
Um sich hier sonnen und baden zu dürfen, sollen Besucher künftig vorab per App reservieren müssen Foto: picture alliance / MAXPPP | ALLILI MOURAD
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Laura Pomer
Freie Autorin

25. Juni 2026, 12:43 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wenn Strände überfüllt sind, leidet nicht nur das Badeerlebnis, sondern auch die Umwelt. Verschiedene Ferienorte setzen daher auf individuelle Maßnahmen, um dem Besucheransturm entgegenzuwirken. An einem beliebten Strand auf Sardinien ist der Zugang zum Beispiel nur noch mit einem gewissen technischen Know-how möglich. Mehr dazu bei TRAVELBOOK.

Echte Urlaubsgeheimtipps – also schöne Orte, die nahezu unbekannt sind – gibt es kaum noch. Das gilt für angesagte Metropolen in Europa (z.B. Paris, Amsterdam oder Lissabon) ebenso wie für beliebte Strandurlaubsregionen. An einem beliebten Strand auf Sardinien versucht die zuständige Gemeinde, den Ansturm auf eine besonnenere Art zu regulieren: mit einer App.

Deshalb setzt Tuerredda-Strand auf Sardinien auf eine App

Spontane Besuche sind am beliebten Strand von Tuerredda nicht mehr möglich. Schon im Sommer 2025 hatte man das System getestet – und es scheint zu funktionieren. Denn auch in diesem Jahr müssen Besucher über eine mobile App einen Platz reservieren. Sardinien ist dafür bekannt, dass es während der Urlaubssaison sehr voll werden kann. Kein Wunder, dass dies auch für Tuerredda gilt: Der Strand ist beliebt wegen seines feinen weißen Sandes und des kristallklaren Wassers.

Die sardische Regionalzeitung „L‘Unione Sarda“ hatte schon im vergangenen Sommer über die neue Regelung berichtet. Grund für die Einführung der App war unter anderem, dass die Natur unter den Menschenmassen leidet.

Besucher müssen sich um ein Onlineticket kümmern, ansonsten dürfen sie nicht an den Strand. Sollte man nicht pünktlich sein, verliert man seinen reservierten Platz. Die Stadtverwaltung hat eine Besucherobergrenze von etwa 1100 Besuchern pro Tag festgelegt. Der Eintrittspreis liegt bei ein bis zwei Euro pro Person.

Bereits seit 2022 ist das Liegenlassen von Plastikmüll ebenso verboten wie das Rauchen am Strand – und übrigens auch die Mitnahme von Steinen.

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Vorab-Reservierungen an einigen Stränden auf Sardinien Pflicht

Tuerredda ist nicht der erste Strand auf Sardinien, geschweige denn über die Insel hinaus, für den man vor dem Besuch einen Platz reservieren muss. In La Pelosa beispielsweise ist eine Voranmeldung während der Urlaubssaison schon seit Jahren erforderlich. Hier kostet der Eintritt pro Besucher 3,50 Euro. Das soll helfen, den Andrang zu regulieren – am Strand von La Pelosa sind 1500 Badegäste pro Tag zugelassen. Das berichtete die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ im Jahr 2020. Die Buchung erfolgt in diesem Fall über die Website des Strandes. Nach Abschluss des Vorgangs erhalten die Nutzer einen QR-Code, den sie am Eingang der „Spiaggia“ vorzeigen müssen. Ein Armband weist sie während ihres gesamten Aufenthalts als verifizierte Gäste aus.

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La Pelosa, Strand auf Sardinien
Der Strand La Pelosa in der Gemeinde Stintino Foto: picture alliance / NurPhoto | Emmanuele Contini

Auch die Verwendung einer App ist nicht ganz neu. In San Teodoro im Norden Sardiniens zum Beispiel muss man seinen Platz am Strand schon seit einiger Zeit über die mobile Anwendung reservieren. Seit 2023 ziehen auch die Strände Cala dei Gabbiani, Cala Biriala, Cala Goloritzé (200 bis 300 Besucher pro Tag erlaubt) und Cala Mariolu (700 Badegäste) mit. Spontanes Planschen gibt es hier nicht: Die Reservierung per App muss spätestens 72 Stunden vor dem geplanten Besuch erfolgen.

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