Ganz schön makaber

Dieses Flugbegleiter-Codewort bedeutet, dass ein Toter an Bord ist

Flugzeugkabine
In normalen Passagiermaschinen werden auch mal Tote transportiert – dafür hat das Flugpersonal Code-Wörter
Foto: Getty Images

Passagierflugzeuge transportieren bekanntlich nicht nur Fluggäste und deren Gepäck. Teil der Fracht können auch Tiere, Waren und: Tote sein. Natürlich wollen Piloten und Flugbegleiter nicht, dass jeder Passagier davon erfährt, wenn sie einen Leichnam befördern. Deshalb haben sie entsprechende Codewörter.

So können sowohl Boden und -Kabinenpersonal über den Toten sprechen oder sogar eine Durchsage machen, ohne dass viel Aufhebens darum gemacht wird. Das bekannteste von diesen Deckwörtern ist „Jim Wilson“. Schnappt man diesen Namen laut dem Bericht der englischen Zeitung „The Sun“  zum Beispiel an Bord von American Airlines in einem Gespräch zwischen Flugbegleitern auf, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man in Gesellschaft einer Leiche fliegt – falls nicht zufällig einer der Passagiere so heißt.

Kommt allerdings bei uns eher selten vor.“ Woher der Name Jim Wilson stammt, ist nicht bekannt.

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Jim, Hugo oder einfach HR

Berufspilot Patrick Biedenkapp, der aktuell einen Airbus A300 fliegt und über seinen Job, seine Reisen und Ernährung bloggt, verrät TRAVELBOOK noch ein weiteres Codewort:

„Jim Wilson kenne ich nicht, dafür aber das Code Wort Hugo. “ Hugo steht laut Biedenkapp für „human gone“ bzw. eingedeutscht: „Heute unerwartet gestorbenes Objekt“‘. „Hugo als Bezeichnung zu verwenden, klingt weitaus weniger dramatisch als der Tote“, sagt Biedenkapp.

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Ein weiteres, weniger persönliches Codewort, ist bei manchen Airlines: „HR“. Die Abkürzung steht für „human remains“, zu Deutsch: sterbliche Überreste. Diese Bezeichnung ist insofern zynisch, als dass HR im englischen Sprachraum eigentlich für „Human Resources“ steht.

Beim verbreiteten Codewort „Jim Wilson“ sollte man außerdem beachten, dass es natürlich auch eine Reihe Männer gibt, die tatsächlich so heißen. Gibt man den Namen zum Beispiel bei dem US-amerikanischen Online-Telefonbuch „White Pages“ ein, kommen immerhin 150 Treffer.

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