9. Juni 2025, 15:15 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Langes Warten am Check-in, Panik wegen vergessener Dokumente oder Stress an der Sicherheitskontrolle – der Urlaub beginnt für viele schon mit Hektik am Flughafen. Dabei lassen sich viele Stolperfallen leicht vermeiden. Wer rechtzeitig einige wichtige Dinge abklärt, reist deutlich entspannter.
Von Ausweiskontrolle bis Gepäckvorgaben: Wer vor dem Flug gut vorbereitet ist, spart Zeit, Nerven und vermeidet Zusatzkosten. Eine Checkliste über die wichtigsten Punkte für einen reibungslosen Flug.
Übersicht
Die Checkliste für Ihren Flug
1. Reisedokumente rechtzeitig kontrollieren
Ist der Ausweis noch gültig?
Ein abgelaufener Ausweis kann zur echten Stressfalle werden – besonders, wenn die Reise unmittelbar bevorsteht. Daher sollte man bereits Wochen im Voraus prüfen, ob der Personalausweis oder Reisepass noch gültig ist. Die Beantragung neuer Dokumente kann Zeit in Anspruch nehmen. Wer erst am Flughafen feststellt, dass der Ausweis abgelaufen ist, hat unter Umständen noch die Möglichkeit, bei der Bundespolizei einen Reiseausweis als Passersatz zu erhalten.
Allerdings warnt die Behörde online davor: Reisen mit diesen Papieren erfolgten auf eigenes Risiko, denn „andere Staaten seien nicht zur Anerkennung der Dokumente verpflichtet.“ Das kann im Extremfall bedeuten, dass ein Zielland die Einreise verweigert – oder sogar die Fluggesellschaft den Transport untersagt.
Auch innerhalb des Schengen-Raums in Europa gilt: Auf Verlangen muss ein gültiges Ausweisdokument vorgezeigt werden. Zwar lassen einige Länder, wie etwa Spanien, eine Einreise mit einem bis zu einem Jahr abgelaufenen Ausweis zu, doch darauf sollte man sich besser nicht verlassen. Laut der Website des Hauptstadtflughafens BER „können etwa Airlines hinsichtlich der Dokumente strengere Vorschriften anwenden als das Reiseland.“
Express-Reisepass als Notlösung
Ist der Zeitrahmen zu knapp für eine reguläre Beantragung, kann ein Express-Reisepass eine Lösung sein. Dieser ist allerdings teurer. Für besonders kurzfristige Fälle ist ein vorläufiger Reisepass möglich, wie das Bundesinnenministerium mitteilt. Voraussetzung ist jedoch, dass Nachweise wie Flugtickets vorgelegt werden.
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Brauche ich ein Visum?
Wer außerhalb der EU verreist, sollte sich noch vor der Buchung darüber informieren, welche Dokumente erforderlich sind, wie lange diese gültig sein müssen und ob zusätzlich ein Visum oder eine Einreisegenehmigung notwendig ist.
Auch interessant: Nur mit diesem Pass darf man in alle Länder der Welt reisen
2. Online-Check-in spart Zeit und Kosten
Bei vielen Fluggesellschaften ist der Online-Check-in über App oder Website längst Standard. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld – insbesondere bei Billigairlines wie Ryanair oder Wizz Air, bei denen der Check-in am Schalter mit Zusatzkosten verbunden ist.
Zudem stehen an vielen Flughäfen Self-Check-in-Kioske bereit: Hier genügt ein Ausweisscan, um die Bordkarte auszudrucken. Wer bereits eingecheckt ist, kann so direkt zur Sicherheitskontrolle weitergehen.
Auch bei Gepäckabgabe lohnt sich Technik: Automatisierte Bag-Drop-Stationen ermöglichen es, Gepäckstücke selbst aufzugeben. Dazu scannt man die Bordkarte, druckt ein Gepäcklabel aus, bringt es am Koffer an und legt diesen aufs Band. Der Hamburger Flughafen informiert, dass dies teilweise auch direkt an den Check-in-Kiosken möglich ist.
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3. Gepäckregeln genau beachten
Gepäckmaße beachten
Handgepäck ist nicht gleich Handgepäck – die Vorgaben zu Größe und Gewicht unterscheiden sich teils erheblich. Während manche Airlines Maße von 55 × 40 × 23 Zentimetern erlauben, sind es bei anderen nur 40 × 30 × 10 Zentimeter. Auch beim Aufgabegepäck gelten strikte Regeln zu Größe und Gewicht. Wer diese überschreitet, muss mit teuren Nachzahlungen rechnen.
Aufgabegepäck kennzeichnen
Ein paar Tipps des Münchener Flughafens fürs Aufgabegepäck:
- Den Namen, Kontaktdaten und die Adresse am Gepäckstück anbringen
- Für den Fall, dass man mehrere Reisestationen hat, auch einen Zettel mit der Reiseroute hineinpacken
- Gegebenenfalls einen Tracker hineinpacken (zum Beispiel einen Airtag)
- Ein Foto des Koffers machen
Handgepäck geschickt packen
Und im Fall der Fälle sollte das Handgepäck wichtige Dinge enthalten. „Ich würde zum Beispiel niemals Medikamente, auf die ich angewiesen bin, ins Aufgabegepäck geben“, sagt Laura Frommberg vom Fachportal „Aerotelegraph.com“. Auch Kosmetika und ein Satz Ersatzkleidung habe sie „für den Notfall“ immer in der Kabine dabei.
Regeln zu verbotenen Gegenständen checken
Wichtig ist außerdem, sich im Vorfeld über verbotene Gegenstände zu informieren. Powerbanks etwa gehören nicht ins Aufgabegepäck – und selbst im Handgepäck gelten strenge Regelungen.
4. Tipps für Sicherheitskontrolle
Wartenzeiten vorab checken
Gerade zu Ferienzeiten bilden sich an den Sicherheitskontrollen häufig lange Schlangen. Wer sich nicht rechtzeitig auf die aktuellen Bedingungen einstellt, riskiert, den Flug zu verpassen. Die Webseiten und Apps der Airports zeigen oft tagesaktuelle Wartezeiten und geben Prognosen für die kommenden Tage.
Teilweise lässt sich sogar ein Zeitfenster für den Security-Check vorab buchen. „Das spart extrem viel Zeit“, sagt Vielfliegerin Frommberg – und nutzt solche Angebote regelmäßig.
Geschickt packen
Ihr zusätzlicher Rat für einen reibungslosen Ablauf: „Dinge wie Laptop oder den Flüssigkeiten-Beutel so einpacken, dass man sie schnell aus dem Handgepäck herausgreifen kann.“ Denn auch wenn immer mehr Flughäfen auf moderne CT-Scanner setzen, müssen diese Gegenstände vielerorts weiterhin separat in die Wanne gelegt werden. Wer zu lange sucht, verzögert nicht nur die eigene Kontrolle – sondern auch die der Mitreisenden.
Mit Material von dpa