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„Bowl of Sadness“

Passagier postet sein Essen aus der First Class – und erhält Mitleid

Ein Mann konnte seinen Augen nicht trauen, als ihm auf einem United-Airlines-Flug in der First Class das Abendessen serviert wurde
Ein Mann konnte seinen Augen nicht trauen, als ihm auf einem United-Airlines-Flug in der First Class das Abendessen serviert wurde (Symbolfoto) Foto: Getty Images
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Laura Pomer
Freie Autorin

7. Januar 2026, 11:49 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Betrachten auch Sie auf Flugreisen die luxusverwöhnten Passagiere in der First Class ein wenig neidvoll, bevor Sie selbst in der „Holzklasse“ Platz nehmen? Vorne gibt es bekanntlich nicht nur mehr Beinfreiheit, sondern auch deutlich besseres Essen. Oder eben nicht. Ein virales Ereignis auf einem United-Airlines-Flug – konkret: eine „Bowl of Sadness“ (etwa „Schüssel der Traurigkeit“) – hat die vermeintlichen Gesetzmäßigkeiten auf den Kopf gestellt. TRAVELBOOK erzählt die lustige und in gewisser Weise symbolische Geschichte.

Flugzeugessen gilt nicht gerade als Höhepunkt der Kulinarik. Deshalb hat sich immerhin ein Forscher der renommierten Oxford-Uni damit auseinandergesetzt, wie sich die Mahlzeiten in Reiseflughöhe geschmacklich aufwerten lassen; TRAVELBOOK geht in diesem Beitrag näher darauf ein. Doch in der First Class sollten keine Tricks und Kniffe nötig sein. Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa etwa verspricht in ihrer höchsten Reiseklasse „Speisen und Getränke auf Sterne-Niveau“.

Und auch bei United Airlines kann man eigentlich ziemlich gut essen – das jedenfalls legen echte Erfahrungsberichte von Nutzern auf Reddit nahe. In einer entsprechenden Diskussion werden mehrere der von der US-amerikanischen Fluggesellschaft servierten First-Class-Mahlzeiten hochgelobt, darunter insbesondere eine Lachs-Bowl, geschmorte Short Ribs (Querrippe) und Enchiladas. Umso erstaunlicher ist der Fall des United-Airlines-Passagiers Peyman Milanfar. Bei ihm hat das Vorgesetzte eher Fragen aufgeworfen als seinen Appetit angeregt.

Passagier postet Essen aus der First Class und geht viral

„Hey @united, ist das ein Witz?“, schreibt Milanfar in seinem Post auf X. Er sei mehr als fünf Stunden in der First Class geflogen, „und das hier ist das traurige Abendessen, das ihr mir serviert“. Das mysteriöse Fleisch zwischen müden Salatblättern sehe aus wie aus dem 3D-Drucker, die klobigen Käsewürfel erinnerten an Kantinenessen. Und zum Schneiden der im Ganzen gelassenen und offenbar knochenharten Tomate würde er eine Kettensäge benötigen.

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Peyman Milanfar bezeichnet den Vorfall abschließend als „wirklich unglaublich“. So unglaublich, dass er es angemessen fände, wenn die Airline ihm den Ticketpreis erstatten würde. Er würde dieses an die Hilfsorganisation World Central Kitchen spenden. So ließe sich das kulinarische Desaster in einen humanitären Erfolg verwandeln, erklärt er sarkastisch.

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Reaktionen von Nutzern sprechen Bände

Nun könnte man vermuten, dass ein solcher Fall Schadenfreude auslöst – erst recht wohl bei Menschen, die sich das Reisen in der eigentlich als nobel geltenden First Class nicht leisten können. Doch die zahlreichen Kommentare unter seinem Post lesen sich sehr anders. Viele X-Nutzer pflichten Milanfar bei – „eine ganze Tomate in die Schüssel zu werfen, ist verrückt“, schreibt etwa einer. Der allgemeine Tenor der Kommentare: Reisen in der First Class war früher deutlich exklusiver. „Jetzt geht es nur noch um Punkte, Meilen und die richtigen Kreditkarten“, heißt es. Die servierte „Bowl of Sadness“ (Schüssel der Traurigkeit“) hat so gesehen eine gewisse Symbolkraft.

United Airlines entschuldigte sich öffentlich

Unter den vielen Kommentaren ist auch einer der verantwortlichen Airline selbst. United entschuldigte sich via X bei dem unzufriedenen Passagier und bat ihn um mehr Informationen als Direktnachricht, um den Fall zu prüfen. Ob es eine Rückerstattung gibt, ist offen. Fest steht jedenfalls, dass das servierte Gericht so nicht auf der offiziellen United-Speisekarte aufgeführt ist. Und aus gutem Grund, wie man sieht.

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