24. September 2025, 6:56 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Vibrierende Städte, traumhafte Strände und wilde Safaris – Südafrika hat für das Abenteurer-Herz viel zu bieten. Doch was eine Reise dorthin mindestens genauso lohnenswert macht, sind die Menschen. Aus diesem Grund war Südafrika beim TRAVELBOOK Award 2025 in der Kategorie „Gastfreundlichstes Land der Welt“ nominiert. Absolut verdient, findet auch TRAVELBOOK-Autorin Melanie Hoffmann!
Südafrika stand schon seit geraumer Zeit auf meiner Reisewunschliste. Im Februar 2025 war es endlich so weit: Erst ging es nach Kapstadt, dann zum Blyde River Canyon, von dort aus natürlich auf Safari in den Kruger-Nationalpark und zum Schluss noch nach Johannesburg. Auf atemberaubende Städte, Landschaften, Strände, Wildnis und Tiere war ich gefasst – großen Eindruck machten am Ende aber auch die südafrikanischen Menschen auf mich. Sie waren auf eine Art gastfreundlich, die ich als sehr angenehm fand und sind definitiv ein Grund, warum ich irgendwann unbedingt noch einmal nach Südafrika reisen möchte.
Auf lässige Art gastfreundlich
Ich würde sagen, es gibt gastfreundlich und gastfreundlich. Die südafrikanische Art der Gastfreundlichkeit – wie ich sie erlebt habe – finde ich sehr angenehm. Denn sie hat etwas Lässiges. Das zeigte sich z. B. in den Hotels und Lodges, in denen ich unterkam. Egal, ob Rezeption oder Bar – die Menschen waren zuvorkommend und erfüllten etwaige Wünsche schnell. Danach ließen sie einen aber auch in Ruhe. Damit meine ich: Sie waren in der Nähe und jederzeit ansprechbar – übrigens auch für netten Small Talk über ihr wunderschönes Land, auf das sie zurecht stolz sind. Sie sprachen einen aber nicht wiederholt an, ob man noch etwas bräuchte. Ähnlich empfand ich auch die Situation in den Restaurants, die ich in Kapstadt und Johannesburg besuchte. Apropos: Die südafrikanische Küche ist ein weiterer Grund, nach Südafrika zu reisen.
Heute findet der TRAVELBOOK AWARD 2025 statt
Südafrika – die schönsten Reiseziele und besten Tipps
Immer fröhlich und glücklich, Reisenden ihr Land zu zeigen
Was ich in Südafrika auch als sehr gastfreundlich empfand, war die Fröhlichkeit der Menschen, mit denen sie einen einfach anstecken. Das war besonders im Landesinneren, am zuvor erwähnten Canyon, im Nationalpark und in den (ehemaligen) Townships von Soweto – einem absoluten Highlight meiner Reise – spürbar.
Voller Begeisterung beantwortete der Ranger im „Kruger“, wie er den Nationalpark fast schon liebevoll nennt, uns Safari-Neulingen jede Frage. Fragen, die er sicher zum tausendsten Mal gestellt bekam. Nichts wirkte routiniert, stattdessen war er unglaublich bemüht, uns „sein Land“ und „seine Tiere“ vorzustellen. Es schien, als wünschte er sich, dass wir beide genauso ins Herz schließen würden wie er. Bei mir hatte er damit übrigens großen Erfolg.
In Soweto beeindruckte mich die bemerkenswerte Positivität von Menschen, die im Schatten des Apartheid-Systems groß geworden sind. Dort lernte ich junge Leute kennen, deren Eltern oder Großeltern unglaubliche Gewalt und unfassbares Leid erlebt haben. Sie sprühten vor Nächstenliebe und waren beseelt davon, Geschichte lebendig zu machen. Das alles bei gutem Essen, viel Gesang und Tanz und ganz viel Lachen. Uns privilegierte europäische Reisende mit offenen Armen zu empfangen, uns quasi in ihr Zuhause und ihre persönliche Lebensgeschichte einzuladen – das empfand ich als eine der höchsten Formen an Gastfreundschaft.
Methodik zum TRAVELBOOK AWARD
Wir sagen es jedes Jahr: Alle nominierten Regionen, Länder und Co. des TRAVELBOOK Awards sind bereits Gewinner. Auch dann, wenn es nicht zum Gesamtsieg gereicht hat. Das gilt auch für Südafrika. Denn: Jedes Land hat es im Vorhinein bereits auf die Shortlist geschafft, wurde also aus einer großen Anzahl von Anwärtern in einer Kategorie ausgewählt.
Die TRAVELBOOK-Redaktion hat die Community auf Facebook und Instagram um Hilfe gebeten sowie Experten aus der Reisebranche zurate gezogen, um die Shortlist zu erstellen. Die TRAVELBOOK-Leser haben dann fast 150.000 Stimmen abgegeben und ihre Trendreiseziele 2026 gekürt.