Unwetter bewegt Touristen-Attraktion

Berühmtes Schiffswrack „Iron Scow“ rückt näher an Abgrund der Niagarafälle

Niagarafälle
An der Grenze zwischen US-Bundesstaat New York und Ontario (Kanada) liegen die mächtigen Niagarafälle. Dort ist seit nunmehr 100 Jahren ein berühmtes Schiffswrack zu sehen – seit wenigen Tagen jedoch nicht mehr an seiner gewohnten Stelle…
Foto: Getty Images

Wenn Sie die Niagarafälle bereits besucht haben, dürften Sie es gesehen haben: das „Iron Scow“, ein beliebtes Foto-Motiv von Nordamerika-Touristen. Nun hat sich das alte Schiffswrack (erstmals seit über 100 Jahren!) deutlich in Richtung Abgrund bewegt – und könnte schlimmstenfalls ganz hinabgerieben werden.

Im August 1918 erlitt der „Iron Scow“ (= „Eiserner Lastkahn“) Schiffbruch auf dem Niagara-Fluss. Seither steckte das Wrack an der Unglücksstelle fest, und konnte dort auch von Touristen gesehen und fotografiert werden, die im Rahmen einer USA- oder Kanada-Reise die berühmten Niagarafälle besuchen.

Niagarafälle

Ganz klein, rechts oben im Bild: TRAVELBOOK-Autorin Anna Wengel hat den „Iron Scow“ auf dem Niagara-Fluss (von der kanadischen Provinz Ontario aus) erspäht
Foto: TRAVELBOOK

Halloween-Unwetter haben Schiffswrack verweht

„Es scheint sich auf die Seite gedreht zu haben“, erklärt Jim Hill, Mitarbeiter der Niagara Parks Commission, in einem Video auf der Facebook-Seite der Behörde. Darin sind auch beeindruckende Aufnahmen des Spektakels zu sehen.

Severe Weather Conditions Impact Iron Scow

The severe weather conditions experienced on Halloween night have caused the iron scow, which has remained remarkably lodged in the powerful upper rapids above the Canadian Horseshoe Falls for over a century, to shift significantly from its position.History of the Iron Scow Rescue: https://bit.ly/2oBMjh2

Posted by Niagara Parks on Friday, November 1, 2019

Wenn das Wrack weiter treibt, werde man eingreifen

Seit Donnerstag hat sich der „Iron Scow“ nicht mehr bewegt. Wie es weitergeht, kann laut Hill niemand vorhersagen. „Er könnte noch für Tage an der aktuellen Stelle bleiben“, sagt er dazu, „oder auch für Jahre.“ Sollte das Wrack doch noch weiter in Richtung Abgrund treiben, müssten Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden.

 

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