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US-Luftfahrtbehörde schlägt Alarm

Zu hohe Temperaturen an Bord! Neuer Wirbel um Boeing 737 Max

Boeing 737 MAX 8 von United Airlines am LaGuardia Airport in New York
Schlechte Zeiten für die Boeing 737 Max-Familie: Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde leitet sofortige Maßnahmen ein (im Bildhintergrund: eine Boeing 737 MAX 8 von United Airlines am LaGuardia Airport in New York) Foto: AFP via Getty Images
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Anna Wengel
Freie Autorin

25. Februar 2026, 12:51 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat eine sofort wirksame Anordnung für die Boeing 737 Max erlassen. Der Grund: In zwei Maschinen war es zu übermäßig hohen Temperaturen in Kabine und Cockpit gekommen, die die Crew nicht kontrollieren konnte. Die Infos.

Immer wieder gab es in der Vergangenheit Ärger mit Flugzeugen aus der Boeing-737-Max-Reihe. Die neue Lufttüchtigkeitsanweisung (im Englischen: Airworthiness Directive, kurz: AD) gilt für alle Maschinen der Boeing-Modelle 737-8, 737-9 und 737-8200, allesamt Teil der Max-Familie. Nach Angaben der Federal Aviation Administration (FAA) sind damit 771 in den USA registrierte Flugzeuge betroffen. Die Kosten für diesen ersten Schritt werden auf 65.535 US-Dollar geschätzt.

Mit der Anweisung verpflichtet die FAA die Betreiber, das aktuelle Flugbetriebshandbuch zu überarbeiten. Dadurch soll die Crew zusätzliche Betriebsanweisungen und Checklisten für einen Ausnahmefall bekommen, bei dem sich die Temperatur wegen eines Schalters nicht regulieren lässt. So soll der als unsicher eingestufte Zustand der Flugzeuge vorerst behoben werden.

Fehlfunktion der Klimaanlage

Die FAA veröffentlichte die Anweisung am 24. Februar als Reaktion auf Vorfälle „mit übermäßig hohen Kabinen- und Cockpittemperaturen während des Fluges, die von der Flugbesatzung mit den bestehenden Verfahren nicht reguliert werden konnten“, heißt es in dem Dokument. Eine anschließende Untersuchung habe ergeben, dass das Auslösen eines bestimmten Leistungsschalters in der Standby-Stromversorgungseinheit (SPCU) die Vorfälle verursacht hatte.

„Das SPCU steuert die Batterie- und Standby-Busse automatisch und manuell“, heißt es in dem FAA-Dokument. Der Leistungsschalter BAT BUS SECT 2 sei für die Stromversorgung der Klimaanlage und Kabinendruckfunktionen verantwortlich. Dazu gehört auch die Überhitzungsschutzschaltungen und manuelle Kabinendruckregelung. Kommt es zur Auslösung des Schalters, führen die Mechanismen zu einer Fehlfunktion der Klimaanlage. Am Ende bedeutet das mitunter „eine unkontrollierbar hohe Temperatur in der Kabine und im Cockpit“, heißt es in dem Dokument. Die Luftfahrtbehörde warnt: „Wird dieser Zustand nicht behoben, kann dies zu Verletzungen oder Fluguntauglichkeit von Besatzung und Passagieren führen“. Ein sicherer Flug inklusive sicherer Landung sei damit nicht gewährleistet, mitunter sogar „unmöglich“.

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Weitere Maßnahmen notwendig

Die neue Betriebsanweisung gibt der Crew Vorgehensweisen und einzelne Schritte an die Hand, für den Fall, dass der Leistungsschalter ausgelöst wird. Laut FAA-Angaben beschreibt die Lufttüchtigkeitsanweisung „die Vorgehensweise der Flugbesatzung für einen kontrollierten Sinkflug, den Versuch, den ausgelösten Leistungsschalter des Batteriebusabschnitts 2 zurückzusetzen, und, falls dieser Versuch fehlschlägt, die Abschaltung der Triebwerkszapfluftschalter.“

Allerdings ist diese AD laut der Behörde nur eine „vorläufige Maßnahme“, da die Untersuchung weitere Schwachstellen gezeigt habe. Weitere Regelungen könnten folgen. Boeing arbeitet laut FAA jedoch bereits an einer „Modifikation, um den in dieser Lufttüchtigkeitsanweisung beschriebenen unsicheren Zustand zu beheben.“



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