16. Februar 2026, 15:55 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Im März öffnet die Marienschlucht bei Allensbach wieder für Besucher. Die Schlucht am Südwestende des Bodensees war vor elf Jahren nach einem Erdrutsch mit Todesfolge geschlossen worden.
„Am Samstag, den 28.03., ist es endlich so weit: Die Marienschlucht wird wieder eröffnet!“, schreibt die Gemeinde Bodmann-Ludwigshafen auf ihrer Touristeninfoseite. Die Vorfreude ist deutlich spürbar. Elf Jahre war die Sehenswürdigkeit am Bodensee für Besucher geschlossen. Jetzt eröffnet die Schlucht, die zwischen Bodman-Ludwigshafen und Wallhausen auf der Halbinsel Bodanrück liegt, wieder – sicherer und um einige Attraktionen ergänzt.
Schließung nach Erdrutsch
Der beeindruckende Naturort war vor seiner Schließung ein beliebtes Ziel für Wanderer. Im Mai 2015 kam es jedoch zu einem Erdrutsch, bei dem eine 72-jährige Wanderin verschüttet wurde und starb. Daraufhin wurde die Schlucht geschlossen, um die Gefahr weiterer Erdrutsche zu prüfen und die Schlucht zu sichern.
Laut dem „Südwestrundfunk“ sollen verschiedene Maßnahmen künftig die Wanderer in der Marienschlucht absichern. Dazu gehören unter anderem ein Frühwarnsystem mit Sensoren, sowie ein Tor, das den Wanderweg unterhalb des Mondfelsens verschließt. Darüber hinaus verlaufe die neue, aus Metall errichtete Steganlage zehn Meter oberhalb und nicht mehr am tiefsten Punkt der Schlucht. Die Kosten für die verschiedenen Sicherungsarbeiten belaufen sich laut dem „SWR“ auf rund 4,5 Millionen Euro.
Nachdem die Wanderwege rund um die Marienschlucht laut der gleichnamigen Infoseite Stück für Stück wieder freigegeben wurden, öffnet das beliebte Wanderziel am Bodensee im kommenden Monat komplett. Und die Besucher dürfen sich auf ein paar Neuerungen in der Schlucht freuen.
Neuer Panoramasteg
Eine dieser Novitäten ist laut der lokalen Infoseite der „neue, sichere Panoramasteg“. Mit diesem könne „die beeindruckende Marienschlucht aus einer spektakulären Perspektive“ entdeckt werden. Der Panoramasteg ist sowohl an die Wanderwege sowie an die Kursschifffahrt angebunden und entsprechend „bequem erreichbar“, wie die Gemeinde erklärt.
Auch ein neu gestalteter Infopfad wurde während der Schließung installiert. An verschiedenen Stationen finden Besucher Informationen zu Tieren und Pflanzen, Geologie, Geschichte und der Rolle des Wassers. Darüber hinaus gibt es laut der Infoseite jetzt einen Pfad speziell für Kinder: Auf dem Familienwanderweg begleite ein Wanderfalke namens Falko „junge Entdeckerinnen und Entdecker auf dem neuen Kinderpfad spielerisch von Station zu Station“.