Die berühmte Universitätsstadt in England

Warum man unbedingt mal nach Cambrigde sollte

Nur etwa eine Zugstunde von London entfernt liegt eine der berühmtesten Universitätsstädte der Welt: Cambridge. Ein Besuch lohnt sich: Die Stadt lässt sich gut an einem Tag erkunden und garantiert „Harry Potter“-Feeling und einen Einblick in den Alltag der britischen Studentenelite.

Cambridge lässt sich sehr gut beim traditionellen Punting erkunden – einer Art Stand-up-Paddle-Tour über den Fluss Cam
Cambridge lässt sich sehr gut beim traditionellen Punting erkunden – einer Art Stand-up-Paddle-Tour über den Fluss Cam
Foto: Getty Images

Für alle Brexit-Schnäppchenjäger, die derzeit Großbritannien als nächstes Reiseziel ins Visier nehmen: Die kleine, aber dafür umso renommiertere Universitätsstadt am River Cam ist nicht nur ein gewaltiger Ballungsraum von Intellekt, Adel und generell der Upper Class, sondern bietet auch eine wunderschöne mittelalterliche Altstadt voller majestätischer Colleges, die zur Universität Cambridge gehören, sich allerdings selbst verwalten. Den meisten gemein ist, dass man sich bei ihrem Anblick unweigerlich an die Zauberschule Hogwarts erinnert fühlt.

Der Pavillon von Trinity College gehört zu den schönsten Gebäuden in Cambridge.

Der Pavillon von Trinity College gehört zu den schönsten Gebäuden in Cambridge.

Vom Bahnhof nimmt man am besten einen Bus oder teilt sich mit Freunden eines der in Cambridge sehr preiswerten Taxis. Die Stadt ist sehr klein und kann bequem in ein bis zwei Tagen erkundet werden, wobei sich die schönsten Colleges alle im Zentrum befinden.

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Die Colleges von Cambridge sehen aus wie kleine, gotische Schlösser

Die Colleges von Cambridge sehen aus wie kleine, gotische Schlösser. Foto: Getty Images

Durch die Stadt mit Board und Boot

Die traditionellste Methode, um Cambridge kennenzulernen ist das sogenannte Punting: eine Art Stand-up-Paddle-Tour über den Fluss Cam. Der Fluss zieht sich durch den gesamten Ort und führt dabei an vielen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei.

Punting ist die oberste Tradition in Cambridge: In schmalen Holzbooten fährt man durch die vielen verwinkelten Flussarme des Flusses Cam.

Punting ist die oberste Tradition in Cambridge: In schmalen Holzbooten fährt man durch die vielen verwinkelten Flussarme des Flusses Cam. Foto: Getty Images

Auf schmalen Holzbooten kann man sich hier entweder von den einheimischen Gondolieri durch die romantischen Flussgassen befördern lassen – oder man versucht es einfach selbst. Auf der Tour fährt man unter anderem unter der Seufzerbrücke durch, die dem berühmten Vorbild in Venedig nachempfunden wurde. Möchte man sich eines der Colleges näher anschauen, so legt man einfach an und geht auf Erkundungstour.

Viele Architekten haben versucht, der berühmten Seufzerbrücke in Venedig nachzueifern: Einer der schönsten Kopien findet man in Cambridge.

Viele Architekten haben versucht, der berühmten Seufzerbrücke in Venedig nachzueifern: Einer der schönsten Kopien findet man in Cambridge. Foto: Getty Images

Die sogenannte „Mathematische Brücke“ ist eine von vielen, die man auf einer Flusstour über den River Cam passiert

Die sogenannte „Mathematische Brücke“ ist eine von vielen, die man auf einer Flusstour über den River Cam passiert. Foto: Getty Images

Alte Prachtbauten überall

Die Colleges überbieten sich gegenseitig in Sachen Schönheit. King’s College und Trinity sind die beiden berühmtesten Lernstätten von Cambridge. Während Trinity als konservativ gilt, kennt man King’s eher für eine liberale, antiautoritäre Tradition. Auf den Gelände steht auch die King’s College Chapel, die zweitgrößte Kapelle Europas. In der wunderschönen Kirche kann man dem Knabenchor des Colleges zuhören, einem der berühmtesten Chöre Englands. Das College und die Kapelle sind von Montag bis Samstag jeweils von 9 bis 15 Uhr geöffnet.

King's College Chapel ist das größte Gebäude in ganz Cambridge und das Wahrzeichen der Stadt

King’s College Chapel ist das größte Gebäude in ganz Cambridge und das Wahrzeichen der Stadt. Foto: Getty Images

King's College Chapel ist die Kirche mit dem größten Fächergewölbe der Welt

King’s College Chapel ist die Kirche mit dem größten Fächergewölbe der Welt. Foto: Getty Images

Die anderen sehenswerten Colleges in Cambridge sind das Peterhouse, das älteste aller Colleges, das Gonville and Caius College, welches als einziges College über mit Bäumen bepflanzte Höfe verfügt, das Pembroke College mit seinen bunten Blumengärten und das Clare College, das direkt am Fluss liegt.

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Bei allen Gebäuden handelt es sich um wunderschöne gotische Bauten mit Steinkorridoren und Wendeltreppen, in denen sowohl die Studenten als auch einige der Lehrkräfte leben. Jedes College verfügt über eigene Kapellen, Bibliotheken, Speisehallen und Konzertsäle. Besonders schön ist die Bibliothek des Trinity College.

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Wer sich einmal fühlen möchte wie Harry Potter im Kräuterkunde-Unterricht bei Professor Sprout, der sollte einmal in den Botanischen Garten von Cambridge gehen.

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Auch abseits der Universitätsgebäude gibt es in Cambridge wunderbare Kirchen, Theater und Museen zu erkunden. Am schönsten ist sicherlich das Fitzwilliam Museum, das für seine goldene Kuppel berühmt ist und von außen wie ein antiker Tempel aussieht.

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Das exklusivste Dinner der Stadt

Wer ein wirklich besonderes Erlebnis möchte, sollte versuchen, in einem der örtlichen Pubs Studenten kennenzulernen und sie um eine Einladung zum Formal Hall Dinner bitten: Diese traditionellen Bankette werden von jedem College in einem prächtigen Speisesaal abgehalten. Zutritt ist ausschließlich Lehrenden und Studenten gestattet – Ausnahmen gibt es nur, wenn man von einem von ihnen offiziell als Gast eingeladen und eingetragen wird.

 

Die Erfahrung lohnt sich: Das Essen ist köstlich und die Atmosphäre unbezahlbar: Die College-Mitglieder tragen alle Talar, schwarze oder blaue Umhänge mit dem Wappen ihres jeweiligen College. In den meisten Colleges gibt es einen „High Table“, der über den Studententischen angeordnet ist und an dem die Lehrenden essen. Erst wenn sie Platz genommen haben, dürfen die Studenten es ihnen gleichtun – und erst, wenn sie beginnen zu essen, dürfen die Studenten ihre Teller anrühren.

Aber wer zum ersten Mal dort ist, wird angesichts des einzigartigen Ambientes schnell vom Essen abgelenkt. Denn in den mit dunklem Holz getäfelten, festlichen und uraltem Hallen, in denen schon der König von England, Charles Darwin, Newton und der Philosoph Wittgestein zu Abend gegessen haben, fühlt man sich wie in eine andere Welt gezaubert – und kommt aus dem Staunen kaum noch raus.

 

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