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Noch dieses Jahr!

Erste Airline führt Schlafpods in der Economy ein

Die neuen Schlafpods bei Air New Zealand
Schlafkabinen, mitten in der Flugzeugkabine: die neuen Schlafpods bei Air New Zealand Foto: Air New Zealand
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Laura Pomer
Freie Autorin

17. April 2026, 11:32 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Liegeflächen in der Economy Class bei Air New Zealand? Davon hat man schon vor einigen Jahren gehört, doch dann passierte erst mal nichts. Nun macht die Fluggesellschaft ernst – oder besser gesagt: komfortabel. Schon in wenigen Wochen sollen Fluggäste der einfachsten Buchungsklasse mit dem „Skynest“ echte Schlafpods buchen können. Alle Infos dazu.

Erste Konzepte für die besonders komfortablen Liegeflächen in der Economy Class stellte Air New Zealand bereits 2020 vor; der Start war ursprünglich für 2024 geplant. Aufgrund von Liefer- und Zertifizierungsproblemen kam es jedoch zu Verzögerungen. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben: Inzwischen hat die Fluggesellschaft den offiziellen Rollout angekündigt. Schon in wenigen Wochen, ab dem 18. Mai 2026, können die Schlafpods gebucht werden – für Reisen ab dem 18. November dieses Jahres.

So sehen die neuen Schlafpods bei Air New Zealand aus

Das Prinzip der „Skynests“ (übersetzt etwa „Himmelsnester“) ist so einfach wie revolutionär. Statt den eigenen Sitz selbst in eine halbwegs bequeme Position bringen zu müssen – wie dies beispielsweise in einer kostenpflichtig hinzu buchbaren Sleeper‘s Row bei der Lufthansa geht –, können Passagiere auf bestimmten Verbindungen mit Air New Zealand ihre mäßig bequemen Sitzplätze für mehrere Stunden verlassen, um sich in echte Schlafgemächer zurückzuziehen.

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Ein Skynest umfasst sechs Schlafplätze für jeweils einen Passagier. Die Pods sind funktional gestaltet: rund zwei Meter lang, eher schmal geschnitten und ausgestattet mit Matratze, Kissen, Decke, Belüftung und USB-Anschluss. Für etwas Privatsphäre sorgt ein Vorhang. Ergänzt wird das Angebot durch ein kleines Kulturtäschchen mit Schlafmaske, Ohrstöpseln und Pflegeprodukten.

Air New Zealands Schlafpods
Man teilt das Skynest für rund 4 Stunden mit anderen Passagieren – bei Bedarf können Vorhänge etwas Privatsphäre bescheren Foto: Air New Zealand

Die Nutzung erfolgt nicht dauerhaft, sondern in Zeitfenstern von jeweils vier Stunden. Reisende kaufen zunächst ein reguläres Ticket und können anschließend einen solchen Slot zusätzlich hinzubuchen. Zu den Preisen macht Air New Zealand bislang keine offiziellen Angaben. Medienberichten zufolge könnte ein Schlafslot jedoch rund 250 Euro kosten.

Eine Neuheit – die vielleicht Nachahmer findet?

Die Aufmachung erinnert ein wenig an die Crew-Ruhebereiche vieler Fluggesellschaften, die ebenfalls mit kompakten Liegekojen ausgestattet sind. Bei Air New Zealand selbst gab es zuvor bereits die sogenannten „Skycouches“: umbaubare Sitzreihe, auf der sich Passagiere mit etwas Geschick halbwegs hinlegen konnten. Doch die Skynests als vollwertige, separat buchbare Schlafplätze sind ein Novum in dieser Reiseklasse.

Bislang handelt es sich aber auch bei Air New Zealand um ein begrenztes Angebot. Ausgestattet werden zunächst nur ausgewählte Flugzeuge, konkret einige Boeing 787-9 Dreamliner. Die Skynests befinden sich in einem eigenen Bereich zwischen Economy und Premium Economy.

TRAVELBOOK hat bei der deutschen Lufthansa nachgefragt, ob sie aktuell ähnliche Konzepte prüft oder bereits entwickelt. Eine Rückmeldung steht noch aus.

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